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Von Cairns nach Sydney – Der Guide für die Ostküste Australiens

Australien. Ein absolutes Traumziel. Gerade weil es so weit weg ist, reizt es viele von uns sehr, zumindest einmal im Leben nach Down Under zu reisen und die atemberaubenden Strände nicht nur immer auf Fotos zu sehen.
Letzten November ging es für mich los, wobei es nicht mein erstes Mal in Australien war. Damals war ich jedoch erst 15, es waren nur drei Wochen und bis auf Sydney und noch ein paar kleinere Orte in der Umgebung bekam ich nicht viel zu Gesicht. Deshalb war für mich schon lange klar: Ich muss wieder hin. Unbedingt.

Die Anreise
Um Geld zu sparen, fiel die Wahl für den „Hauptflug“ auf Air China. 800€ für München -> Sydney und zurück inklusive Reiserücktrittsversicherung. Ein sehr fairer Preis. Dafür kann man sich aber sicher sein: You get what you pay for.
Als ich, um den Beginn der Reise zu feiern, gleich einmal Wodka-Orange bestellen wollte, sah man mich nur blöd an. ‚Bier oder Wein!‘, war die Antwort. ‚Dann halt doch ein prickelndes Wasser, bitte.‘ ‚Nein, wir haben nur stilles Wasser!‘, die Erwiderung der Flugbegleiterin.
Generell sah man während des gesamten Fluges niemanden vom Personal auch nur ein einziges Mal lächeln und beim Essen war das Beste eindeutig das Brötchen mit der Butter. Besonders amüsant fand ich, dass wir einmal zu Mittag die Wahl zwischen Meeresfrüchten mit Nudeln und Beef mit Reis hatten. Am Abend gab es dann entweder Beef mit Nudeln oder Meeresfrüchte mit Reis.
Die Bildschirme mit dem Unterhaltungsprogramm waren furchtbar veraltet und machten mich mit ihrem Joystick, der nur jeden 5. Klick erkannte, wahnsinnig.
Solange ich sicher von A nach B komme und dafür auch noch einen super Preis bezahle, kann ich aber über diese Mängel hinwegsehen. Was jedoch dann nicht mehr ganz so lustig war: die E-Mail 3 Wochen vor dem Rückflug. Aus: Sydney -> Shanghai, 4 Stunden Aufenthalt, Shanghai -> München wurde: Sydney -> Shanghai, 12 Stunden Aufenthalt, Shanghai -> Frankfurt, 4 Stunden Aufenthalt, Frankfurt -> München (35 min Flug).
Aber wie gesagt, wenn einem das Sparen wichtig ist, ist Air China sicher eine super Option (direkt über deren Seite buchbar). Wer jedoch mehr Budget hat und ein paar Nerven sparen will – lieber Alternativen in Betracht ziehen.

Unterwegs in Australien – Der Greyhound Bus
Auto, Camper oder Bus? Die Frage, die sich wohl viele stellen, wenn sie die Reise entlang der Ostküste Australiens planen. Da ich sehr schnell die Vorteile von Airbnb erkannte (hier nachlesen), konnte ich den Camper gleich einmal ausschließen.
Mein Cousin empfahl mir dann den Greyhound Bus und nach einer kleinen Recherche war die Entscheidung schnell gefällt. Ich fahre im Prinzip nicht ungern Auto, jedoch finde ich es auf jeden Fall entspannter nicht selbst stundenlang am Steuer sitzen zu müssen. Lieber genieße ich die Aussicht, schreibe, lese oder mache für ein paar Minuten die Augen zu. Zudem muss man sich keine Sorgen darüber machen, dass dem Leih-Wagen irgendetwas passieren könnte. Die lästige Parkplatzsuche fällt ebenso weg.
Das Ticket von Cairns nach Sydney im Hop-on-Hop-off-Stil hat 305€ gekostet. Das günstigste Auto welches ich damals gefunden habe um die 900€ für ca. einen Monat – der Tank kommt dann aber noch dazu. Mit dem Greyhound Ticket könnte man außerdem sogar noch länger reisen, solange man nur in eine Richtung unterwegs ist.
Selbstverständlich hat ein Bus auch seine Nachteile. Man ist um einiges weniger flexibel. Der Greyhound hält nämlich in den wichtigsten Orten, bleibt aber zwischendurch nicht stehen. Will man also einen bestimmten Spot zwischen dem einen und dem anderen Ort sehen, wird es relativ schwierig. Zudem fährt der Bus eine bestimmte Strecke nur ca. zwei Mal pro Tag. Aus diesem Grund, und weil die Busse meist doch ziemlich voll sind, muss man die Strecken immer bereits im Vorfeld buchen. Man kann die Buchung zwar noch ändern, jedoch muss man auf jeden Fall mehr planen, als dies mit dem Auto der Fall wäre.
Im Greyhound gibt es gratis WLAN. Dass dieses -wie viele sagen- nie funktioniert stimmt nicht ganz. Es kommt nämlich definitiv auf die Fahrt an. Manchmal hatte man nicht einmal eine Chance sich einzuloggen, manchmal funktionierte es jedoch ziemlich gut. An jedem Platz gibt es zudem die Möglichkeit das Handy zu laden. Die Sitze sind recht bequem und auch die 14-Stunden Fahrt über Nacht fand ich im Bus eigentlich ganz in Ordnung. Was mich gestört hat war, dass sie es mit der Klimaanlage meistens ziemlich übertrieben haben und es bei längeren Fahrten im Bus extrem kalt geworden ist. Ich würde im Greyhound also nie mit kurzer Hose sitzen – egal wie warm es draußen gerade ist.
Ich persönlich fand den Greyhound Bus eine gute Entscheidung. Das einzige große Manko war, dass ich dadurch hin und wieder auf Stopps verzichten musste, die ich mit dem Auto bestimmt eingelegt hätte.

