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Bozen genießen im Hotel Greif

Hotel Greif. Zimmer 302. Der Schlüssel liegt in meiner Hand.
Ich liebe diesen Moment. Den Moment, in dem man zum ersten Mal ein neues Hotelzimmer betritt. Weil es im besten Fall immer ein bisschen wie Weihnachten ist.
Was sich hinter der Tür verbirgt, das weiß man noch nicht so genau. Kann es höchstens von Bildern erahnen.
Aber ein neues Hotelzimmer macht viel mehr aus.
Die Temperatur, der Geruch, das Licht, die Farben, die kleinen Details. Es gibt so vieles, das über das Offensichtliche hinaus geht und einen fremden Ort zu einem kleinen Zuhause für ein paar Tage machen kann.
Zimmer 302. Der Schlüssel liegt in meiner Hand.
Ich sperre das Zimmer auf, betrete den Raum und weiß sofort: Das hier, das ist ein bisschen wie Weihnachten.

Der letzte Halt unseres Fotopraktikums in Form einer Interrail Reise durch Europa war das charmante Bozen. Obwohl die österreichische Grenze von hier nicht mehr weit, habe ich der Hauptstadt Südtirols zuvor tatsächlich noch nie einen Besuch abgestattet. Nach Mailand, Rom, Florenz und Bologna erinnerte in Bozen nicht mehr so viel an Italien. Man spürt ihn zwar noch, einen milden Wind von italienischem Flair. Und man hört sie noch, diese wunderbar melodischen italienischen Worte. Aber man kann sich inzwischen auch schon wieder gut mit Deutsch durchschlagen und ein Spaziergang durch die Stadt lässt viele Parallelen zu manchen unserer österreichischen Städtchen ziehen. Insgesamt war es aber auf alle Fälle der perfekte Ort, um nach fast einem Monat Abenteuer und Impressionen Nonstop wieder ein wenig zur Ruhe zu kommen und sich zu erholen.

Diesbezüglich hat selbstverständlich auch das Hotel Greif einen großen Beitrag geleistet, welches ich euch noch ein wenig genauer vorstellen möchte.

Das Zimmer

Der Schlüssel zu Zimmer 302 stellte sich als Schlüssel zu purem Wohlbefinden heraus. Hinter der Tür erwartete uns ein 56m² Zimmer, welches sich über zwei Etagen erstreckte – unten das Bad und ein gemütlicher Wohnbereich und oben die Betten.
Doch das Hotel Greif ist nicht nur aufgrund des herzlichen Service und dem speziellen Charme so besonders. Mich persönlich hat gleich außerordentlich angesprochen, dass die insgesamt 33 Zimmer von 33 KünstlerInnen aus Südtirol, Österreich, Nord- und Mittelitalien, Süddeutschland sowie Japan gestaltet wurden. Aus diesem Grund hat auch jedes davon ein sehr individuelles und einzigartiges Ambiente.

Hinter den künstlerischen Elementen von Zimmer 302 steckt Erich Kofler-Fuchsberg, welcher 1957 in Südtirol geboren wurde und sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien abgeschlossen hat.
In unserem Wohnbereich befand sich das Werk ‚Flügelschrank‘, welches aus verschiedenen Büchern erotischen Inhalts besteht. Und weil alles auf Italienisch gleich viel schöner klingt, hier noch das Zitat, wie es in dem kleinen Info-Büchlein steht, welches sich als ‚Guest Copy‘ an den Zimmerschlüssel angeheftet befindet:

„Il lavoro ‚Armadio a portelle‘ si compone di diversi libri di contenuto erotico, foto proprie e disegni, che vengono posti in una connessione interna (di pensiero) ed esterna (di forma).“

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Die Grifoncino Rooftop Cocktailbar

Auf dem Dach des Hotel Greifs befindet sich die Grifoncino Rootop Bar, wo man abends bei gemütlicher Atmosphäre einen Cocktail genießen kann. Auch wenn man normalerweise vielleicht immer zum gleichen Getränk greift, sollte man sich hier unbedingt die Zeit nehmen, die Karte zu studieren. Denn neben den Klassikern, gibt es auch ganz besondere Kreationen, welche sich -wie im Falle meines Cocktails ‚Sexy‘- als wahre Geschmacksexplosionen entpuppen können. Serviert werden die Cocktails mit feinen Kleinigkeiten zum Knabbern.

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Das Frühstück

Meine Leidenschaft für Frühstück kennt ihr inzwischen bestimmt schon, weshalb für mich das Buffet im Hotel Greif quasi der Himmel auf Erden war. Alleine die Auswahl an verschiedensten frischen Früchten ließ mein Herz höher schlagen. Dazu kommen herrliche Kuchen und andere süße Leckereien, sowie selbstverständlich auch ein Sortiment an Käse und weiteren salzigen Speisen. Vor dem Frühstücksbuffet im Hotel Greif zu stehen ist definitv einer dieser Momente, in denen man sich wünscht einen Magen ohne Vollegefühl zu besitzen.
Wenn morgens die Temperaturen passen, kann man das Frühstück gemütlich auf der Terrasse genießen, jedoch auch im kleinen Frühstückssaal lässt es sich mit angenehmer Hintergrundmusik perfekt in den Tag starten.

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Wer einen Aufenthalt in Bozen plant und auf der Suche nach einem Ort zum Wohlfühlen und Genießen ist, der sollte definitiv das Hotel Greif in Erwägung ziehen.

Sympathischer Luxus, Platz für Kunst, Liebe zum Detail und kulinarische Besonderheiten machen die Zeit im Hotel Greif zu einem ganz außergewöhnlichen Erlebnis.

Schon nach zwei Nächten habe ich mich zu Hause gefühlt und wäre am liebsten geblieben. Für noch zwei Nächte, oder drei. Vielleicht auch 100.
VA

Hotel Greif
Waltherplatz
I-39100 Bozen
info@greif.it
www.greif.it

*Ein großes Dankeschön an das Hotel Greif für die Einladung.

Jakobsweg: FAQ, Tipps und Packliste

Trotz des Jammerns über meine nahezu unerträglichen Schmerzen während meiner Reise auf dem Jakobsweg (Nachzulesen hier und hier), bekam ich von mehreren Leuten zu hören, ich hätte ihnen den Weg schmackhaft gemacht. Generell wurde ich von allen Seiten mit Fragen bombardiert. Da diese sich immer sehr ähnlich waren, habe ich sie nun in einem kleinen FAQ zusammengefasst.

