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Und wer sagt mir jetzt was wirklich Bio ist?

Werbung – In Kooperation mit Tchibo

Einen Tag, nachdem ich mir den Film „The Green Lie“ von Werner Boote in einem Open-Air-Kino ansah, erreichte mich eine E-Mail von Tchibo. Ob ich Interesse hätte bei der Blogparade „Ich steh auf Bio“ teilzunehmen. Im Fokus soll dabei die neue Socken-Kollektion stehen, welche ab 11.09. bei Tchibo erhältlich sein wird. Warum? Weil diese Socken aus zertifizierter Bio-Baumwolle bestehen.

Nun wie gesagt habe ich am Tag zuvor den Film „The Green Lie“ gesehen. Eine Dokumentation, in der „Greenwashing“ thematisiert wird. Also die Methoden, welche Unternehmen anwenden, um in der Öffentlichkeit als besonders verantwortungsbewusst und umweltfreundlich wahrgenommen zu werden -obwohl sie es eigentlich gar nicht sind. Ich fand den Film ziemlich gut, jedoch ließ er mich mit einem „Alle sind böse und verarschen mich“-Gefühl zurück und bot dabei gleichzeitig nicht wirklich eine Lösung für das Problem. Denn scheinbar kann man sich bestimmte Gütesiegel einfach kaufen, nachhaltiges Palmöl soll eine Erfindung der Konzerne sein und „Bio“ ist schon längst ein Modewort, dessen Bedeutung ganz offiziell Auslegungssache ist.

Da ich die Kooperation mit Tchibo sehr gerne eingehen wollte, aber kein Fan von banalen „Hier sind Fotos, auf denen ich Socken von Tchibo trage.“-Blogartikeln bin, wollte ich das Ganze anders angehen. Ich habe mir meine Gedanken nach dem Film und die Bio-Baumwoll-Socken von Tchibo zum Anlass genommen. Ich wollte wissen, ob Tchibo wirklich ein verantwortungsbewusstes Unternehmen ist. Vor allem aber wollte ich auch wissen, ob und wie ich als KonsumentIn das überhaupt herausfinden kann. 

Also begann ich zu recherchieren.

Wenn man Tchibo und Nachhaltigkeit googelt, findet man gleich eine Menge durchwegs positiver Informationen. Natürlich zunächst einmal von Tchibo selbst. Aber dass ein Unternehmen über sich selbst gut schreibt ist eigentlich eh klar.
Was ich persönlich jedoch auf den ersten Blick sehr sympathisch fand, ist ein einleitendes Statement auf der Tchibo Website: „Ehrlich gesagt: Es gibt noch so einiges zu tun. Aber wir sind auf dem besten Weg und haben auch schon ein gutes Stück geschafft.“ Immer wieder definieren sie 100% nachhaltiges Handeln als ihr Ziel, geben aber gleichzeitig zu, noch lange nicht dort angekommen zu sein.
Tchibo setzt laut eigenen Angaben auf nachhaltigen Kaffee, nachhaltige Baumwolle und nachhaltiges Holz. Außerdem geben sie Upcycling-Tipps, haben Schulungsangebote für Farmer in fünf Ländern, fördern die Bildung von Kindern in Tansania und bieten in Deutschland mit „Tchibo-Share“ eine Möglichkeit an, Baby- und Kindermode zu mieten, statt neu zu kaufen. Tchibo nutzt den klimafreundlichen „GoGreen“-Versand der deutschen Post und in einem weiteren Online-Folder sehe ich etliche Zertifizierungslogos abgebildet. Auf Youtube gibt es Videos über die einzelnen Projekte und in einem davon stellt sich die Dame als Mareike aus dem „Tchibo Nachhaltigkeits-Team“ vor. 
Als interessierte Konsumentin, die Wert auf Nachhaltigkeit legt, bin ich nun überzeugt und hellauf begeistert, wenn ich mir ansehe, was Tchibo alles so angibt zu machen.

Aber wie gesagt, dass Tchibo über sich selbst gut schreibt und spricht ist klar. Wenn ich also kritisch bin, weil ich mich beispielsweise gerade am Tag davor eingehend mit dem Thema „Greenwashing“ beschäftigt habe, dann verlasse ich mich nicht nur auf das was das Unternehmen selbst sagt. Die erste logische Konsequenz ist also: Ich schaue was andere so über die Nachhaltigkeit von Tchibo sagen.
Und weil ich während meiner Studienzeit darauf gedrillt wurde, überprüfe ich auch immer gleich die Quelle und schaue mir an, wer denn das sagt und ob ich es als glaubwürdig und vor allem auch unabhängig einstufen kann. Und siehe da, WWF sagt mir, Tchibo gelte als Vorreiter in Bezug auf Bio-Baumwolle. Ich finde auch auf Anhieb drei wissenschaftliche Bücher auf GoogleBooks, welche über Tchibo als positives Beispiel einer nachhaltigen Geschäftspolitik berichten. Ich finde außerdem bei einer anderen Quelle die Info, dass Tchibo 2016 zu Deutschlands nachhaltigstem Großunternehmen ausgezeichnet wurde.
Zwei voneinander unabhängige Seiten berichten darüber, dass gerade am 14. August eine Sportkollektion ins Tchibo-Sortiment kam, bei der die 3/4 Laufhosen aus 17 recycleten PET-Flaschen und andere Teile aus ECONYL-Garn aus alten Fischernetzen bestehen. 