australien greyhound bus

Halt #1: Cairns

Nach einem Abstecher nach Neuseeland (hier nachlesen) die Landung in Cairns. Es war spät am Abend und die Hitze des Tages trotzdem noch deutlich spürbar. Tropisch und eindeutig ein harter Kontrast zu Neuseeland, wo der Sommer noch nicht wirklich angekommen war. Am nächsten Tag dann die Erkenntnis, dass die Hitze untertags auf offener Straße beinahe unerträglich ist und man auch nicht wirklich vielen Leuten begegnet. Zudem erfuhren wir bald, dass gerade „Stinger Season“ war. Hätte man ruhig früher schon recherchieren können, dann wäre man nicht enttäuscht gewesen, dass baden an sämtlichen Stränden absolut nicht in Frage kam. Wenn dann nur in einem Stingersuit oder einem abgesperrten Bereich im Meer in welchem ein Netz gespannt war. Jedoch selbst dann war der Schutz vor giftigen Quallen nicht zu 100% gegeben.

Cape Tribulation (Daintree Rainforest, Port Douglas & 4 Mile Beach)
Wie bereits erwähnt – der größte Nachteil wenn man kein Auto hat ist: Wie kommt man an Orte, die abseits der Route liegen?
Diese Tatsache brachte mich schon beim ersten Halt der Ostküsten-Reise beinahe zum Verzweifeln. Ich wollte so gerne in den Daintree Rainforest und zum Cape Tribulation fahren, dafür aber nicht unbedingt eine dieser überteuerten Touri-Touren buchen.
Wie der Zufall es so wollte, schrieb genau an diesem Abend ein Typ in die Backpacker Australien Facebook-Gruppe, er würde am nächsten Tag zum Cape Tribulation fahren und sich über eine Begleitperson freuen.
Am nächsten Tag also die Fahrt zum Cape Tribulation. Die Strände und der Regenwald dort sind wirklich beeindruckend. Wer jedoch vor Ort irgendeine Krokodil-Bootstour oder ähnliches machen möchte, sollte dies früh genug buchen. Für uns blieb es dann beim Bestaunen der Strände (kein baden weil Krokodil-Gefahr) und einem Spaziergang durch den Regenwald mit einem Abstecher zu einem kleinen Badetümpel.
Hinweis: Für die kleine Daintree River Ferry 26$ einplanen.

Auf dem Weg zurück legten wir noch einen Halt in Port Douglas ein. Ein wirklich schöner kleiner Ort mit dem 4 Mile Beach, welcher super zum Baden wäre – gäbe es da nicht die Quallen.
Meine Mum meinte dann im Nachhinein ich solle doch bitte nicht einfach zu irgendwelchen fremden Männern ins Auto steigen, generell sind Facebook-Gruppen jedoch sicher eine tolle Möglichkeit, um andere Reisende kennenzulernen und Mitfahrgelegenheiten zu finden.

australien cape tribulation australien cape tribulation australien cape tribulation australien cape tribulation