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Von wo bist du losgegangen und wie viele km sind das bis Santiago de Compostela?
Gestartet bin ich in León – eine wunderschöne kleine Stadt in Spanien, in der man auf jeden Fall zuerst einen Tag verbringen sollte, bevor man weitergeht. Bis Santiago sind es von hier auf dem Jakobsweg ein bisschen mehr als 300km.

Wann bist du morgens immer gestartet?
Das war unterschiedlich. Am ersten Tag „erst“ um 20 vor 8. An den anderen Tagen klingelte der Wecker meist um 6 Uhr und sobald ich dann fertig war ging ich los. Am letzten Tag startete ich sogar noch früher, da ich es kaum erwarten konnte in Santiago anzukommen. Die Stimmung am Morgen beim Losgehen fand ich immer einzigartig und wunderschön.

Wie macht man das mit Wecker stellen?
Dies ist ehrlich gesagt eine Frage, die ich von niemandem gehört habe, mir jedoch selbst im Vorfeld gestellt habe. Weil wenn ich mit mehreren Menschen im Schlafsaal bin, dann kann ich doch keinen Wecker stellen und damit alle wecken, oder?! Tatsächlich war diese Sorge jedoch eher unbegründet. Denn so rücksichtsvoll meine Gedanken auch waren – meine Wanderkollegen waren es zum Großteil nicht.
In den ersten zwei Tagen hatte ich ein angenehmes 4er-Zimmer und so konnte man im Vorfeld gut besprechen wann denn wer vorhat aufzustehen und ob das mit dem Wecker eh in Ordnung ist. In den größeren Sälen war man mit 6 Uhr eigentlich eh schon fast bei den Spätaufstehern dabei und musste sich keine Sorgen machen, andere mit dem Klingeln des Handy zu wecken. Diesen Job hatten schon andere mit ihrem lauten Rucksack-packen erledigt.

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Wie weit bist du jeden Tag gegangen und wie lange warst du insgesamt unterwegs?
Die kürzeste Strecke war 20km, die längste 33km. Dazwischen haben sich die Distanzen abgespielt und somit waren es 12 reine Wandertage. Von der Dauer her waren es zwischen 4 und 8,5 Stunden pro Tag (inklusive Pausen).

Wie sind die Herbergen? Gibt es Bettwäsche? Muss man reservieren?
Die Herbergen waren hygienischer als ich es erwartete hatte. Vor allem für 5-9€ pro Nacht darf man sich da echt nicht beschweren. Meine einzige Angst waren jedoch sowieso nur die Bettwanzen. Seit meine Cousine sich die einmal in einem Airbnb in Neuseeland eingefangen hatte, bin ich da ziemlich paranoid und kontrolliere zuerst jede Matratze in der ich schlafe – egal wo. In manchen Herbergen gab es jedoch sogar extra Einweg-Überzüge. Zudem sollte man -eben um die unliebsamen Viecher zu vermeiden- den Rucksack nie aufs Bett stellen. Das steht sogar im Wanderführer und wird eben auch von den Herbergs-Besitzern nicht gerne gesehen.
Bettwäsche gab es sehr selten. Ein Kissen war meistens da und manchmal auch einfache Filzdecken. Ich war jedoch sehr froh über meinen Schlafsack, vor allem weil es in den Herbergen in der Nacht schrecklich kalt wurde.
Da ich im Mai unterwegs war und dies noch nicht als Hochsaison gilt, war es noch nicht so stressig ein Bett zu bekommen. Ich bekam zwar einmal das letzte und einmal das vorletzte Bett – das war allerdings an den Tagen an denen ich vor Schmerzen nur noch gekrochen bin. Von anderen habe ich gehört, dass sie tatsächlich 1-2 Mal keinen Platz mehr bekommen haben und dann weitergehen mussten. Dies kann also durchaus schon in der Nebensaison passieren. Reservieren ist scheinbar inzwischen bei manchen Herbergen möglich und vermeidet somit sicher auch den Stress so schnell wie möglich ans „Ziel“ zu kommen – was schließlich ja nicht der Sinn sein sollte.

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Wie ist das mit den Wertsachen in den Schlafsälen?
Ich hatte meine wenigen Wertsachen in der Bauchtasche und habe diese in der Nacht in den Schlafsack zu meinen Füßen gelegt.

Findet man den Weg leicht?
Auf meiner Strecke war der Weg immer sehr gut mit Pfeilen markiert. Trotzdem war ich froh, dass ich zusätzlich meinen Wanderführer dabei hatte. Manchmal gibt es nämlich mehr als nur einen richtigen Weg und in solchen Fällen weiß das schlaue Buch immer Bescheid welcher wie weit ist, worauf man achten muss etc.

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Hast du Blasen an den Füßen bekommen?
Nein, keine einzige. Bereits vor der ersten Wanderung habe ich alle gefährlichen „Blasen-Stellen“ mit Tape bearbeitet. Ich weiß nicht ob dies der ausschlaggebende Punkt war, aber hilfreich war es bestimmt. Zusätzlich sollte man versuchen die Füße trocken zu halten und somit das Abkühlen in Bächen möglichst vermeiden.
Auch wenn ich im Vorfeld dachte, dass das einzige Problem eh die Blasen sein könnten, so wurde ich eines Besseren belehrt. Auch Sehnen können gröbere Probleme bereiten. Vor allem wenn sie die monotone Dauerbelastung nicht gewohnt sind.

Wie hast du dich vorbereitet?
Gar nicht. Dafür war der Beschluss zu spontan. Wer weiß, vielleicht hätte ein bisschen Vorbereitung den Sehnenentzündungen entgegengewirkt. Jedoch lassen sich gewisse Schmerzen wohl nie gänzlich vermeiden. Ich habe mit Leuten gesprochen, die sich monatelang vorbereitet hatten und trotzdem Probleme mit dem Knie oder irgendetwas anderem hatten.

Was für Schuhe hattest du?
Ich habe ganz bewusst keine neuen Schuhe gekauft, sondern meine alten, ausgelatschten Wanderschuhe verwendet. Dies soll ja am besten den Blasen vorbeugen. Diesbezüglich hatte ich dann auch keine Probleme, jedoch wären für mich ab Tag 3 weniger hohe Schuhe wohl besser gewesen (und keine Boots). Da mein Knöchel zu schmerzen begann, war es für diesen nicht sonderlich förderlich, dass der Schuh die ganze Zeit noch zusätzlich auf ihn drückte.