Aber kurzum: Ich habe in den Weiten des Internets unglaublich viel darüber gefunden, was Tchibo im Bereich Nachhaltigkeit alles macht. Klar könnte es noch mehr sein, aber dass sie auf dem Weg und noch nicht am Ziel sind, geben sie offen zu.
Ich persönlich habe auf jeden Fall ein sehr gutes Gefühl gegenüber Tchibo bekommen und hatte davor ehrlich gesagt keine Ahnung vom großen Engagement des Unternehmens.
Was mir jedoch wirklich zu denken gibt ist die Tatsache, dass ich mich als Konsumentin scheinbar nicht einfach auf das Wort „Bio“ oder ein Gütesiegel verlassen kann, sondern immer zuerst alles hinterfragen muss. Und selbst dann ist es nicht einfach herauszufinden, auf wen oder was man sich wirklich verlassen kann. 

Ich sollte eigentlich einfach nur ein Outfit zu den Bio-Socken zusammenstellen. Was gar nicht so einfach war, weil ich meine Socken normalerweise am liebsten so „unsichtbar“ wie möglich trage. Aber um einiges schwieriger als das Socken-Outfit, war auf jeden Fall der Bio-Aspekt des Ganzen. 


Auf dem Etikett der Socken steht „Bio“ und eigentlich sollte das genügen. Eigentlich sollte ich mich darauf verlassen können, ohne zuerst kritisch recherchieren zu müssen. Oder ein ganz anderer Gedanke: Warum ist nicht „Bio“ und „Fair“ das Normale und auf allen anderen Produkten steht „Ich wurde nicht nachhaltig produziert!“?

Das Greenwashing bestimmter Unternehmen gibt nicht nur den KonsumentInnen ein schlechtes Gefühl, sondern macht es leider auch anderen Unternehmen schwerer, in ihrer Nachhaltigkeits-Mission wirklich ernstgenommen zu werden.

VA

Ab Mittwoch könnt ihr auf dem Tchibo-Blog für mich voten und Wertkarten gewinnen.

Zum aus der Haut fahren

Es gab Abende, an denen ich sieben Mal aufs Klo rannte. Nicht weil ich so eine schwache Blase hätte. Ich rannte an manchen Abenden sieben Mal aufs Klo, weil meine Arme so sehr juckten, dass ich kurz davor war durchzudrehen. Weil ich am liebsten weinend aus dem Club gerannt wäre. Weil kratzen nur vorübergehende Befriedigung gibt, danach aber alles nur noch schlimmer ist.
Es gab Nächte, da wurde ich kreativ. Habe meinen ganzen Körper mit Alufolie eingewickelt. Weil ich mich selbst davon abhalten wollte mich blutig zu kratzen.
Es gab Tage in der Bibliothek, an denen ich eigentlich lernen sollte. Prüfungswochen standen kurz bevor. Vollste Konzentration erforderlich. Und ich saß da und hätte mir am liebsten meine Haut vom Körper gerissen.
Es gab Zeiten, da traute ich mich keine kurzärmeligen Sachen mehr zu tragen. Weil die ganzen Arme rot waren. Rot und rau und unansehnlich.

Schlaflose Nächte, keine Konzentration mehr, nicht in der Lage zu sein manche Dinge zu genießen. Von Neurodermitis haben die meisten schon gehört. Wie furchtbar unangenehm es sein kann, wenn sie die Überhand gewinnt, können jedoch wohl nur Betroffene nachempfinden.  

Seit ich auf der Welt bin gehört Neurodermitis genauso zu mir wie alles andere an meinem Körper. Als Kind haben meine Mama, Oma und Uroma unzählige Diäten, Cremen, homöopathische Methoden und vieles mehr mit mir ausprobiert. Ohne wirklich herauszufinden woran es tatsächlich liegt, dass es manchmal halbwegs gut geht, und manchmal der gesamte Körper davon übersät ist. Eine Mischung aus dem Essen und psychischen Faktoren wie z.B. Stress – so etwas in diese Richtung, war die schlussendliche Annahme.

Wenn es dann da war, half bei mir früher nur eine Creme. Parfenac. Die man dann ein paar Jahre später nicht mehr kaufen konnte. Irgendeine verbotene Substanz soll sich darin befunden haben. Das ist jetzt ziemlich lange her. Und seitdem habe ich nichts gefunden. Nichts was mir hilft Stellen mit ausgeprägter Neurodermitis auf meiner Haut in den Griff zu bekommen. Außer Kortison. Was bekannter Weise auf Dauer nicht sonderlich gesund ist.
Inzwischen ist meine Neurodermitis längst nicht mehr so stark wie früher. Nur meine Hände sind beinahe immer übertrieben rau und entzünden sich häufig, schwellen dadurch an und machen schlafen durch den Juckreiz oft zur Qual. Alle anderen Körperstellen scheinen sich mehr oder weniger erholt zu haben. Wenn ich jedoch auf blöde Ideen komme, gibt mir die Neurodermitis Bescheid, dass sie noch da ist. Und verdammt hartnäckig sein kann. Wie zum Beispiel wenn ich meine, dass ich doch nach so langer Zeit inzwischen sicher ganz normale super fancy Sonnencreme wie alle andern verwenden könnte. Falsch gedacht.

Ihr merkt, meine Haut ist nicht nur sensibel. Sie ist ein Projekt. Und irgendwelche überparfümierten Duschgels oder Bodylotions mit Glitzer von Victoria’s Secret traue ich mich nicht einmal anzusehen.
Das hat auch Vorteile. Wie wild Drogeriemärkte leer zu kaufen kommt für mich nicht in Frage. Ich muss mir meine Produkte sehr gezielt aussuchen. Denn bereits eine ganz normale Seife, kann meine Haut reizen, sie austrocknen und der Neurodermitis einen Nährboden bieten.