The Great Barrier Reef
Wir hatten einen Kontakt zu Vorarlbergern erhalten, die vor vielen Jahren ausgewandert waren und nun bei Deep Sea Divers Den arbeiten. Aus diesem Grund statteten wir der Tauchschule gleich am ersten Tag einen Besuch ab und kurze Zeit später hatten wir dann auch schon unseren Tagesausflug zum Great Barrier Reef gebucht.
Ich habe natürlich keinen Vergleich wie andere Anbieter so sind, jedoch war ich mit Deep Sea Divers Den auf jeden Fall zufrieden. Man hatte von Anfang an das Gefühl, dass alles sehr gut organisiert war und dass das Personal sich gut auskannte. Wir blieben an zwei unterschiedlichen Spots im Great Barrier Reef stehen, um zu tauchen/schnorcheln. Ein gutes Buffet zu Mittag war auch inklusive.
Ich war bisher erst einmal in meinem Leben schnorcheln. Das war mit 13 bei den Florida Keys. Jedoch konnte ich mich nicht mehr wirklich daran erinnern und es war selbstverständlich nicht vergleichbar mit dem Great Barrier Reef. Auch wenn es traurigerweise wirklich nicht mehr so bunt ist, wie man es noch von Bildern kennt und sich das immer vorstellt, so war es für mich doch unfassbar beeindruckend diese Unterwasserwelt 1 Stunde vom Festland entfernt so nah beobachten zu können.
Tipp: Auch wenn du noch nie seekrank warst, sicherheitshalber auf jeden Fall Kwells in der Apotheke holen und ca. eine halbe Stunde vor Abreise zu dir nehmen.
Deep Sea Divers Den: 319 Draper St, Parramatta Park QLD 4870, Australien

australien great barrier beef

Cairns Central – Shopping Center
Normalerweise bin ich absolut kein Fan davon auf Reisen Zeit in einem riesigen Shopping Center zu verschwenden. Uns fehlten jedoch noch ein paar Dinge, die wir besorgen mussten und zudem kann es eine unglaubliche Erleichterung sein, an einem so heißen Tag ein klimatisiertes Gebäude zu betreten. Aus gutem Grund waren dort drinnen mehr Leute als auf der Straße.
Cairns Central, 1 – 21 McLeod St, Cairns City QLD 4870, Australien

Cairns Esplanade Swimming Lagoon
Eine weitere, spaßigere Möglichkeit sich abzukühlen ist die Cairns Esplanade Swimming Lagoon. Quasi ein gratis Freibad an der Esplanade. Ganz ohne Quallen und Krokodile.
52-54 The Esplanade, Cairns City QLD 4870, Australien

australien cairns
Kuranda Scenic Railway

Lange habe ich mir überlegt, ob es sich lohnt mit der alten Eisenbahn in das kleine Dorf Kuranda zu fahren. Manche meinten ja, andere wiederum beschrieben Kuranda als übertrieben touristisch. Die Ticketpreise sind auch nicht ohne und an dem Tag an dem ich beschloss die Tour trotzdem zu machen, gab es dann keine freien Plätze mehr. Sollte so sein, dachte ich mir und ich habe bis heute nicht das Gefühl, dass ich sonderlich etwas verpasst habe. Wer Zeit und Geld dafür hat, kann es sich vielleicht trotzdem überlegen.
126-144 Bunda St, Cairns City QLD 4870, Australien

Nicht weit von Cairns entfernt findet man zudem noch die Josephine Falls, die Millaa Millaa Falls und die Babinda Boulders. Wäre ich nicht mit dem Greyhound Bus unterwegs gewesen und hätte ich die Möglichkeit gehabt, hätte ich mir diese drei Naturphänomene auf keinen Fall entgehen lassen.

Halt #2: Mission Beach

Nach Cairns folgte eine Nacht in Mission Beach. Es war mir bewusst, dass es kleiner Ort war. Es stellte sich jedoch heraus, dass es ein sehr, sehr kleiner Ort war, der im Zentrum nur aus ein paar Cafés bestand. Das Beste was man in Mission Beach machen kann ist definitiv ein langer Strandspaziergang. Auch ist es ein Skydive-Hotspot mit Landung am Strand. Wenn ich zu diesem Zeitpunkt schon gewusst hätte, dass ich einmal aus einem Flugzeug springen möchte, hätte ich es wahrscheinlich dort gemacht.

australien mission beach

The Shrub
Das The Shrub war eine Empfehlung unseres Airbnb-Hosts und ist auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn man in Mission Beach ist. Es befindet sich nur ein paar Meter vom Strand entfernt, ist ziemlich easy going und auf junge Leute ausgerichtet. Mit regelmäßig Live Music, Billard-Wettbewerben und der Backpacker-Night hat es immer etwas zu bieten.
44 Marine Parade, Mission Beach 4852, QLD, Australien

Halt #3: Townsville

Strand Night Markets
Von Mai bis Dezember gibt es jeden ersten Freitag im Monat in Townsville den Strand Night Market, über welchen wir eigentlich eher zufällig gestolpert sind. Auf einer großen Wiese präsentieren unterschiedliche Aussteller ihre Werke und auch für das leibliche wohl wird mit Food-Trucks gesorgt. Besonders weil es am Abend stattfindet, herrscht dort eine wirklich tolle Atmosphäre.
The Strand / Strand Park, Townsville