Wie war die Landschaft/der Weg?
Die Landschaft und der Weg waren wunderschön und sehr vielseitig. Manchmal war es ein gerader Kiesweg, manchmal ging es auf einem steinigen, schmalen Weg über Berge, manchmal durch Wiesen und Felder und manchmal aber auch an der Straße entlang.

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Wie ist das mit dem Essen und Trinken auf dem Weg?
Ich muss sagen ich habe mich auf dem Jakobsweg nicht sonderlich ausgewogen ernährt. Morgens stoppte ich im nächsten kleinen Ort und trank einen Kaffee und aß ein (Schoko)Croissant. Je nachdem wann ich Hunger bekam, aß ich dann noch auf dem Weg ein Bocadillo oder eine Tortilla. Abends gab es manchmal ein Pilgermenü in der Herberge. Wenn es das gab, aß ich es, ansonsten nichts. Proviant hatte ich auch keinen dabei, damit ich beim Gewicht des Rucksacks so viel wie möglich sparen konnte. Nur Notfalls-Mandeln und Kekse gab es -für den Fall, dass ich länger kein Essen bekommen würde. Im Normalfall kam man jedoch -in zu verkraftenden Abständen- an irgendeinem Dorf mit einem Supermarkt, Café oder kleinem Restaurant vorbei. Einmal kam ich jedoch nach einem langen Tag in der Herberge an und die nächste Möglichkeit Essen zu bekommen war 1,5 km entfernt. Das mag im Prinzip nicht viel sein, wenn man aber schon 30km hinter sich hat, verzichtet man halt lieber auf das Essen und gönnt sich Notfalls-Mandeln. Generell hatte ich -vor allem zu Beginn- sehr viel weniger Appetit als sonst. Vielleicht lag das aber auch an meinen Schmerzen.

Ich hatte immer eine 1,5l Wasserflasche dabei, habe sie jedoch meistens nicht ganz aufgefüllt -wieder um Gewicht zu sparen. Trinken ist unglaublich wichtig, aber man kommt sowieso immer wieder einmal an einer Trinkwasser-„Station“ vorbei. Manche bevorzugen es jedoch das Wasser zu kaufen. Ich hatte mit dem Wasser aus den Trinkwasser-Brunnen keine Probleme, habe jedoch auch schon andere Meinungen dazu gehört.

jakobsweg spanienjakobsweg spanien raststation

Wie ist das mit dem WC auf dem Weg?
Eine für mich sehr wichtige Frage und ich war froh, dass ich kein einziges Mal irgendwo in Büsche pinkeln musste, weil ich dazu echt unfähig bin. Da man aber immer wieder einmal durch kleine Städte/Orte geht, kommt man auch an WCs vorbei.

Ist es alleine als Frau sicher?
Ich habe mich immer sehr sicher gefühlt und es gab keine einzige bedrohliche Situation. Zwar war ich manchmal wirklich ganz alleine unterwegs, aber in den meisten Fällen sah man irgendwo vor und/oder hinter sich andere Pilger.

Wie schwer war dein Rucksack?
Jeder fragt wie schwer der Rucksack war und ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung. Ich war wohl die Einzige auf dem Jakobsweg, die ihren Rucksack im Vorfeld nicht auf die Waage gestellt und auch am Flughafen nicht darauf geachtet hatte. Solange ich ihn tragen konnte war es mir eigentlich ziemlich egal. Ich hatte einen sehr großen Rucksack – 65l, der eigentlich meiner Mum gehört und für so kleine Menschen wie mich auch nicht gedacht ist. Trotzdem konnte ich ihn, nachdem ich ihn richtig eingestellt hatte, ohne Probleme tragen und ich habe ihn im Laufe der Zeit meistens nicht einmal mehr gespürt.

Packliste

– 2 Wander-Zipphosen
– 3 Paar Wandersocken, 1 Paar normale Socken
– 2 dünne langärmlige Shirts
– 3 Unterhosen
– 2 BHs
– 3 kurze Funktions-Shirts
– 1 langes Funktions-Shirt
– 1 Softshell Jacke
– 1 Regenjacke
– 1 lange Leggins
– 1 kurze gemütliche Hose
– 1 Pyjama-Shirt
– 1 ärmelloses Top
– 1 Schlafsack
– 1 Regenponcho
– 1 Regenschutz für den Rucksack
– 1 Paar Wanderschuhe
– 1 Paar Flip Flops
– 1 Paar normale, leichte Schuhe
– Toilettartikel: 1 Minideo, 1 normale Seife, 1 Feuchtigkeitscreme, 1 Zahnbürste, 1 Minizahnpasta, 1 Minishampoo
– Sonnencreme, Sonnenbrille & Sonnenhut
– 1 Haarbürste (Tangle Teezer)
– 1 Packung Ohropax
– Kamera, Handy, Handyladekabel
– 1 Rolle Tape
– Wanderführe
– 1 Notizblock + Stift
– 1 superfancy Bauchtasche
– Pass, E-Card, Bargeld & Reisedokumente

auf dem Weg dazugekommen:
– Voltaren Creme
– Ibuprofen Tabletten
– Magnesium Brausetabletten