Vor kurzem hat man mich auf nartu aufmerksam gemacht. Bei Marken, die auf natürliche Substanzen mit biologischer Herkunft setzen und bewusst auf Farbstoffe, Parabene und synthetische Konservierungsstoffe verzichten weiß ich, dass ich gute Chancen habe Produkte zu finden, die meiner Haut nicht schaden. Zudem kommen die meisten Produkte von nartu ganz ohne Parfum aus bzw. enthalten sie wenn dann nur verarbeitete ätherische Öle.
Ich durfte freundlicherweise ein paar Produkte testen und habe mich für das Dusch-Shampoo Aloe, den Lip Balm Peach und die Pflegecreme Vine Extract entschieden. Letztere hauptsächlich deshalb, weil ich zuvor in der Beschreibung den Wirkstoff Ballonrebe entdeckt habe, welcher entzündungshemmend, juckreizstillend, antiekzematös und feuchtigkeitsspenden wirken soll und sogar als natürliches Kortison bezeichnet wird.
Es traf sich dann ziemlich gut, dass meine Hände wieder ziemlich stark von Neurodermitis befallen waren. Normale Pflegecremen helfen bei mir zwar bei Trockenheit, nicht jedoch bei bereits entzündeten Stellen. Ich kann ganz ehrlich sagen, dass bisher keine Creme ohne Kortison so wirksam war wie die Regenerationscreme von nartu. Sie riecht unheimlich gut, ohne Parfum zu enthalten. Aber noch viel wichtiger – sie ist tatsächlich juckreizstillend und meine Neurodermitis ging zurück, ohne dass ich meine Notfalls-Kortison-Creme anrührte. Klar hat es um einiges länger gedauert. Homöopathie wirkt eben langsamer. Sie ist jedoch auch um einiges schonender und somit besser für die Haut.

Auch das Dusch-Shampoo ist sehr angenehm und ich habe dadurch keine gereizte Haut bekommen, wie es bei üblichen Duschgels sonst oft der Fall ist. Ich habe es zusätzlich auch gleich für die Haare verwendet und bemerkt, dass es diese vielversprechenden künstlichen Shampoos eigentlich gar nicht zwingend braucht. Ein natürliches Shampoo erzielt mindestens denselben Effekt.
Den Lip Balm Peach mag ich ebenfalls gerne. Zwar bevorzuge ich normalerweise Sticks und nicht diese kleinen Dosen, seinen Zweck auf den Lippen erfüllt er jedoch hervorragend.

Ich möchte mir als nächstes auf jeden Fall die Reinigungsmilch und vielleicht auch das Ingwer-Körperöl oder die Tagescreme bestellen. Für alle, die wie ich unter einer übersensiblen Haut leiden, kann ich den nartu-Shop also guten Gewissens empfehlen. Wenn ihr euch die Produkte und alles weitere ansehen möchtet, um euch selbst zu überzeugen – hier entlang.

Für Neurodermitis-Menschen wie mich gibt es jedoch auch von der La Roche-Posay-Front erfreuliche Neuigkeiten. Ich habe nämlich vor kurzem die Lipikar-Produkte entdeckt, welche als ‚Basispflege für Neurodermitis‘ gelten. Für mich die perfekte Ergänzung zur Regenerationscreme von nartu ist dabei der rückfettenden Balsam ‚Lipikar Baume AP+‘. Dieser enthält ebenfalls keine Duftstoffe und ist sehr gut geeignet für extrem trockene Haut. Zudem soll er auch juckreizlindernd und hautberuhigend sein. Ich habe ihn die letzten Tage nicht zur akuten Neurodermitis-Behandlung verwendet, sondern als Feuchtigkeitsspender und ich finde ihn wirklich sehr angenehm als Basis-Körperpflege.

Neurodermitis ist wortwörtlich zum aus der Haut fahren. Wie oft ich komplett verzweifelt und hilflos war. Wie oft ich mich dadurch eingeschränkt gefühlt habe, es verstecken wollte, das Gefühl hatte, mir die ganze Haut vom Körper kratzen zu wollen.
Die Haut ist das sichtbarste Organ, was das Ganze oft noch schlimmer macht. Jedoch habe ich gelernt, dass es nichts bringt sich dadurch komplett verrückt machen zu lassen. Wichtig ist es einfach der Neurodermitis die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Einfach darauf zu achten, was man sich auf den Körper schmiert und nicht irgendwelchen supercoolen, aber vollkommen künstlichen und hautirritierenden Produkten nachtrauern. Wir essen ja auch nicht ständig Junk-Food, genauso sollten wir unserer Haut nicht irgendwelche Junk-Pflege zumuten. Was nicht nur für Menschen mit Neurodermitis gilt, sondern weitestgehend für alle.

Ich freue mich übrigens immer sehr über weitere Pflege-Tipps. Wer also auch gute Produkte für/bei Neurodermitis kennt, kann sie mir gerne per Kommentar oder Nachricht zukommen lassen.

VA

*dieser Beitrag enthält PR-Samples

Best of February

Der März ist schon ein paar Tage alt. Aber bevor ich jetzt wieder darüber jammre, dass die Zeit viel zu schnell vorbei geht, verliere ich keine großen Worte, sondern stelle euch direkt meine persönlichen „Best of February“ vor.

„Warum du auf keinen Fall auf Weltreise gehen solltest“ ist ein toller Artikel, der allen Vorurteilen, die gegen eine Reise um den gesamten Globus sprechen, den Wind aus den Segeln nimmt.  Für mich besonders interessant, weil dieser Traum endlich langsam immer näher rückt und nicht mehr in unerreichbarer „in 10 Jahren vielleicht“-Ferne liegt. Zudem packt Laura von ‚Placeless‘ auch noch ein paar weitere nützliche/inspirierende Links mit in ihren Beitrag.