Castle Hill Lookout
Meiner Meinung nach ein Must do, wenn man in Townsville ist. Wenn es unbedingt sein muss, dann mit dem Auto, aber besser fühlt man sich auf jeden Fall, wenn man es zu Fuß hinauf schafft. Dabei ist der Weg zwar nicht sonderlich weit und im Prinzip wäre es auch nur durchschnittlich anstrengend. Die Hitze ist im Sommer jedoch eine große Herausforderung. Der Airbnb-Host Ben empfahl uns deshalb ganz früh am Morgen loszustarten und den Sonnenaufgang zu genießen. Das passte nicht so ganz in unseren Plan, weshalb wir uns für die Sonnenuntergangs-Variante entschieden. Ben meinte dann wir wären verrückt zu dieser Zeit bei der Hitze hinauf zu wandern. Schlussendlich war es dann zwar hart und man will am Gipfel direkt die Icebucket-Challange starten, der wunderschöne Ausblick und der Anblick, wie die Sonne sich langsam über die Stadt legt sind jedoch Belohnung genug.

Australien Townsville Castle Hill Australien Townsville Castle Hill

Rockpool – The Strand
Auch in Townsville gibt es einen öffentlichen Pool, der mit Meerwasser gefüllt und regelmäßig gereinigt wird (jeden Mittwoch, deshalb dann geschlossen). Eine schöne Alternative zum Meer, wenn man keinen Stingersuit hat.
The Strand, Townsville

australien townsville rockpool

Magnetic Island
Ein Ticket für die Fähre nach Magnetic Island kostet hin- und retour um die 30$. Der Transfer dauert nur ca. 25 Minuten und die Fähren fahren regelmäßig den ganzen Tag über. Auf Magnetic Island gibt es unzählige Touren die man buchen kann, die jedoch natürlich alle seinen Preis haben. Wir sind es darum auf der Insel eher gemütlich angegangen. Mit dem öffentlichen Bus kommt man gut zu den wichtigsten Punkten. Es gibt sehr viele Wanderwege und wäre es an diesem Tag nicht so furchtbar heiß gewesen, hätten wir uns sicher auf den Weg gemacht, um vielleicht auch einen Koala in freier Wildbahn zu erleben (von denen es auf der Insel viele geben soll). Insgesamt fand ich Magnetic Island zwar sehr schön, würde es jedoch nicht als Must bezeichnen. Generell ist es sicher interessanter, wenn die Temperaturen angenehmer sind und man unterschiedliche Wanderrouten ausprobieren kann.

australien magnetic island

Halt #4: Airlie Beach

Whitsundays & Whitehaven Beach
Wer kennt sie nicht, die unbeschreiblich schönen Fotos vom Whitehaven Beach? Alleine schon wegen diesen, beschließen viele sich auf den Weg nach Australien zu machen. Daher ist eine Whitsundays Segel-Tour auf jeden Fall Pflicht! Ob ein- oder mehrtägig muss dabei jeder für sich entscheiden und ist natürlich auch eine Frage des Geldes. Ich persönlich fand den eintägigen Trip schon wirklich toll. Wir waren mit Cruise Whitsundays auf dem  Segel-Katamaran Camira unterwegs. Getränke (auch Bier, Sekt und Wein) und Essen waren inklusive. Wir legten wieder einen Stopp zum Schnorcheln ein und hatten auch am Whitehaven Beach genügend Zeit. Der Strand ist wirklich außergewöhnlich schön und es ist faszinierend, dass der Sand -egal wie sehr die Sonne darauf brennt- einfach nicht heißt wird. Ich hätte ewig in meinem Stingersuit im Meer an diesem Strand sitzen können.
Hinweis: Nicht bei jeder Tour ist auch der Aussichtspunkt (welcher von Postkarten etc. so bekannt ist) dabei. Dieser nennt sich Hill Inlet Lookout und wem es wichtig ist dort hinzukommen, der sollte sich im Vorfeld informieren, ob er auch wirklich mit dem Boot angefahren wird.

australien whitsundays whitehaven beach australien whitsundays whitehaven beach

Skydive
In Airlie Beach (bzw. in der Nähe davon), habe ich dann meinen Skydive gemacht. Eine unglaubliche Erfahrung, über die ich jedoch schon ausführlicher geschrieben habe (hier nachlesen).