Anmerkungen zur Packliste:
Die normale Seife habe ich mitgenommen, um die Kleidung unterwegs auch immer wieder waschen zu können. Es gab jedoch auch in den Herbergen sehr häufig die Möglichkeit günstig in einer Waschmaschine zu waschen. Dies habe ich zusätzlich einmal in Anspruch genommen und bin so auch gut mit meiner Kleidung ausgekommen.
Tatsächlich habe ich sogar nur eine meiner Wanderhosen verwendet. Zuerst die lange Variante, aber schlussendlich hat sich dann doch die kürzere als praktischer herausgestellt.
Bei den T-Shirts war ich jedoch froh drei dabei zu haben. Schließlich kommt man obenrum auch viel schneller ins Schwitzen. Am Morgen bin ich immer mit mehreren Schichten losgestartet. Kurzes Funktions-Shirt + langes Funktions-Shirt + Softshell-Jacke und wenn es ganz kalt war, dann sogar noch das ärmellose Top ganz unten drunter. Ich war im Mai unterwegs und so war es morgens doch oft noch sehr frisch. Im Juli und August kann man daher bestimmt auch mit noch weniger Kleidung reisen.
Die lange Leggins und die kurze gemütliche Hose waren für die Anreise/Abreise bzw. auch für abends oder als Pyjama. Auch die dünnen langärmligen Shirts habe ich bei Anreise/Abreise und abends getragen, da man nach dem Duschen definitiv nicht mehr in die verschwitzte Kleidung zurück möchte.
Über meine Regenausrüstung war ich auch sehr froh. Ein Rucksack-Regenschutz würde ich also jedem empfehlen, die Regenjacke sowieso und wenn es ganz stark regnet ist auch ein zusätzlicher Poncho hilfreich.
Bargeld ist insofern wichtig, da es in manch kleineren Orten keinen Automaten gibt und man nicht immer alles mit Karte bezahlen kann.
Die billigen Flip Flops waren hauptsächlich fürs Bad gedacht, da man dieses ja doch mit vielen teilt und es so ein bisschen hygienischer ist.
Die Packung Ohropax habe ich nie verwendet – hätte es aber auf jeden Fall tun sollen. Ich hatte immer Angst, ich würde dann am Morgen nicht aufwachen. Dies hatte allerdings wiederum zur Folge, dass ich ca. 6 Mal pro Nacht von Schnarchern und Klogängern geweckt wurde.
Ich empfehle allen Frauen kein unnötiges Make-Up-Zeugs mitzuschleppen. Das braucht ihr da wirklich nicht und es kann zudem unglaublich befreiend sein, einfach einmal für eine Zeitlang auf das Äußere komplett zu scheißen und am Morgen einfach so zu starten wie man halt grad aussieht. Was jedoch vielleicht sinnvoll gewesen wäre, ist eine gute Fuß-Salbe, um die Füße damit abends massieren zu können.

jakobsweg spanien

Falls noch Fragen offen geblieben sind, könnt ihr euch -wie immer- jederzeit gerne bei mir melden!

VA

Travel Diary: Der Jakobsweg von León bis Santiago de Compostela (Teil 2)

Tag 7: La Faba – Triacastela (26km)

„Vielleicht muss ich einfach vollkommen gebrochen werden, damit ich mich dann neu aufbauen kann.“

jakobsweg weg spanien

Nach La Faba war ich äußerst motiviert. Wie ihr aus Teil 1 wisst, hatte ich an diesem Ort das Gefühl endlich am Weg angekommen zu sein. Und dieses Gefühl hielt sich. Wieder hatte ich wenig geschlafen und wieder startete ich früh. Aber es machte mir nichts aus. Im Gegenteil. Denn in mir trug ich diese überwältigende Zufriedenheit. Eine Zufriedenheit, die ich gar nicht wirklich beschreiben konnte. Die einfach da war und ich aber auch gar nicht länger in Frage stellen wollte. Ich würde diesen Weg schaffen, ja, ihn sogar genießen. Was noch vor zwei Tagen unvorstellbar gewesen war, stand jetzt außer Frage.

Ein Leser meinte, er hätte gerne gefühlsmäßig einen besseren Einblick erhalten, wie es denn in den ersten 6 Tagen zu dieser Veränderung von negativ zu positiv kam. Und ich kann das verstehen. Denn es war tatsächlich eine kafkaeske Verwandlung. Von der vor sich hin leidenden Person, die am liebsten jeden mit „Buen Camino, in deinen Arsch!“ angeschrien hätte, zur begeisterten Vollblut-Pilgerin, die Bäume umarmen möchte. Aber ich glaube, dass man das alles auch nur ganz schwer in Worte fassen kann. Dass man es erleben muss. Dass das Erzählen davon nur eine billige Kopie ist. Am besten beschreibt es für mich jedoch das Gefühl, dass sich besonders an Tag 3 & 4 hatte: Irgendetwas in mir zerbricht hier gerade. Irgendetwas in mir wird so richtig zerstört. Lässt Schmerzen frei und schlägt sie mir mit voller Wucht ins Gesicht. Auch in den schlimmsten Momenten hatte ich jedoch das Gefühl: Das muss jetzt grad sein. Es muss alles raus. Und dann lass ich es hier liegen. Vielleicht muss ich einfach vollkommen gebrochen werden, damit ich mich dann neu aufbauen kann. Um dann mit einer neuen Stärke aus dem Ganzen heraus zu kommen.
An Tag 7 war mir dann klar, dass es genau so war. Und dass ich diese Zufriedenheit, diese neue Stärke, unbedingt am Ende mit nach Hause nehmen wollte.

Ein weiteres Highlight an diesem Tag war der Mann, der in einem kleinen Café auf mich zu kam und meinte, sein Foto wäre in meinem Wanderführer. Er nahm ihn zu sich, blätterte darin herum und zeigte schlussendlich auf eines: „Das bin ich!“. Der fröhliche Mann bei der Arbeit war mir beim Lesen des Buches schon positiv aufgefallen. Nun stand er genauso fröhlich vor mir und erzählte mir stolz, dass das Foto von ihm international verwendet wird. Seine einfache und ehrliche Freude machte mich direkt auch fröhlich. Am liebsten hätte ich noch den ganzen Tag mit ihm über sein Leben geredet.

Tag 8: Triacastela – Barbadelo (21,5km)

„Es war schon zur Routine geworden. Eine aufregende Routine.“

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Leichter Regen, Nebelschwaden, die Dörfer noch verschlafen. Du packst im Dunkeln deine Sachen und machst dich auf den Weg. Ja, Sonne ist toll, aber auch das ist wunderschön. Ich liebe solche Vormittage. Für mich haben sie etwas Mystisches.

Es ist schon verrückt wie wenig Aufmerksamkeit wir unseren Füßen schenken, obwohl sie uns ständig durchs Leben tragen. Jeden Tag merke ich, was noch alles weh tun kann. Inzwischen denke ich mir jedoch „Whatever“ und gehe weiter. Der Schmerz ist nämlich auch an Tag 8 noch nicht weg und langsam realisiere ich, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass sich die Füße erholen, wenn ich einfach immer weitergehe. Aber ich habe mich damit abgefunden. Ich creme sie jeden Abend ein, lagere sie hoch oder massiere sie. Ich gehe auch nicht mehr zu viel im Ort herum, damit sie nicht noch unnötig belastet werden. Zudem habe ich mir Schmerztabletten gekauft. Ich habe tatsächlich noch nie in meinem Leben Schmerztabletten genommen. Zumindest nicht so weit ich mich erinnern kann. Das muss dann schon sehr, sehr lange her sein. Aber wenn ich nicht ein paar Tage Pause einlegen wollte, dann ging es wohl nicht anders. Ganz verschwand der Schmerz trotzdem nicht. Aber ich konnte ihn ertragen. Vor allem mit meiner neugewonnenen Motivation. Oft wachte ich sogar in der Nacht auf. Entweder wegen der Schmerzen, oder weil sich mein Fuß auf einmal wie komplett betäubt/tot anfühlte. Aber meine Überzeugung, dass ich alles schaffen konnte, würde mir nichts und niemand so schnell nehmen.

