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10 Dinge die du in Amsterdam tun musst

Bisher bin ich nur sehr selten an einen Ort mehr als einmal gereist. Dies liegt nicht etwa daran, dass mich bisher keiner davon überzeugen konnte. Ich habe nur irgendwie ständig das Gefühl etwas Neues erleben zu müssen. Diesbezüglich entspreche ich also eher weniger dem gängigen Vorarlberger-Klischee von „Einmal im Jahr nach Italien. Natürlich immer in das selbe Hotel!“.
Dies war auch der Grund warum ich vor einigen Wochen, während ich am Morgen noch so im Bett lag, auf einmal das große Bedürfnis hatte endlich Amsterdam zu sehen. Ja manchmal da setze ich mir solche Dinge ganz plötzlich in den Kopf und dann müssen sie auch umgesetzt werden. Deshalb habe ich kurz überlegt wer denn genauso spontan und unternehmenslustig ist wie ich und dann einfach einmal die ausgewählte Freundin mit „Hey, fahren wir nach Amsterdam?“ kontaktiert. Dass der Vorschlag sofort positiv aufgenommen wurde freute mich umso mehr und so ging es über das letzte verlängerte Wochenende endlich in die Stadt, von welcher schon so viele immer nach ihren Interrail-Trips geschwärmt hatten…

1. Appletart essen im ‚Cafe Winkel 43‘
Der erste morgendliche Hunger führte uns direkt ins ‚Cafe Winkel‘, wo wir uns den berühmten Apfelkuchen nicht entgehen lassen wollten. Tatsächlich schmeckte er herrlich nach Zimt und die obere Kruste so richtig lecker nach Karamell. Zum Vergleich habe ich am nächsten Tag an einem anderen Ort noch einmal einen probiert, welcher jedoch auf keinen Fall mithalten konnte. Es lohnt sich also auf jeden Fall beim ‚Cafe Winkel‘ vorbeizuschauen. Trotz großer Beliebtheit der Destination, haben wir gleich einen schönen Platz in der Sonne bei den Tischen vor dem Cafe bekommen. Herrlich!
Noordermarkt 43

2. Abendessen im ‚REM Eiland‘ am Holzhafen (Houthaven)
…und davor nicht eine Runde ‚Lost in Amsterdam‘ spielen.
Das Gewitter hat uns am Abend früher überrascht als erwartet, weshalb sich unsere kleine Wanderung zum am Hafen ein wenig abgelegenen Restaurant ‚Rem Eiland‘ als wahre Herausforderung entpuppte. Verschwitzt vom Tag, durchnässt vom Abend kamen wir also wie zwei begossene Pudel an und passten auf den ersten Blick so gar nicht in das dortige schicke Flair. Bei überaus charmanter Atmosphäre, sehr zuvorkommenden Kellnern, fantastischem Essen und einem Ausblick über den Hafen bei Sonnenuntergang, fühlten wir uns jedoch schnell durch und durch wohl und konnten den Tag wunderbar ausklingen lassen.
Haparandadam 45 (Preislich eher nicht so fürs Studentenbudget geeignet)

3. Mit einem Boot durch die Grachten cruisen (bzw. sich cruisen lassen)
Eine kleine Bootstour ist fast schon ein Muss wenn man sich Amsterdam ansieht. In der Nähe vom Hauptbahnhof gibt es einige Anlegestellen von unterschiedlichen Anbietern, die aber alle in etwa das selbe Angebot haben. Unsere Tour dauerte knapp über eine Stunde und ich hätte noch ewig in dem Boot sitzen bleiben können. Für mich hatte es nämlich etwas unglaublich Entspannendes durch die Grachten zu fahren, die wunderschöne Architektur der Häuser zu bewundern, die Jugendlichen auf ihren kleinen Partybooten zu beobachten und den kühlen Gegenwind am sonst so heißen Tag zu genießen.

4. Durch den Albert Cuyp Markt schlendern
Eher durch Zufall haben wir diesen Markt entdeckt und landeten Mitten in einer Menschenmenge und unzähligen Essens- und Kleidungsständen. Wer auf richtiges Marktfeeling, steht sollte hier auf jeden Fall vorbei schauen.

5. Frühstücken im ‚Bazar‘
Direkt an der Straße wo der Albert Cuyp Markt stattfindet, befindet sich auch das türkische Restaurant ‚Bazar‘. Hier haben wir ein ausgiebiges und überaus leckeres Frühstück in tollem orientalischen Ambiente genossen. Der riesige Raum gleicht einer Lagerhalle und die Deko inklusive der Wände ist auf jeden Fall einmalig.
Albert Cuypstraat 182

6. Im Vondelpark chillen
…und sich keinen Sonnenbrand einfangen.
Es ist sehr verlockend hier an den kleinen Seen ewig zu chillen und die Sonne zu genießen. In meinem Fall hat jedoch schon eine halbe Stunde gereicht um mir die ganzen Beine zu verbrennen. Der Park ist allerdings wie eine kleine Oase und gleichzeitig entspannend als auch lebendig.

7. Käse kosten (im Kaashuis Tromp)
Ich liebe, liebe, liebe Käse, weshalb ich komplett begeistert war, dass man sich ungefähr an jeder Ecke durch das ganze Käse-Sortiment kosten kann. Vor allem wenn dieses aus außergewöhnlichen und einfach nur köstlichen Variationen besteht. Man kann die Käsehäuser eigentlich eh nicht übersehen. Eines mit besonderem Flair (weil kleiner und weniger touristisch ausgerichtet) ist jedoch das Kaashuis Tromp in der Utrechtsestraat 90.