Halt #5: Hervey Bay

Fraser Island
Hervey Bay hat an sich nicht sonderlich viel zu bieten, ist jedoch neben Rainbow Beach einer der Orte um eine Fraser Island Tour zu starten. Auch auf jeden Fall ein Muss, wenn man an der Ostküste Australiens unterwegs ist. Ich habe über Fraser Free die eintägige Explorer Premium Tour gebucht und war sehr zufrieden damit. Der Guide war unglaublich sympathisch und wusste über alles Bescheid. Zudem legten wir alle wichtigen Stopps ein und es war ein sehr intensiver und abwechslungsreicher Tag. Am meisten hat mich jedoch sowieso die Natur an sich fasziniert. Dass eine gesamte Insel einfach nur aus Sand bestehen kann, dass sogar sämtliche Straßen aus Sand sind und es mehrere natürliche Süßwasserseen auf Sanddünen gibt, ist einfach nur unglaublich. Einen Baby-Dingo habe ich auch gesehen – von dem niedlichen Aussehen der Tiere sollte man sich jedoch nicht blenden lassen und auf jeden Fall Abstand bewahren.

australien fraser island australien fraser island australien fraser island australien fraser island

Halt #6: Rainbow Beach

Carlo Sandblow
Der eine Tag in Rainbow Beach wurde ausgenutzt, um einen kleinen Spaziergang zum Carlo Sandblow zu machen. Wieder einmal ein Ort, um einfach nur über die Natur zu staunen. Eine riesige Sanddüne -auf der einen Seite der Blick aufs Meer, auf der anderen ins Landesinnere. Der Wind wirbelt den Sand auf, verwuschelt die Haare. Dort herumzurennen war ein wirklich befreiendes Gefühl.
Hinweis: Besonders schön, wenn man sich gleich auch noch den Sonnenuntergang ansieht.

australien carlo sandblow australien carlo sandblow

Halt #7: Maroochydore / Mooloolaba

Es stellte sich die Frage, wo ich an meinem Geburtstag sein wollte und was sich gerade gut mit den restlichen Destinationen verbinden ließ. Schlussendlich wurde mein Geburtstag in Maroochydore bzw. Mooloolaba gefeiert. Bei diesem Stopp stieg sonst niemand aus dem Greyhound Bus aus und auch sonst wird in Backpacker-Kreisen eher selten darüber gesprochen. Es schien eher ein Urlaubsort für Australier zu sein. Die Strände sind jedoch der Wahnsinn und beim Spazieren an der Promenade entlang kommt richtiges Urlaubsfeeling auf. Ich habe den Halt auf keinen Fall bereut und wäre wohl alleine schon damit zufrieden gewesen, noch tagelang die unglaublichen Wellen an den mehr oder weniger leeren Stränden zu beobachten.

australien maroochydore meer

Karma Waters Restaurant
Wer auf das Budget achtet, sollte in Australien Restaurants eher meiden. Am Geburtstag darf es dann aber doch etwas Besonderes sein und die Wahl fiel auf das Karma Waters. Für alle, die sich etwas gönnen möchten -auf jeden Fall eine Empfehlung!
5 Venning St & The Esplanade, Mooloolaba QLD 4557, Australien

Halt #8: Brisbane

In Brisbane habe ich mich auf Anhieb wohl gefühlt. Ich habe keine Ahnung woran das genau lag, aber die Stadt hatte für mich einen ganz besonderen Charme.

australien brisbane

Jan Power’s Brisbane City Market
Ein schöner kleiner Foodmarket mit zum Teil auch Probier-Optionen. Jeden Mittwoch von 8am – 6pm.
Hinweis: Am Nachmittag, wenn der Markt langsam dem Ende zugeht, gibt es einige Sachen vergünstigt. Die Beeren z.B. wurden uns quasi hinterher geworfen.
George St (end of Queen Street Mall), Brisbane City QLD 4000, Australien

australien brisbane market
Mrs. Fields (Bakery – Cafe)
Mrs Fields ist eigentlich eine Kette und gibt es nicht nur in Brisbane. Hier sind wir jedoch zum ersten Mal darüber gestolpert und ich muss es einfach erwähnen, weil mir diese White Chocolate Macadamia Cookies und vor allem auch die Caramel Fudge Cookies danach tagelang nicht mehr aus dem Kopf gegangen sind und ich in Sydney und Melbourne gleich wieder zum nächsten Mrs. Fields gerannt bin. Klingt bescheuert, aber wenn es um Cookies geht scherze ich nicht. Also nicht hinterfragen, sondern einfach probieren!
Shop 106, Myer Shopping Centre, Elizabeth Street, Brisbane City

CityHopper / CityCat
Auf dem Brisbane River fahren Fähren, mit welchen man gemütlich den Fluss überqueren kann, um auf die andere Seite der Stadt zu kommen. Der CityHopper ist kostenlos, fährt dafür aber langsamer und weniger Stationen an als der CityCat.