Deshalb fühlte sich Tag 8 phasenweise sogar fast wie ein Sonntagsspaziergang an. Aufstehen, Rucksack packen und gehen. Einfach gehen. Immer weiter. Immer wieder neue Eindrücke. Neue Landschaften. Pausen machen in immer wieder neuen, kleinen spanischen Orten und nie weiß man was an der nächsten Ecke auf einen wartet. Es war schon zur Routine geworden. Eine aufregende Routine. Auch wenn das fast schon ein Oxymoron ist.

Tag 9: Barbadelo – Hospital da Cruz (29,6km)

„Der Weg gibt dir nur das, was du von ihm verlangst.“

jakobsweg spanien

„Wow, you walk fast!“ – Witz des Tages. Wenn die wüssten. Nur weil man schon weit ist, heißt das noch lange nicht, dass man schnell gegangen ist. An Tag 9 waren es auf den letzten km auch wieder sicher nicht die Füße, die mich ins Ziel gebracht haben. Reine Willenskraft. Und wenn ich etwas habe, dann eine enorme Willenskraft. Ich glaube man hätte mir schon beide Beine brechen müssen, um mich davon abzuhalten weiter zu gehen. „You just can’t beat the person who never gives up.“, las ich irgendwo auf dem Weg. Wie passend.

Anderes Thema: Die 100km-Pilger. Es gibt da am Ende in Santiago dieses Ding, auf das alle ziemlich scharf sind. „La Compostela“ nennt es sich. Sozusagen eine Urkunde, welche bestätigt, dass man den Jakobsweg auch wirklich gegangen ist. Dazu muss man von jedem Tag auf dem Weg mindestens einen Stempel vorweisen können. Diese sammelt man in einem Stempelpass („La Credencial“). Was sich jetzt wie eine Kindergeburtstags-Schatzsuche anhört, läuft tatsächlich auch ein bisschen so ab. Immer wenn bei einer Kirche, einer Bar oder sonst wo ein Schild mit „Sello“ hängt, rennen die meisten hin. Denn wer zu wenige Stempel hat, könnte am Ende Probleme bekommen. In Santiago angekommen kann man sich dann in die Schlange stellen. Von 30min über 1,5h bis 3h habe ich schon alles gehört. Ich selbst habe sie nicht abgeholt. Denn mir persönlich sagt so ein Stück Papier nicht viel.

Jedoch zurück zu den 100km-Pilgern. Die Sache ist die: 100km müssen es mindestens sein, um die Compostela auch wirklich abholen zu dürfen. Über diese 100km-Pilger wurden dann im Vorfeld schon Schauermärchen erzählt. Schauermärchen im Sinne von: „Die gehen da in Flipflops und tragen Schmuck und Makeup.“.
An Tag 9 passierte ich die 100km Marke. Ich war auf das Schlimmste gefasst. Dann kam der Reisebus. Und das war dann doch ein bisschen zu viel des Guten. Vor dem Bus wurden komische Dehn-/Aufwärmübungen praktiziert. Die Kameras der Pilger waren größer als ihre Rucksäcke. Ein paar gingen mit Turnbeuteln. Einer mit einem Plastiksack. Tatsächlich kann man sich den Rucksack nämlich dank CORREOS Etappe für Etappe „nachschicken“ lassen. Und auch wenn ich zu Hause gerne die bin, die bei Wandertagen die Wasserflasche dem Bruder in den Rucksack steckt, damit sie unbeschwert gehen kann, glaube ich, dass es beim Jakobsweg einfach dazu gehört. Ganz im Sinne von „Jeder hat sein Päckchen zu tragen“. Die Tatsache, dass man ihn selber tragen muss, führt natürlich auch dazu, dass man sich ganz genau überlegt, was denn wirklich gebraucht wird. Man beschränkt sich auf das Wesentliche.

Aber noch einmal: Zurück zu den 100km-Pilgern. Die wurden also ausgelassen. Mit ihren Pseudo-Rucksäcken. Dann rannten sie in einer Horde los und wurden immer wieder an bestimmten Stellen von ihrem Bus und ihrem Reiseführer erwartet. Wahrscheinlich um zu kontrollieren, ob sie eh noch am Leben waren. Ich hatte das Gefühl, sie sahen das Ganze eher als Touristenattraktion und weniger als Reise. Ich merkte, wie mich das selbst innerlich wütend machte und wie ich ziemlich genervt auf sie reagierte. Genau an solchen Menschen sollte ich jedoch für mich Gelassenheit üben. Denn wem schadet es schlussendlich, sich über eigentlich unnötige Dinge aufzuregen? Nur mir selbst. Es soll doch jeder diesen und somit seinen Weg gehen wie er möchte. „Der Weg gibt dir nur das, was du von ihm verlangst.“ las ich auf eine Wand gekritzelt. Und dabei kann es mir egal sein, was die anderen machen. Mein Weg, mein Tempo, meine Art damit umzugehen, meine Erwartungen und meine Erkenntnisse.

Tag 10: Hospital da Cruz – Mélide (28km)

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Tag 10 war ein sehr ruhiger Tag. Es waren auch kaum Leute unterwegs. Zumindest sah ich um einiges weniger als sonst.
In den letzten Tagen hatte ich immer wieder Menschen getroffen, die ich bereits kannte. Da war der Kanadier, der mir häufig über den Weg lief, die zwei Polen, die ich bereits am zweiten Tag kennen gelernt hatte und auch noch einige andere. Man trifft sie dann, geht vielleicht eine Weile gemeinsam, verabschiedet sich wieder, sieht sich zwei Tage lang nicht und auf einmal sitzen sie wieder irgendwo oder man trifft sie direkt auf dem Weg.
An Tag 10 waren es jedoch kaum bekannte Gesichter. Dafür auch kaum Schmerzen, kaum Anstrengung. Zur Abwechslung ein sehr entspannter Tag.
Etwas Außergewöhnliches passierte dann aber doch noch: Nach einer langen Phase der Appetitlosigkeit hatte ich endlich wieder so richtig Lust zu essen. Ein sehr gutes Zeichen.