„Ich liebe meine Schuhe. Ich liebe meine Bücher. Ich liebe meine Möbel und all die Erinnerungen, die daran hängen. Aber weißt du was ich mehr liebe? Neue Kulturen, Gerüche, Gespräche mit Einheimischen, das Lächeln der Flugbegleiterinnen, das mir bewusst macht, dass ich endlich wieder auf Reisen bin.“ 

Auf Mode- und Lifestyleblogs, die aus der Feder eines Mannes stammen, stößt man nicht so häufig, weshalb es mich umso mehr gefreut hat einen zu finden, der noch dazu Geschichten direkt aus dem Leben erzählt und interessante Gedanken und Themen anspricht. In der Kolumne „Von Männlichkeit und Weiblichkeit und Britney Spears Songs.“ ist der Titel Programm. Nicht nur Frauen werden ständig mit Vorurteilen konfrontiert, wie sie denn „zu sein haben“. Es gibt Ansprüche aus der Gesellschaft, die inzwischen zum Teil so hoch und fast schon absurd sind, dass ihnen keiner mehr gerecht werden kann. Zudem: Wer bestimmt schon was wirklich männlich und wirklich weiblich ist und dürfen wir nicht einfach „ich“ sein, egal wie wir geborgen wurden? Riccis Geschichte dazu ist lesenswert!

„Ich für meinen Teil habe alles über einen guten Händedruck von meiner
Mama gelernt, die laut gesellschaftlicher Definition super feminin ist
und zugleich auch der stärkste Mensch, der mir je begegnet ist.“

„Ich weiß es nicht, was ich jedoch wusste, war dass ich im Gegensatz zu
ihm ein Leben führen wollte, in dem ich selber der Regisseur über mein
Glücklichsein war und nicht irgendeine gesellschaftliche Konvention.“

Elisa gibt „Tipps und Tricks: Als Selbstständiger motiviert bleiben“. Ich bin zwar nicht im eigentlichen Sinne eine Selbstständige, aber momentan fühle ich mich doch so. Schließlich muss ich meine Masterarbeit schreiben, mache meinen Nebenjob im Home Office, schreibe die Blogbeiträge von zu Hause aus und probiere einen Roman zu schreiben. Okay nein. Do or don’t, there is no try. Also: …und ich schreibe einen Roman.
Dass ich, außer zur Psychotherapie-Ausbildung (welche wenn dann immer nur abends und am Wochenende ist) untertags eigentlich nicht aus dem Haus muss, ist für mich irgendwie immer noch ungewohnt und es fällt mir schwer eine richtige Routine zu finden. Routinen sind aber wirklich das Um und Auf. Auch andere Tipps, wie sich anziehen, klingen zwar banal, aber es macht tatsächlich einen Unterschied, ob ich den ganzen Tag nur in meinen Gammelklamotten arbeite oder motiviert aufstehe und mich anziehe, so wie ich das bei jeder anderen Arbeit auch tun würde. Es geht hier viel um die eigene Einstellung und darum, sich auch ein bisschen selbst auszutricksen um motiviert zu bleiben. Aber lest einfach Elisas Beitrag, dann wisst ihr Bescheid.

Auch Maribel ist in diesem ‚Best of‘ wieder dabei. In ihrem Artikel „Ewiges Mittelfeld“, schreibt sie, wie es ihr immer schwerer fällt in Anbetracht der wachsenden Konkurrenz an dem festzuhalten, was sie am liebsten tut: schreiben.

„Der Traum mal einer von ‚ihnen‘ zu werden, rein qualitativ und im Blick
auf den Mehrwert für den Leser, schien mir zunehmend kleiner und kleiner
zu werden. Was darunter leidet? Die Quantität, die Kreativität, der Mut.“

Man kann ihre Worte jedoch nicht nur auf das Schreiben beziehen, sondern sie treffen auch auf so viele andere Bereiche zu. Weil es inzwischen überall ‚viele‘ gibt. In der BWL, im Marketing, im Musik-Business. Und auch viele sind gut. Werden immer besser.
Weshalb es uns immer schwerer fällt, uns von den anderen abzuheben.
Weshalb es auch immer schwieriger wird nicht aufzugeben.

Ich
liebe meine Schuhe. Ich liebe meine Bücher. Ich liebe meine Möbel und
all die Erinnerungen, die daran hängen. Aber weißt du was ich mehr
liebe? Neue Kulturen, Gerüche, Gespräche mit Einheimischen, das Lächeln
der Flugbegleiterinnen, das mir bewusst macht, das ich endlich wieder
auf Reisen bin. – See more at:
http://placeless.de/die-weltreise/warum-du-auf-keinen-fall-eine-weltreise-machen-solltest/#sthash.ORENpJXh.dpuf
Ich
liebe meine Schuhe. Ich liebe meine Bücher. Ich liebe meine Möbel und
all die Erinnerungen, die daran hängen. Aber weißt du was ich mehr
liebe? Neue Kulturen, Gerüche, Gespräche mit Einheimischen, das Lächeln
der Flugbegleiterinnen, das mir bewusst macht, das ich endlich wieder
auf Reisen bin. – See more at:
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Ich
liebe meine Schuhe. Ich liebe meine Bücher. Ich liebe meine Möbel und
all die Erinnerungen, die daran hängen. Aber weißt du was ich mehr
liebe? Neue Kulturen, Gerüche, Gespräche mit Einheimischen, das Lächeln
der Flugbegleiterinnen, das mir bewusst macht, das ich endlich wieder
auf Reisen bin. – See more at:
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Ich
liebe meine Schuhe. Ich liebe meine Bücher. Ich liebe meine Möbel und
all die Erinnerungen, die daran hängen. Aber weißt du was ich mehr
liebe? Neue Kulturen, Gerüche, Gespräche mit Einheimischen, das Lächeln
der Flugbegleiterinnen, das mir bewusst macht, das ich endlich wieder
auf Reisen bin. – See more at:
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Ich
liebe meine Schuhe. Ich liebe meine Bücher. Ich liebe meine Möbel und
all die Erinnerungen, die daran hängen. Aber weißt du was ich mehr
liebe? Neue Kulturen, Gerüche, Gespräche mit Einheimischen, das Lächeln
der Flugbegleiterinnen, das mir bewusst macht, das ich endlich wieder
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The Happy Show – diese 10 Zitate werden dich nicht glücklicher machen

„The Happy Show“ ist eine Ausstellung von Stefan Sagmeister, welche aktuell noch bis 28.3. im MAK Wien zu sehen ist. 10 Zitate daraus möchte ich euch heute vorstellen und ein bisschen meine Gedanken dazu spielen lassen.
(Ach ja und wer in Wien ist – hingehen!)
Now is better.