australien brisbane

State Liberary of Queensland
Wer Zeit hat, kann einen kleinen Abstecher in die State Liberary of Queensland machen. Im Prinzip ist es „nur“ eine Bücherei, der Ausblick auf die Stadt und den Fluss ist jedoch schon etwas Besonderes und eine Steckdose und WLAN können manchmal auch ganz nützlich sein.
Stanley Pl, South Brisbane QLD 4101, Australien

australien brisbane
GOMA – Gallery of Modern Art

Die Gallery of Modern Art ist kostenlos und wirklich sehr empfehlenswert. Keine klassische Gallerie, sondern wirklich sehr abwechslungsreich und kreativ gestaltet. Auch für Kinder ein Spaß!
Stanley Pl, South Brisbane QLD 4101, Australien

australien brisbane goma

Brisbane Greeters Tour
Ein Highlight in Brisbane war auf jeden Fall die kostenlose 4-stündige Tour, die wir mit Brisbane Greeters gemacht haben. (Meist pensionierte) Einheimische bringen dabei auf ehrenamtlicher Basis anderen Menschen die Stadt auf ihre Art und Weise näher. Wie gut die Tour ist, hängt selbstverständlich sicher immer von der Person ab, die sie macht. Unser Guide war jedoch eine außergewöhnlich tolle und motivierte Frau, die uns durch die gesamte Stadt führte und immer wieder Zusammenhänge zwischen ihrer eigenen Familiengeschichte und der Geschichte Brisbanes herstellte. Nach 4 Stunden zu Fuß in der Hitze, war unsere 5er-Gruppe erschöpfter als die Pensionistin, welche mit ihrem Elan wohl noch Stunden weitererzählen hätte können. Man spürte die Leidenschaft und ich würde die Tour auf jeden Fall wieder machen.
Kostenlos buchen bei: Visit Brisbane

australien brisbane greeters

Red Cross Cafe & Shingle Inn
Auf unserer Greeters Tour wurden uns zwei Cafes in/neben der Brisbane City Hall gezeigt, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem beide einen ganz besonderen Charme haben.
Das vom roten Kreuz geführte Cafe mit einfacher Einrichtung, günstigen Preisen und einem Night Cafe Angebot für obdachlose Jugendliche und das historisch bedeutsame, prunkvoll eingerichtete Shingle Inn, in dem Küchlein auf einem Etagère serviert werden.

australien brisbane city hall
South Bank Parklands

Einer der Gründe warum mir Brisbane so gefallen hat, waren bestimmt auch die South Bank Parklands. Es ist wunderschön hier entlang zu spazieren, in der Wiese ein Nickerchen zu machen oder in den öffentlichen Pools zu baden.

Mount Coot-tha Lookout
Mit dem 471er Bus kommt man von der Stadt direkt zum Mount Coot-tha Lookout. Selbstverständlich klappt das auch gemütlich mit dem Auto. Oben gibt es zwei Restaurants und eine Aussichtsplattform mit Blick über ganz Brisbane.

australien brisbane mount coot tha

Halt #9: Surfers Paradise

Von Surfers Paradise war ich persönlich nicht sonderlich begeistert. Klar, es gibt dort wieder einen schönen langen Sandstrand und unzählige Einkaufsmöglichkeiten, aber irgendwie ist das Ganze so unglaublich touristisch angelegt, dass es nach zwei Tagen auf jeden Fall auch schon wieder genug für mich war.

Skypoint Observation Desk
Auf Tripadvisor habe ich dann spontan doch noch etwas gefunden, das ich unbedingt machen wollte. Den Skypoint Climb am Q1 Tower. Geklappt hat das dann aber nicht ganz so wie ich wollte. Ich dachte nämlich, dass es beim Q1 Tower sowieso nur den Skypoint Climb gibt, sah dann vor Ort auch nur eine Kassa und war eh noch überrascht, dass der Preis mit 25$ zur Abwechslung einmal okay war. Voll auf das Abenteuer eingestellt, nun an der Spitze eines der höchsten Wohngebäude der Welt im Freien herumzuklettern, stieg ich in den Lift und fuhr nach oben. Alles was mich dort jedoch erwartete war eine 360° Panorama-Bar. Klar, die Aussicht war der Wahnsinn und ich bin froh, dass ich es gesehen habe. Wenn man jedoch etwas ganz anderes erwartet ist man dann doch ein wenig enttäuscht. Zudem sind 25$ für die Tatsache, dass man in maximal 10 Minuten alles gesehen hat doch wieder ganz schön viel. Vor allem wenn man alleine oben ist und nicht noch mehr Geld für einen Kaffee etc. ausgeben möchte. Hätte ich tatsächlich den Climb machen wollen, hätte es noch einmal 50$ zusätzlich gekostet. Außerdem war zu diesem Zeitpunkt für mich auch gar kein Platz mehr frei. Habt ihr also vor den Climb zu machen, solltet ihr euch auf jeden Fall früh genug informieren und einen Platz reservieren.
9 Hamilton Ave, Surfers Paradise QLD 4217, Australien

australien surfers paradise australien surfers paradise

Night Quarter
Nicht weit von Surfers Paradise in Helensvale gibt es einen ziemlich groß angelegten Night Market mit hauptsächlich Essen und auch Live Musik.
Jeden Freitag und Samstag von 4pm – 10pm. Eintritt: 3$.
1 Town Centre Dr, Helensvale QLD 4212, Australien