Tag 11: Mélide – O Pedrouzo (33km)

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Ich setze auf meine Liste der Leute an denen ich Gelassenheit üben kann: Radfahr-Pilger. Weil: denken sie sind coole Downhill Racer. Pilger mit Wanderstöcken. Weil: hektisches Tic, Tac, Tic, Tac.
Tag 11 waren 33km und somit die längste Strecke. Ich war anfangs voll motiviert. Diese unglaublich innere Zufriedenheit war immer noch da. Ich dachte darüber nach, wie fantastisch es doch wäre, eine Karriere als hauptberufliche Pilgerin zu starten. Ein paar Minuten später meldete sich meine Achillessehne lautstark zu Wort und erinnerte mich daran, dass dies aus diversen Gründen vielleicht doch keine so gute Idee wäre. Ich hatte wirklich schon das Gefühl, dass da unten jetzt irgendetwas gerissen ist, als aus dem Nichts von der Sehne aus ein Schmerz durch den ganzen Körper schoss. Ich tröstete mich mit einem Magnum Mandel und weiter ging es. Es war der vorletzte Tag, aufgeben kam weniger denn je in Frage.

Die letzten km bis nach O Pedrouzo waren dann wieder mehr verbitterter Kampf als innere Zufriedenheit. Als mich dann auch noch einer ansprach, wie es mir denn geht, war ich im ersten Moment furchtbar genervt. Ich meine was fiel ihm auch ein, eine Person anzusprechen, die sich gerade mühsam Schritt für Schritt nach vorne kämpfte. Ich hatte in diesem Moment wohl kurz vergessen, dass ich nicht zu Hause und er keiner dieser primitiven Vollidioten war, die einen auf der Straße dumm anpfeifen. Er wollte einfach wirklich nur wissen, ob alles in Ordnung war und so ging ich mit ihm und seinem spanischen Wegbegleiter noch das letzte Stück gemeinsam. Wieder eine sehr angenehme Unterhaltung, die wir dann später noch bei einem Glas Sangría fortsetzten. Die offene und unkomplizierte Art und Weise wie man hier immer wieder einfach spontan komplett unterschiedliche Menschen kennen lernt ist wirklich großartig.

Tag 12: O Pedrouzo – Santiago de Compostela (20km)

„Der letzte Tag. Die letzte Etappe. Die letzten 20km. Und du kommst kaum vom Fleck.“

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Ich startete früh. Sehr früh. So früh wie es sonst nur immer die Verrückten machten, die dadurch den ganzen Schlafsaal weckten. Aber es war der letzte Tag. Das Ziel so nah und ich konnte sowieso nicht mehr schlafen. Ich musste einfach los.

Bereits am Abend zuvor hatte ich bemerkt, dass auf einmal mein Knie ziemlich schmerzte. Ich dachte es würde über Nacht bestimmt vergehen. Tat es aber leider nicht. Bereits auf den ersten paar Metern merkte ich, dass nur noch humpeln in Frage kam. Wieder einer dieser Momente, in denen man losheulen könnte. Der letzte Tag. Die letzte Etappe. Die letzten 20km. Und du kommst kaum vom Fleck. Ich wollte eigentlich keine Schmerztablette mehr nehmen, tat es dann aber doch. War jetzt ja auch schon egal.

Wie gesagt war es noch sehr früh und somit stockdunkel. Sowohl die vier Leute vor mir als auch ich übersahen dadurch einen Pfeil. Gott sei Dank bemerkten sie es jedoch noch rechtzeitig. 100m in die falsche Richtung humpeln war schon dumm genug. Danach folgte ein Weg durch den Wald. Stockdunkel. Die anderen -nicht humpelnden- waren bald außer Sichtweite. Dann waren es nur noch ich und meine Handy-Taschenlampe. Mit 13 fand ich Horror-Filme noch super cool. Inzwischen bin ich kein Fan mehr davon und wollte in diesem Moment auch wirklich gerade nicht in der perfekten Situation für eine tolle Horror-Story sein. Obwohl ich mich bis dahin immer sicher gefühlt hatte, fielen mir in diesem Moment die zwei Frauen ein, die ein paar Tage zuvor energisch auf Spanisch auf mich eingeredet hatten. Ich dürfe als junge Frau NIE ganz alleine gehen. Es müsse immer jemand vor oder hinter mir gehen, weil vor zwei Jahren eine amerikanische Frau entführt und ermordet worden sei. Man habe ihr davor sogar die Hände abgehakt. Ich fand diese Damen ehrlich gesagt fast noch angsteinflößender als die Geschichte an sich.
Ich schaffte es jedoch aus dem Gruselwald und bald ging dann auch die Sonne auf. Das Knie spürte ich immer weniger und mir war klar, dass eine Pause nicht in Frage kam. Es würde danach nur wieder weh tun. Fast schon wehmütig ging ich an den kleinen spanischen Cafés vorbei, in welchen ich bisher immer so gerne meinen Café con leche, einen Zumo de Naranja und ein Croissant bestellt hatte. Der letzte Tag. Der letzte Weg. Das wurde mir in diesem Moment klar und so sehr ich endlich ankommen wollte, so sehr wollte ich nicht, dass dieses Erlebnis schon vorbei war.

„Da war ein Platz. War das eine Kathedrale? War das die Kathedrale? War ich da?“

Ich traf die Italiener wieder. Ich hatte sie ein paar Tage nicht mehr gesehen, jetzt waren sie auf einmal wieder da. Gut gelaunt wie immer. Eine Gruppe von 6 Männern – ältere und jüngere bunt gemischt. Immer wenn sie mich sahen grüßten sie mich, als würden sie mich schon ewig kennen.

Und kurze Zeit später war es dann da. Dieses Santiago. Der gefühlt meist herbei gesehnte Ort der Welt. Mit großen roten Buchstaben stand da ‚Santiago de Compostela‘. In diesem Moment weiß man, man ist da und gleichzeitig aber doch noch nicht. Denn schließlich ist man ja erst wirklich da, wenn man auf diesem Platz vor der Kathedrale steht. Ich ging durch die Stadt und hatte das Gefühl, dass hier jetzt doch eigentlich lauter Leute stehen sollten, die uns anfeuern. Machen die bei einem Marathon ja schließlich auch. Aber bei so vielen Pilgern, die jeden Tag einmarschieren, ist es natürlich nichts Besonderes mehr für die anderen, wenn es halt wieder einmal jemand schafft.

