valeriannala
meine Worte

Gar nichts. Außer

Mitten in der Nacht. Es zieht in mir. Zuerst nur leicht. Ein Hinweis. Reiz.
Mitten in der Nacht. Mitten in meiner tiefsten Ruhe. Halbwach. Dann immer heller.

Ein Ziehen. Es wird stärker. Es sagt Spürst du mich? Endlich doch? Ich sag Ich will nicht. Nicht Jetzt. Vielleicht später.
Es zieht weiter. Zieht zusammen. Reißt mich auseinander. Zieht alles wieder zurück.
Enger. Fester. Zu einem Knoten. Einem Schmerzknäuel. Leuchtend Rot und voller Fäden.
Mitten in mir. Mein Bauch. Mein Zentrum.

Es sagt Spürst du mich? Endlich doch?. Ich sag Ja! Ja, ich spür dich! Mehr denn je. Ich spür dich. Und ich kann nicht mehr.
Der Schmerzknäuel zieht und ich renne. Aus der Nacht. Hellwach. Mitten in die tiefste Unruhe.

Schwindel. Schmerz. Schwindel. Mein Kopf beginnt zu dröhnen. Meine Ohren hören nur noch Stiche.
Sie klingen wie Alarmanlagen.

Ich leg mich auf den kalten Boden. Schläfe an den Stein.
Allein. Hilflos. Mitten in der Nacht. Mitten in deren tiefster Ruhe.
Nur ich, mein Körper, der Schmerz in meiner Mitte.

Sekunden, Minuten. Minuten wie Stunden. Die Übelkeit. Wohin damit?
Ich lasse alles fallen. Falle.
Der kalte Boden fängt mich auf. Immer wieder. Beruhigt mich. Lindert den Schwindel.

Alles was ich tun kann. Geschehen lassen. Alles was ich tun muss. Durchstehen.

Irgendwann dann wird es ruhig. Ich werde ruhig. Jede Faser entkrampft. Nach und nach. Ein Schmerzknäuel das sich löst.
Es fühlt sich an wie Neuanfang. Wie eine zweite, dritte, vierte, nächste Chance.

Alles was zählt bist du, dein Körper, der Schmerz in deiner Mitte., sagt es. Und wenn es nötig ist. Dann komm‘ ich wieder. Egal wohin du rennst.

Ich geh zurück. In meine Nacht. In meine tiefste Ruhe. Hellwach. Dann immer dunkler.

Ich fühl mich schwach am nächsten Morgen. Ich fühl mich zart, verwundbar. Ich fühl mich achtsam. Sogar dankbar.

Denn manchmal spür ich gar nichts.
Gar nichts. Außer Bauchweh.

 

VA

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