Halt #10: Byron Bay

Byron Bay ist das eigentliche Surfers Paradise und zudem auch ein Paradies für alle Chiller. In Byron Bay gelten eigene Regeln, viele spazieren Barfuß durch die Stadt und jeder scheint einfach nur gemütlich in den Tag hinein zu leben. So haben wir uns auch mit einer Kokosnuss an den Strand gelegt und dem Musikanten zugehört, der stundenlang gespielt hat. Entspannter geht es kaum.

australien byron bay beach australien byron bay beach

Cape Byron Walking Track
Was man sich in Byron Bay auch auf keinen Fall entgehen lassen sollte, ist der Spaziergang zum Leuchtturm. Ich habe generell in Australien diese Coastal Walks lieben gelernt. Man kommt oft aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, wenn sich an jeder Ecke eine neue atemberaubende Aussicht auftut. Auch die Liebe zu Leuchttürmen ist in Australien gereift. Somit war der Cape Byron Walking Track für mich also die perfekte Kombination und zudem hat man auf dem Weg auch gute Chancen Delphine zu sehen. Wir haben ein ganzes Rudel davon entdeckt.
Cape Byron State Conservation Area, Lighthouse Rd, Byron Bay NSW 2481, Australien

australien byron bay beach australien byron bay beach australien byron bay lighthouse

Nimbin Tour
Von Byron Bay aus kann man von unterschiedlichen Anbietern eine Tour in das Nimbin Dorf buchen. Schlussendlich haben wir uns jedoch dagegen entschieden, da man einen ganzen Tag unterwegs ist, die Bewertungen nicht sonderlich gut waren und man scheinbar in Nimbin fehl am Platz ist, wenn man keine Lust auf kiffen hat. Wer nicht gleich eine Tour buchen will, sondern einfach nur einen Transport braucht, kann auch den Nimbin Shuttle nehmen.

Halt #11: Coffs Harbour

In Coffs Harbour hatten wir nur einen eintägigen Stopp. Ich war an diesem Tag zudem noch halb krank, weshalb ich nicht allzu viel machen wollte/konnte. Wir haben uns dann gemütlich die Stadt angesehen, waren mit unserem Airbnb Host im Pub Quiz und später noch im Kino. Die Strände in der Nähe sollen ganz toll sein und eine Attraktion ist auch der Big Banana Fun Park, welcher aber eher für Kinder geeignet sein soll.

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Halt #12: Port Macquarie

Port Macquarie ist wieder einer dieser typisch australischen Orte. Ich muss generell sagen, dass mich abgesehen von Sydney, Melbourne, Brisbane und Adelaide die Städte an sich nicht sonderlich überzeugt haben. Es sind immer mehr die Strände und das Drumherum für das es sich lohnt.

Tacking Point Lighthouse
Auch in Port Macquarie haben wir einen schönen Coastal Walk gemacht. Der Strand direkt vor unserer Wohnung war der wunderschöne, kleine Flynns Beach, bei dem es sich auf jeden Fall lohnt sich den Sonnenaufgang anzusehen und mit ein wenig Glück Delphinen ‚Guten Morgen‘ zurufen zu können. Vom Flynns Beach sind wir dann auf dem kleinen Weg der Küste entlang bis zum Tacking Point Lighthouse gegangen, von wo man wieder einmal einen wunderbaren Ausblick hat.
Lot 2 Lighthouse Road, Port Macquarie NSW 2444, Australien

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Kängurus beim The Retreat Village
Am letzten Tag in Port Macquarie machte unser Airbnb Host mit uns eine kleine Tour mit dem Auto und zeigte uns das beeindruckende Villenviertel. Außerdem meinte sie, sie kenne einen guten Ort, um Kängurus in freier Wildbahn zu erleben. Wir vermuteten, dass wir mit Glück vielleicht eines sehen würden und waren dann ganz überwältigt, dass sich am Rande des „Seniorendorfes“ gleich so viele Kängurus tummelten.
3 Lincoln Rd, Port Macquarie NSW 2444, Australien

australien kängurus australien kängurus

Koala Hospital
Auch Koalas bekommt man in Port Macquarie zu Gesicht. Wenn man Glück hat, laufen sie sogar manchmal einfach direkt vor einem über die Straße. Wir haben sie jedoch leider nur im kleinen Koala Hospital gesehen.
Lord St, Port Macquarie NSW 2444, Australien

australien port macquarie koala

Poco Loco (Mexican Restaurant)
Da Weihnachten war, machten wir essenstechnisch wieder eine Ausnahme und suchten uns ein Restaurant in der Nähe unserer Unterkunft. Ich liebe mexikanisch und fand im Poco Loco sowohl die Nachos zur Vorspeise als auch die mexikanische Pizza zur Hauptspeise unglaublich lecker. Die Bedienung war zudem super nett.
53 Pacific Dr, Port Macquarie NSW 2444, Australien