8. Die besten Pommes bei ‚Vlaams Friethuis‘ probieren
…und dann essen und nicht fotografieren, damit man auch noch etwas davon hat.
Typisch Foto-Suchtis wie wir nämlich sind und typisch tollpatschig wie ich eben bin, ist nämlich genau das passiert. Platsch, und die ganze schöne Sauce Tartar am Boden.
Neben Sauce Tartar gibt es noch unzählige andere Mayonnaisen, Ketchup, Chilisoße,…
Die Pommes haben aber auch ohne Soße extrem gut geschmeckt. Wenn man unter ‚extrem gut‘ -wie ich- sehr fettig und sehr salzig, aber trotzdem relativ knusprig versteht.
Voetboogstraat 31

9. Durchs Rotlichtviertel und Chinatown spazieren
Wir haben in Amsterdam eigentlich so gut wie alles zu Fuß erkundet, so auch das Rotlichtviertel und Chinatown. Alleine schon wenn man durch eine Stadt spaziert, nach rechts und links blickt und auch enge Gassen nicht scheut, entdeckt man immer wieder interessante, neue Dinge.

10. Das obligatorische Iamsterdam-Foto schießen
Eigentlich stehen eh nur 100e Touristen überall herum und jeder versucht im ersten freien Moment affenartig auf einen der Buchstaben zu klettern. Trotzdem musste auch ich das ‚e‘ erklimmen. Zudem ist der ganze Platz vor dem Rijksmuseum und neben dem Van Gogh Museum alleine schon echt sehenswert.

Zusätzliche Tipps, welche ich herausgesucht habe, aber aufgrund von Zeitmangel dann nicht ausprobiert wurden:

– De Kas
Tolles Restaurant in einem Gewächshaus. Reservierung wird empfohlen.
Kamerlingh Onneslaan 3

– Foodhallen
Bellamyplein 51

– Skylounge
…mit toller Aussicht.
Oosterdoksstraat 4

– Hungrybirds Food Tour
Wurde mir von einem Freund empfohlen und klingt echt genial. Dauert jedoch 4h Stunden und ist nicht ganz so billig.
Website

– Anne Frank Huis
Unbedingt schon online Tickets kaufen, wenn man ewigem Warten entgehen will.
Prinsengracht 263-267

– Westerkerk
Von dem Turm aus soll man eine sehr schöne Aussicht haben. Es gibt jedoch pro Besichtigung nur 6 Plätze, weshalb man bei großem Ansturm womöglich erst für Stunden später einen Termin bekommt.
Prinsengracht 281

Und sonst so?
Radfahrer. Radfahrer. Überall Radfahrer. Achja und Radfahrer. JungesellInnenabschiede en masse. Und Radfahrer. Was auf der einen Seite ein Stück weit Kultur ist und eigentlich ganz nett, ist auf der anderen Seite als Fußgänger manchmal echt anstrengend. Da fühlt man sich nämlich fast schon wie eine diskriminierte Minderheit und wer nicht bei jedem Schritt nach rechts und links schaut, hat schon verloren!

Die Menschen in Amsterdam sind jedoch alle unglaublich freundlich, hilfsbereit und offen -der Kontrast zu Wien also ziemlich krass. Zudem scheint es hier irgendwie keine Gesetze zu geben. Radfahrer (überall!!!) fahren hier mit einer übertriebenen Geschwindigkeit in der Gegend herum und schreien „no brake, no brake, no brake“. Überall sitzen Menschen mit fetten Joints herum und der ständige Duft davon in den Straßen macht dich selbst schon fast passivhigh. Moped-Fahrer fahren auf den Radfahrwegen und ohne Helm. Auf den Booten wird in Massen Alkohol getrunken und jeder fährt herum wie er gerade Lust hat. Mitten in der Stadt wird privat laut Musik aufgedreht. Irgendwie wirkt die ganze Stadt wie eine große Highschool-Party, bei der die Eltern verreist sind. Es scheint aber gut zu funktionieren.
Vielleicht sollten wir die Feierlichkeiten auch einmal nach Wien verlagern!

VA

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7 Comments

  • Reply
    ClaudiaXOXO
    11. Juni 2015 at 14:39

    Toller Post! 🙂
    Ich wollte sowieso mal nach Amsterdam, jetzt habe ich noch mehr Lust dahin ^-^

    • Valeria Anna
      Reply
      Valeria Anna
      12. Juni 2015 at 15:22

      Dankeschön :)!
      Ja ist auf jeden Fall eine Reise wert :)!

  • Reply
    Tanja Gammer
    12. Juni 2015 at 14:32

    Hallo,

    toller Bericht und Tipps, die kann ich gut gebrauchen, da Amsterdam noch auf meiner ToDo Liste steht 😉
    lg Tanja

    • Valeria Anna
      Reply
      Valeria Anna
      12. Juni 2015 at 15:24

      Vielen Dank :)!
      Das freut mich, hoffe sie sind hilfreich und du kannst sie ganz bald gebrauchen :)!

  • Reply
    Tanja Gammer
    12. Juni 2015 at 14:33

    PS: wollte gerade den Twitterbutton anklicken rechts zum Folgen, aber die Seite gibt es nicht.

    • Valeria Anna
      Reply
      Valeria Anna
      12. Juni 2015 at 15:24

      Ups, habs korrigiert – danke :D!
      Aber bin eh nicht wirklich aktiv dort – ist nicht so meins :).

  • Reply
    Ricarda
    25. Juni 2015 at 14:59

    Tolle Bilder und tolle Tipps 🙂
    Ich möchte schon immer mal nach Amsterdam, hoffentlich komme ich bald dazu 🙂
    themintandonly.com

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