Jetzt und nicht irgendwann. Jetzt und nicht morgen.
Dass früher alles besser war ist eine Lüge und wenn nicht, dann ist jetzt trotzdem das Einzige was ich habe.
Warum also nicht gleich jetzt mein Leben in die Hand nehmen. Warum nicht jetzt glücklich sein und nicht erst wenn alle möglichen Umstände um mich herum verändert sind. Weil nie alles so perfekt ist, wie wir uns vorstellen dass es sein muss, damit man endlich glücklich sein kann.
Es liegt sehr viel an uns. In uns. Denn egal wie erfolgreich, egal wie schlank, egal wie reich – wir können immer noch irgendetwas finden an dem mir etwas auszusetzen haben. Etwas das zuerst beseitigt werden muss, noch ein Dorn im Auge auf dem Weg zum Glück ist. Glück ist aber kein Ziel. Es soll ja bleiben und nicht nur erreicht werden, oder?!
Ich kann ständig sagen: „Ich bin erst glücklich wenn … und wenn …. und wenn ….!“
Aber: Now is better.

 

Everybody always thinks they are right.

Ich habe mir länger über diesen Satz Gedanken gemacht. Und er trifft zu. Und irgendwie dachte ich mir dann, dass es auch einen simplen Grund gibt, warum er zutrifft. Ich sage ja im Normalfall nicht etwas, behaupte etwas, vertrete etwas, von dem ich denke dass es falsch ist. Jeder hat eine andere Wahrheit, die für ihn die richtige ist und wenn das so ist, wenn „recht haben“ subjektiv wird, haben plötzlich alle recht.
Auch wenn ich felsenfest davon überzeugt bin, dass Rassismus scheiße ist, gibt es Menschen die mit Leib und Seele gegen alles sind was „fremd“ ist. Ich glaube ich habe recht, weil ich es schlecht finde menschenverachtend zu sein. Aber sie wiederum glauben sie haben recht, weil sie die „Kultur wahren“ oder was ihnen sonst noch alles so einfällt. Wer hat jetzt recht?

„Schreib ihr einfach noch einmal wie du das gemeint hast und erklär es ihr! Du hast ja recht, dass das nicht in Ordnung ist so wie das abläuft!“
„Tja, aber sie versteht es nicht! Everybody always thinks they are right.“
Witzig, dass ich genau diesen Satz ca. 3 Stunden nachdem ich die Ausstellung besucht hatte so stark spüren musste.

 


Over time I get used to everything at start taking it for granted.

Er sagt, „Ich liebe dich“ klingt von einer neuen Bekanntschaft viel aufregender, als von der Person mit der man schon lange zusammen ist. Ich weiß prinzipiell was er meint, worauf er hinaus will. Aber in diesem speziellen Fall kann ich ihm nicht zustimmen, weil ich kein Kompliment und keine schönen Worte von irgendjemand lieber höre als von meinem Freund.
Ich weiß aber, dass es vielen so geht und ich weiß auch, dass mir in manch anderen Bereichen genau dies immer wieder bewusst wird.
Man gewöhnt sich irgendwie an alles und alles was man hat ist dann die Grundvoraussetzung, die Basis, die gegeben sein muss. Wenn etwas fehlt, dann fällt das auf.
Im Moment fallen mir so viele Dinge ein, die ich gerne erreichen würde, wo ich gerne hin würde, was ich unternehmen möchte und irgendwie momentan nicht kann. Und oft verliere ich dann den Fokus. Auf das was vor mir liegt. Auf das was ich schon erreicht habe und worauf ich stolz sein kann.
Es ist immer Luft nach oben, aber manchmal darf man den Weg, den man schon hinter sich gelegt hat nicht außer Acht lassen. Die Kämpfe, die Zeit, das Herzblut, die Menschen, die einen an diesen Ort gebracht haben, an dem man nun ist. An dem man ganz bestimmt nicht nichts hat, sondern immer noch mehr als viele andere.

Feel others feel.

Empathie. Wie viel freundlicher die ganze Welt doch mit ein klein wenig mehr Empathie aussehen würde. Es sollte sich jeder einen richtig großen Schluck davon nehmen, wenn nicht gleich à la Obelix in die gesamte Brühe fallen.
Viele der schlechten Nachrichten, mit denen wir über TV, Zeitungen und Internet täglich überschüttet werden, würde es in dieser Form nicht geben.
Feel others feel. Fühl nicht nur dich selbst, sondern fühl auch, was andere fühlen. (Bis zu einem bestimmten Grad, selbstverständlich.)

If I don’t ask I won’t get.