Flynns Book Cafe
Ebenfalls in der Nähe unserer Unterkunft sind wir zufällig auf Flynns Book Cafe gestoßen. Eine kleine Bücherei mit Second Hand Books, welche gleichzeitig ein Café ist. Wirklich äußerst charmant, vor allem für LiteraturliebhaberInnen.
1/4 Flynn St, Port Macquarie NSW 2444, Australien

australien port macquarie book shop cafe

Halt #13: Newcastle

Auch in Newcastle sollte man nicht zu viel Zeit in der Stadt selbst verschwenden, sondern sich lieber auf die Küste fokussieren.

Newcastle Memorial Walk
Was man auf jeden Fall machen sollte ist der Memorial Walk mit großartigem Ausblick. In der Nacht ist dieser außerdem beleuchtet, was noch einmal eine ganz besondere Atmosphäre schafft.
24 Memorial Dr, The Hill NSW 2300, Australien

australien newcastle memorial walk australien newcastle memorial walk

Newcastle Ocean Baths / Merewether Ocean Baths
Trotz der unerträglichen Temperaturen sind wir gefühlt die gesamte Küste von Newcastle entlang spaziert. Abkühlung kann man sich in einem der mit Meerwasser gefüllten Pools verschaffen.
Newcastle Ocean Baths: Shortland Esplanade, Newcastle East NSW 2300, Australien
Merewether Ocean Baths: 5 Henderson Parade, Merewether NSW 2291, Australien

australien newcastle baths

Six Degrees – Drinks an der Waterfront
Nach einem langen Spaziergang an der Sonne haben wir den Tag mit kühlen Drinks am kleinen Hafen ausklingen lassen.
150 Wharf Rd, Newcastle NSW 2300, Australien

australien newcastle wharf

Halt #14: Sydney

Unsere Reise entlang der Ostküste endete in Sydney. Da dieser Beitrag jedoch sowieso schon sehr umfangreich ist, werde ich die Sydney-Tipps in einen eigenen packen.

Abschließend noch ganz wichtig: Esst euch wenn ihr in Australien seid unbedingt durch das Tim Tam Sortiment (die besten Kekse) und gönnt euch so viele Milky Bars mit gerösteten Coconut Flakes wie ihr könnt! Kein Scherz.

Die Route im Überblick:

route australien ostküsteaustralien route
Für alle, die das Ganze jetzt noch im Schnelldurchlauf in bewegten Bildern sehen möchten:

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5 Comments

  • Reply
    Christine
    7. Mai 2017 at 21:16

    Wow, Wow, Wow! Mir fehlen die Worte! Ich bin ganz begeistert von diesen tollen Bildern 🙂 In den letzten Wochen habe ich so viele tolle Berichte über Australien gelesen, dass ich schon ernsthaft am überlegen bin, ob es sich nicht 2018 irgendwie bei mir ausgehen könnte Down Under zu entdecken 😉

    • Valeria Anna
      Reply
      Valeria Anna
      8. Mai 2017 at 12:59

      Vielen, vielen Dank 🙂
      Ja mach das auf jeden Fall, wenn du irgendwie die Möglichkeit dazu hast!

  • Reply
    Lisa
    5. November 2017 at 5:17

    Toller Beitrag! Eine Frage wie lange warst du denn in Australien unterwegs? Ich habe nur 23 Tage und muss daher überlegen, was ich auslassen möchte…
    Danke dir! Freu mich auf deine Antowrt

    • Valeria Anna
      Reply
      Valeria Anna
      15. November 2017 at 10:19

      Hallo Lisa,
      vielen Dank 🙂
      In Australien waren wir. ca. 8 Wochen unterwegs. Jedoch nicht nur nur auf dieser Route. Wir waren davon ca. eine Woche in Sydney, knapp eine Woche in Melbourne und an der Great Ocean Road waren wir auch. Die Ostküste ist in 23 Tagen sicher machbar 🙂 Kommt aber natürlich immer drauf an wo man wie lange bleiben möchte.
      Ich wünsche dir auf jeden Fall jetzt schon einmal eine unvergessliche Zeit 🙂
      Liebe Grüße,
      Valeria

  • Reply
    Anke
    12. März 2018 at 22:37

    Hallo Lisa, warst du schon deine 23 Tage dort? Ich habe auch genau 23 Tage. Hast du Tipps?

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