Ich hielt kurz bei einer Bäckerei und kaufte mir ein Stück von einer Tarta de Santiago. Ich hatte sie noch nie probiert. Ich wollte es mir für den Schluss aufheben.
Dann war es nicht mehr weit. Ich kannte die Kathedrale nur von Bildern. Ich ging weiter und weiter und stellte mir immer wieder vor, wie ich auf diesem Platz davor liegen würde. Noch eine Gasse nach unten. Dann nach links. Da war ein Platz. War das eine Kathedrale? War das die Kathedrale? War ich da? Noch weiter? Ja ehrlich gesagt hatte ich mir den Moment des Ankommens anders vorgestellt. Ich hatte mir gedacht ich würde es wissen, wenn ich da bin, aber ich war mir ehrlich gesagt im ersten Moment nicht 100% sicher. Die Kathedrale war nämlich dank dem Gerüst davor nicht wirklich zu erkennen. Ich sah dann aber schon ein paar Pilger „Siegesfotos“ machen und am Boden auf ihren Rucksäcken liegen. Es musste der Platz sein. Ich musste hier sein.
Rucksack hinlegen. Schuhe aus. Auf den Boden sitzen. Entspannen. Kuchen essen. Ich war da.

Ich dachte an diesen einen Moment in Foncebadón zurück. Komplett am Ende. Physisch und psychisch. Ich dachte an diesen Moment der kompletten Verzweiflung. Und daran, wie ich mir versprochen hatte, dass ich den Boden küssen würde, wenn ich es irgendwie nach Santiago schaffte. Ich lächelte. Denn ich war da. Hatte es geschafft. Ganz allein.
Und weil ich Versprechen immer halte, wurde der Boden geküsst.

jakobsweg santiago de compostela

Ich habe noch vier tolle Tage in Santiago de Compostela und Finisterre am Meer verbracht. Den wunderschönsten Sonnenuntergang gesehen und wieder nette Menschen kennen gelernt.

Ich bereue diese Reise keine Sekunde. Ganz im Gegenteil. Ich bereue auch nicht, dass ich vollkommen unvorbereitet gegangen bin. Es war schon richtig so. Ich bereue nicht einmal die Schmerzen. Denn wie ihr wisst – No pain, no glory. Und das Ganze wäre sicher nicht so eindrücklich gewesen, wäre ich ohne Probleme einfach nach Santiago gerannt.

Was ich auf diesem Weg erfahren habe?
Ich glaube einer der auf die Wand gekritzelten Sätze in der ersten Herberge bringt es auf den Punkt:

„Nichts was ich nicht schon wusste. Aber ich glaube es jetzt.“

VA

Travel Diary: Der Jakobsweg von León bis Santiago de Compostela (Teil 1)

Tag 1: León – Villar de Mazarife (20,7km)

„Ich will doch gar nicht alleine sein. Ich will doch gar nicht über 300km wandern.“

jakobsweg spanien leon

Ich war nervös. Ziemlich nervös. Als ich nach einem Tag in León von meinem Airbnb aus startete. Die Ungewissheit war es, die mich verunsicherte.
Ich sah bereits untertags viele PilgerInnen in der Stadt. Sie waren überall, wirkten alle sehr positiv. Diese ganzen Leute wussten schon, was sie am nächsten Tag erwarten würde. Das Einzige was ich sicher wusste war, dass ich von León ca. 20km weiter nach Villar de Mazarife gehen würde. Wo auch immer das war.
In der Nacht schlief ich kaum. Es war eine Mischung aus unbequemem Bett, Nervosität und der Angst zu lang zu schlafen, die mich wach hielt.
Um 07:40 Uhr war ich dann bereit. Die Füße an allen gefährlichen Blasen-Stellen eingetapet und sehr motiviert. Der Weg von meiner Unterkunft aus war gut markiert und nicht zu verfehlen. Bereits auf den ersten paar Metern hupte und winkte mir ein Autofahrer zu. In diesem Moment fühlte ich mich zum ersten Mal offiziell als Pilgerin. Denn jeder grüßt die PilgerInnen. Alle wünschen ihnen einen „Buen Camino!“.
Einige waren ziemlich schnell unterwegs und ich musste mich daran erinnern, dass ich mir vorgenommen hatte am ersten Tag nicht gleich los zu sprinten. Ich ging also ein mäßiges Tempo. Nicht sonderlich schnell, nicht sonderlich langsam. Ich machte keine Pause, weil ich das Gefühl hatte ‚das macht hier eh keiner‘ und es wäre eh easy.
Ich war bereits um kurz vor 12 bei der Herberge, checkte in mein 4er-Zimmer ein und fragte mich ziemlich bald, was ich denn hier nun den ganzen Tag machen sollte. Zwei meiner „Mitbewohnerinnen“ legten sich gleich einmal schlafen. Ich war aber nicht wirklich müde, beschloss nach dem Duschen dem Mini-Supermarkt einen Besuch abzustatten und war von der Auswahl eher enttäuscht. Zurück in der Herberge war es überall einfach nur kalt und ich wusste nicht wo ich hingehen sollte, um nicht zu frieren. Ich setzte mich in die Sonne, bevor es dann zu regnen begann. Ich kuschelte mich in meinen Schlafsack und fühlte mich ziemlich verloren. Warum genau war ich noch einmal hier? Wieso musste ich schon wieder eine dieser dummen Spontan-Aktionen machen? Ich will doch gar nicht alleine sein. Ich will doch gar nicht über 300km wandern.
Mein Problem ist, dass ich wenn ich mich unwohl fühle, nicht unter Menschen gehe. Ich ziehe mich zurück. Da lag ich also und hinterfragte meine Reise am ersten Abend bereits zum ersten Mal.