Ein Satz, den ich mir wohl irgendwohin tätowieren lassen sollte, den ich aber inzwischen eh schon um einiges besser umsetzen kann als früher.
Eine gewisse „Scheiß egal!“-Einstellung ist hier von Vorteil.
Ich stelle mir immer das vor, was ich gerne hätte. Wenn ich dafür etwas Unangenehmes tun muss bzw. über meinen Schatten springen muss, um eine bestimmte Person zu fragen, denke ich immer daran was denn das Schlimmste ist, das passieren kann. Und oft ist das gar nicht so schlimm. Oft ist das sogar alles andere als schlimm.
Weil wenn ich nicht frage, bekomme ich es sowieso nicht. Wenn ich es aber tue, dann besteht immerhin die Möglichkeit und wenn dann sogar noch etwas Positives daraus resultiert ist das reiner Gewinn.
Ganz hilfreich ist es auch sich zu überlegen, was diese eine simple Frage, diese wahnsinnige Überwindung die man gerade verspürt und eine mögliche Absage denn in 10 oder 20 Jahren noch für eine gravierende Bedeutung hat. Meistens ist die Antwort: Nichts. Rein gar nichts. Darum: Go for it!

 

Being not truthful always works against me.

Wenn ich ganz ehrlich bin, dann bin ich meistens ganz ehrlich. Nur ‚meistens‘ weil niemand noch nie gelogen hat. Ich bin manchmal sogar etwas zu ehrlich. Gerechtigkeitsfanatikerin Nr. 1.
Und ich bin da ganz beim Herrn Sagmeister – ich finde schon eine kleine Notlüge aufrecht zu erhalten so furchtbar mühsam, dass ich es lieber gleich lasse. Könnte ja sein, dass die Person noch etwas nachfragt. Und mir zu merken, welche Geschichte ich mir denn ausgedacht habe und wie das jetzt mit dem Rest zusammen passt, das ist mir dann echt zu blöd. Noch dazu kommt das schlechte Gewissen. Hate it!

 

Everything I do always comes back to me.

Nicht nur ist Karma eine Bitch, sondern auch was man sät das erntet man. Was ich tue, macht mich aus. In was ich investiere, kann später Früchte tragen. Wo ich meine Prioritäten setze, dahin geht mein Weg. Im Grunde liegt es an mir. An dem was ich tue.

Trying to look good limits my life. 

Der Satz brachte mich zum Schmunzeln, weil ihn wohl jeder irgendwie nachvollziehen kann, ich aber eigentlich noch nie mit einer so simplen und treffenden Aussage konfrontiert wurde.
Ich bin mir selbst noch nicht ganz sicher wie genau ich es für mich interpretieren soll und inwiefern es in meinem Alltag zutrifft.
Wahrscheinlich limitiert ‚trying to look good‘ hauptsächlich meinen Nutella-Konsum und enge Hosen sind eigentlich auch nicht immer ganz so bequem -wenn wir schon dabei sind ehrlich zu sein.

 

Jammern ist dumm. Entweder ich handle, oder ich vergesse es.

So wahr und doch so schwer. Manchmal tut jammern nämlich gut. Es befreit und danach kann es wieder bergauf gehen. Das wäre wohl zumindest der Idealverlauf. Nicht selten dehnt sich das Jammern dann aber aus und man beschwert sich über Dinge, die man einfach „nur“ anpacken müsste und schon wäre das Problem kein Problem mehr.

Actually doing the things.

Dieser Satz schließt an den vorherigen an und ich möchte euch nicht vorenthalten wie das ganze Zitat lautet, da ich mich darin zu 100% wiederfinden konnte und bestimmt nicht die Einzige bin:

Actually doing the things I set out to do increases my overall level of satisfaction.
Immer wenn ich denke „Das sollte ich machen.“ oder „Das sollte ich ausprobieren.“ und es dann doch nicht mache, hinterlässt die unausgeführte Handlung eine leere Stelle in meinem Inneren. 
Außerdem entgeht mir das befriedigende Gefühl, ein Projekt abgeschlossen zu haben. 

Ich komme leider selbst auch absolut nicht gut damit klar, wenn ich etwas nicht mache, das ich mir vorgenommen habe.
Was dagegen helfen würde?

Actually doing the things!
Und nicht immer nur davon reden.
Denn das kann jeder.

 

VA

Best of January

Februar. Wir schreiben tatsächlich schon Februar. Der erste Monat des neuen Jahres ist wieder einmal wie im Flug vergangen. Ich habe euch für den Jänner ein kleines ‚Best of‘ zusammengestellt, damit ihr seht, was mich diesen Monat so bewegt hat. Ich hoffe, dass auch für euch interessante Beiträge dabei sind!

Ich mag ihren Blog ja generell sehr gerne. Weil er sich abhebt von den ganzen Blogs, bei denen ich mir an den Kopf greife, weil die Texte so schlecht sind, oder man eben nur ein nettes Design und nette Fotos vorfindet, aber irgendwie kein Gefühl vermittelt bekommt. Bei Maribel ist das anders, weil man merkt, dass ihr Herz und eine aufrichtige Leidenschaft dahinter stecken. Passend dazu also ihr Text „Bloggen ist harte Arbeit.“ – Halt die Fresse!. Das beste Zitat daraus, welches ich nie mehr vergessen werde, weil es so treffend formuliert ist: „Wenn nur 1% das Schreiben des Artikels ist, dann hast du da ungefähr so viel Liebe reingesteckt, wie ein Freier in eine Nutte.“

Carinas life update: why i moved to berlin ist ein kleiner und kurzer Auszug aus ihren Gedanken zu  Neujahrsvorsätzen, Anfängen und dem Erwachsenwerden.
Ihr Schlusssatz gefällt mir besonders gut: „Ich will nicht darüber reden wo ich war und nachdenken wohin ich will,
ich will bleiben. Ich will kein Ziel haben, ich will das Ziel sein.“

Ein wunderschönes Projekt, hat Röra Blue ins Leben gerufen. „Wenn du deiner ersten Liebe eine Nachricht senden solltest, jetzt, sofort – was würdest du schreiben?“ ist der Ausgangspunkt für ihr #unsentproject. Mehr darüber könnt ihr hier lesen. Für mich wieder einmal ein klassischer Fall von: ‚Mensch, wieso war das nicht meine Idee?‘.

Tief in meinem Herzen bin ich eine heillose Romantikerin. Langzeit-Liebesgeschichten von alten Menschen tun es mir dabei besonders an, da ich einen unglaublichen Respekt vor Personen habe, die es schaffen ihre Beziehung ein Leben lang aufrecht zu erhalten. Denn welcher Erfolg ist größer und erfüllender als eine langanhaltende Liebe?
Immer wieder schön zu sehen ist dabei auch, dass es offensichtlich keinen ‚one best way‘ gibt. So unterschiedlich wie wir Menschen alle sind, so unterschiedlich sind auch die Paare, ihre Liebesgeschichten, ihre Erfolgsrezepte -was man auch hier gut erkennen kann.  
Meine Lieblingsstelle: „Wir kommen immer an erster Stelle. Wir sehen uns als ein Projekt, das
nur wir beide managen und in das sich auch niemand, nicht einmal unsere
Kinder, jemals einmischen kann.“

Und dieser Mann hat mich mit seiner besonderen Art seine Geschichte zu erzählen beinahe zu Tränen gerührt.

Ich schätze, dass dieses Video sowieso an keinem vorbei gegangen ist. So witzig es ist, regt es gleichzeitig auch zum Nachdenken an wie viel Druck sich Frauen (aber genauso auch Männer) manchmal aufladen, weil es scheinbar von ihnen „erwartet“ wird. Doch wer stellt diese Erwartungen? Haben wir es nicht selbst in der Hand, dieses Bild gemeinsam zu verändern?

Für alle, denen es im Video zu schnell geht, oder die es sich einfach noch einmal gerne in Ruhe zu Gemüte führen wollen:

„Was muss die Frau alles sein? Sie muss Topmodel-mager-schlank sein, aber sie muss auch Kinder wollen. Die muss sie im richtigen Moment wollen. Also nicht mit 20, aber auch nicht mit 40. 20 ist zu früh, 40 ist zu spät. Sie muss die richtige Zahl der richtigen Kinder mit dem perfekten Mann im richtigen Moment kriegen. Die richtige Zahl ist nicht 1, das ist ego, aber auch nicht 5, das ist assi. Es muss irgendwo dazwischen liegen. Wenn sie die Kinder hat muss sie arbeiten. Sie muss Karriere machen und zwar selbstbewusst, aber nicht als Emanze. Aber emanzipiert muss sie sein. Selbstbewusst, emanzipiert, feministisch, organisiert und überhaupt gut drauf. Und während sie Karriere macht, muss sie gleichzeitig zu Hause bleiben – sie darf keine Rabenmutter sein. Wenn sie zu Hause ist, muss sie trotzdem Karriere machen. Sie muss weiterhin Topmodel-mager-schlank sein, man darf ihr die Kinder die sie gekriegt hat nicht ansehen. Zu Hause muss sie außerdem Hure, Liebhaberin, beste Freundin, Mutter und alles auf einmal sein. Und den Stress den sie hat, den darf man NIEMALS spüren!

Aus euren „Einsendungen“ habe ich zudem noch einen weiteren interessanten Text ausgewählt:

Patrick findet in seinem Artikel Deutschland kein Wintermärchen einen schönen und passenden Vergleich für die aktuelle politische Lage, die er momentan als sehr eisig empfindet.
„Der frische Schnee wird zu Matsch zertrampelt, braunen Matsch, noch
bevor er uns seine Vielfältigkeit und Einzigartigkeit zeigen kann.“

Musik-Entdeckung im Jänner:
Gabrielle Alpin – Salvation
„I never meant to fall for you but I was buried underneath“

VA

1 second everyday – 1 Jahr in 365 Sekunden

Ich habe es getan.
Jeden Tag.
Ein Jahr lang.
1 Sekunde pro Tag.
365 Sekunden im Jahr.
Ein Jahr meines Lebens im Schnelldurchlauf.

Wovon ich spreche?
Die App „one second everyday“ hat mich nun ein Jahr lang begleitet. Täglich habe ich eine Sekunde meines Lebens festgehalten. Vom 22.12.2014 bis zum 22.12.2015. Und jetzt ist es endlich soweit. Ich halte das Ergebnis „in Händen“ und bin irgendwie stolz, dass ich es durchgezogen habe, obwohl ich dafür ja eigentlich gar nicht so viel tun musste.

Ich habe mein Projekt kurz nachdem ich das Video eines Freundes gesehen habe voller Motivation begonnen. Am Anfang war es furchtbar leicht. Schließlich war es kurz vor Weihnachten. Eine aufregende Zeit, in der man viel auf Märkten ist, Freunde trifft, die man schon länger nicht mehr gesehen hat, mit der Familie feiert und die Ferien genießt – in meinem Falle in London. Täglich ein Highlight zu finden war also leicht. Es war an solchen Tagen sogar eher schwer sich für einen einzigen Höhepunkt zu entscheiden.
Mitte Jänner und im Alltag angekommen, musste ich dann jedoch feststellen, dass ein „Durchschnittsleben“ nicht jeden Tag Halligalli ist. Schließlich verbrachte ich fast den gesamten Monat in der Bibliothek und lernte für Prüfungen. Aufgeben kam jedoch nicht in Frage. „one second everyday“ für 2 Wochen ist nämlich in 14 Sekunden vorbei und nicht so ein berauschendes Ergebnis.
Man lernt dann mit der Zeit, dass das Besondere auch in den Kleinigkeiten liegen kann. Ein Blick auf das Farbenspiel des Himmels nach einem langen Lerntag. Ein köstliches Essen, auf das man sich schon lange gefreut oder gemeinsam mit Freunden gekocht hat. Das wohlige Gefühl, wenn man am Abend erleichtert ins Bett fällt und sich unter die Decke kuschelt. Die Lieblingsserie, die einen beruhigt und hilft zu entspannen…
Zudem verbringt kein Mensch jeden Tag eines Jahres in absoluter Hochstimmung. Ein verzweifeltes Gesicht, der triste Ausblick an einem grauen Tag und ein Wien, das im Schneegatsch versinkt, gehören für mich genauso zum Leben wie auch die Partys, die Konzerte und die Reisen.

Danke an alle die dabei waren und auch danke für die Geduld mit meiner ständigen Filmerei! (welche dafür gesorgt hat, dass auch 2 Mittelfinger im Video gelandet sind ;)!)

VA

Gloment Vision Poster: Wer ein Ziel hat, findet auch einen Weg

Ihr habt es inzwischen vielleicht mitbekommen. Ich bin genau in dieser Phase, in welcher sich wohl jeder 2. in meinem Alter befindet und erkenne mich in vielen dieser „20 Gedanken die jeder Mitte 20 hat“- Artikeln (die gefühlt in jedem Online-Magazin auftauchen) wieder, während ich mir dabei manchmal an den Kopf greife und denke: „Bist du wirklich so durchschnittlich?“.

Aber wir wissen schließlich nun einmal nicht alle schon mit 15 ganz genau wie unser zukünftiges Leben aussehen soll und auch wenn wir es uns bei Vorstellungsgesprächen nicht anmerken lassen, sind wir mit der Frage: „Wo siehst du dich selbst in 10 Jahren?“ manchmal maßlos überfordert. Und das zurecht. Denn Reisen à la „Zurück in die Zukunft“ bleiben uns verwehrt und keiner von uns ist Sybill Trelawney -obwohl so eine Zauberkugel manchmal schon echt praktisch wäre.
Und trotzdem ist es wichtig, dass man Ziele vor Augen hat. Denn ohne Ziel ist es schwierig sich auf den Weg zu machen. Weil vor dir zwar 100e Wegweiser stehen, du aber keinen Plan hast, welcher davon dich dort hin lenkt wo du auch tatsächlich sein möchtest.
Es führen viele Wege nach Rom und auch ein Umweg kann eine Chance sein. Ja, wir wissen es! Aber wer die eigenen Ziele, Wünsche, Hoffnungen kennt, kann sie besser erreichen und wahr werden lassen.

Dies ist auch der Grund, warum ich die Idee von Gloment so wunderbar finde. Denn dieses junge Start-up bietet dir die Möglichkeit, dich nicht nur intensiv mit deinen Vorstellungen für deine Zukunft zu beschäftigen, sondern gleichzeitig auch einen Weg, um diese nie aus den Augen zu verlieren. Wenn du dir ein so genanntes Vision Poster auf ihrer Website bestellst, bekommst du einen Link mit 10 Fragen zugeschickt, welche dich so richtig zum nachdenken bringen sollen. Je ehrlicher du dabei zu dir selbst bist, desto mehr bringt es dir schlussendlich. Denn während du dir Gedanken machst, ist der erste Schritt auf dem Weg Richtung Rom (oder Bali, oder Australien oder wie auch immer du deine „Wunschzukunft“ nennen willst) schon getan. Du versucht dir selbst zu beantworten, was du denn eigentlich wirklich willst und begibst dich somit aus dieser wagen Hm-ich-glaube-ich-mag-vielleicht-irgendwann-Zone. Denn dort ist man sowieso zum Scheitern verurteilt.
Du bekommst dann einen Design-Vorschlag per Mail zugeschickt und kannst sowohl den Text, als auch die Anordnung selbst noch einmal nach deinen Wünschen ändern und dies dem Designer mitteilen.

Wenn du zufrieden bist, dann hast du wenige Tage später deine Zukunft in deinen Händen liegen. Schwarz auf weiß. Und dann gibt es keine Ausreden mehr. Denn dahin willst du und das weißt du. Daran solltest du arbeiten und dich von niemandem davon abbringen lassen. Auch wenn dich jemand dafür belächelt oder dich als Träumer abstempelt.
Es ist dein Leben. Und du hast nur eines davon. Darum solltest du deinen Arsch hochbekommen. Damit du in 20 Jahren mit einem Lächeln und nicht voller Bedauern auf das Poster blicken kannst.

Ich habe meines eingerahmt und auf meinem Schreibtisch aufgestellt. Weil es mich jeden Tag daran erinnern soll, wer ich bin und was mich glücklich macht. Denn am „falschen“ Ort herumirren kann zwar manchmal sogar gut sein, aber ich möchte nicht vollkommen vom Weg abkommen. Ich möchte nicht irgendwo in einem Hätte-wäre-könnte verloren gehen.
Jeder von uns bekommt bei der Geburt die größte Chance überhaupt einfach so geschenkt. Das Leben. Was wir dann aber daraus machen liegt an uns.
Vor uns steht eine Leinwand. Und es stehen Farben da. Viele Farben. Und mit Mitte 20 ist dieses große Weiß noch lange nicht voll.
Wir müssen den Pinsel in die Hand nehmen. Ihn in Farbe tauchen, ihn führen.
Und beginnen zu malen.

VA

Du willst auch dein individuelles Vision Poster gestalten? Und das ohne dafür zu bezahlen? Könnte sein, dass ich dir eines schenke ;).

Einfach valeriannala liken und hier unter dem Beitrag bis zum 12.10. mit deiner E-Mail Adresse kommentieren.
Oder aber ganz einfach auf Facebook mitmachen.
Unter allen Teilnehmern werde ich dann per Zufallsgenerator den Gewinner bestimmen.
Viel Glück!

 

*In freundlicher Kooperation mit Gloment entstanden