Tag 2: Villar de Mazarife – Astorga (31,3km)

„Darum kämpfte ich. Und nichts anderes war es dann auch nur noch. Ein Kampf.“

jakobsweg astorga spanien

Am nächsten Tag standen ca. 11km mehr auf dem Programm. Ich machte mir keine Sorgen, dass ich das nicht schaffen würde. Das einzige Problem das ich sah, war der Rucksack, der zwar eigentlich gar nicht so schwer war, aber trotzdem ziemlich auf die Schultern drückte. Ich fragte mich, wie das alle anderen machten.
Um exakt 06.39 Uhr war ich bereit für den Aufbruch. Am Morgen war ich auch noch sehr gut gelaunt. Ich mag diese Morgenstimmung generell sehr gerne. Es schwingt dieses „Alles ist möglich!“ mit.
Alles war möglich. Und ich war auf dem Weg.
Irgendwann auf der Strecke traf ich einen netten älteren Mann. Wir gingen gemeinsam ein längeres Stück und durch ihn erfuhr ich auch was es mit meinem Rucksack-Problem auf sich hatte. Ein paar Handgriffe später und ich fragte mich, wie man so bescheuert sein konnte, den Rucksack so sehr falsch zu tragen. Der Unterschied war enorm. Hätte ich Ed nicht getroffen, hätten meine Schultern wohl ziemlich schnell aufgegeben.
Nachdem er in einem kleinen Ort beschloss eine Herberge aufzusuchen, ging ich noch weiter. Das Tagesziel war für mich noch nicht erreicht. Schon bald kam mir der Weg endlos vor. Ich ging weiter und weiter.
Kurz vor dem Ziel traf ich auf eine Frau aus Australien, die sich auch noch die letzten Meter bis zum Ort hinauf kämpfte. Ich unterhielt mich mit ihr und sie erzählte mir, sie würde nicht in Herbergen schlafen, sondern habe bereits im Voraus Hotels gebucht. Es wäre ihr sonst zu viel „unknown“ auf einmal gewesen. Ich bewunderte sie dafür. Weil es heißt, dass es sie sehr viel Überwindung gekostet hatte hier alleine her zu kommen. Und trotzdem hat sie es getan. Auf ihre Art.
Der Weg endete schlussendlich doch noch. Im wunderschönen Astorga. Die Herberge war schnell gefunden. Wieder ein 4er-Zimmer. Wieder war es in der ganzen Herberge furchtbar kalt und ungemütlich. Ich schlenderte ein wenig durch die Stadt, kaufte Essen, setzte mich in die Küche zu den anderen, um dieses Mal nicht wieder den Fehler zu machen ganz alleine zu bleiben. Aber wieder fühlte ich mich nicht richtig wohl. Und mir war kalt. Richtig kalt.
Die Füße waren zu diesem Zeitpunkt zwar sehr müde, aber noch den Umständen entsprechend ganz okay. Lediglich am rechten Knöchel spürte ich ein bisschen einen Schmerz und merkte, dass er anschwoll.

Tag 3: Astorga – Foncebadón (25,3km)

„No pain, no glory.“

jakobsweg foncebadon spanien

Wieder lag eine Nacht mit schlechtem Schlaf hinter mir. Die Stockbetten, der Schlafsack, die Geräusche der anderen – obwohl es bis dahin nur 4-Bett-Zimmer waren: Ich kam nicht wirklich damit klar. Ich wachte in der Nacht unzählige Male auf und war auch schon eine Stunde vor dem Wecker um halb 6 hellwach. Nach einem kleinen Frühstück ging es weiter. Wieder diese wunderschöne Morgenstimmung. Positive Gedanken. Leider spürte ich jedoch schon zu Beginn, dass die Gegend am Knöchel nicht so war, wie sie sein sollte. Der stechende Schmerz wurde dann auch noch stärker und stärker.
Eine Strecke ging ich mit einem jungen Australier, mit dem ich mich sehr gut unterhielt. Das Reden rückte die Schmerzen ein wenig in den Hintergrund. Danach waren sie jedoch wieder voll da. Inzwischen nicht mehr an der ursprünglichen Stelle am Knöchel, sondern auch am anderen Fuß.
In dem Ort vor meinem Etappenziel hätte ich eigentlich schon bleiben können. Ich wollte aber nicht. Das war so typisch ich. Wenn ich mir etwas vorgenommen hatte, musste es genau so passieren. Alles andere war nicht vertretbar. Darum kämpfte ich. Und nichts anderes war es dann auch nur noch. Ein Kampf. Ich gegen diesen unerträglichen Schmerz.
Ich fragte mich, wann ich jemals bisher solche Schmerzen gehabt hatte. Mir fielen die zwei starken Blasenentzündungen ein. Sonst aber nichts. Ich glaube was mindestens genauso sehr schmerzte wie der physische Schmerz war die Realisation, dass es Grenzen gab. Auch für mich. Dass ich nicht alles erzwingen konnte. Dass auch ich mir vielleicht einmal eingestehen musste: „Ich kann nicht mehr.“ ‚Aufgeben‘ wäre das für mich gewesen. ‚Vernünftig sein‘ vielleicht für andere.
Im beginnenden Regen hatte ich es dann tatsächlich geschafft. Ich war oben auf diesem Berg. Ging zur Herberge, aber freute mich nicht einmal so richtig. Ich musste auf den letzten Metern fast erbrechen. Ich fühlte nur noch Schmerzen, ich fühlte mich allein, stinkend, durchnässt und mir fiel beim besten Willen kein Grund ein, warum ich mir das Ganze überhaupt antat. Für mich war es ein Albtraum, in dem ich gefangen war und ich wollte nur noch Eines: nach Hause.
Das einzige freie Bett in der Herberge war direkt neben der Tür in einem Schlafsaal mit 25 Leuten auf einem furchtbar instabilen Stockbett und mit einer dreckigen Matratze. Ja, eindeutig, ich war gefangen in einem Albtraum.
Ich telefonierte mit meiner Mum und sagte ihr, dass ich das Ganze hier nicht sonderlich lustig fand und brauchte eine ganze Weile, um mich selbst wieder zu beruhigen und aus diesem Loch der Verzweiflung heraus zu holen.
Ich organisierte mir dann etwas, um die Schwellungen an meinen Füßen zu kühlen. Einer der Besitzer der Herberge sah sich die Füße an und meinte ganz klar: Sehnenentzündung. Er holte eine selbstgemachte Creme, massierte meine Füße. „No pain, no glory.“, sagte er. Und ich werde genau diesen Satz in dieser Situation wohl nie wieder vergessen.
Es tat gut, dass jemand da war, der sich um mich kümmerte. Und obwohl ich mich normalerweise wieder mit meinem Elend verkrochen hätte, beschloss ich dieses Mal genau das Gegenteil davon zu tun. Ich wollte am Gemeinschafts-Abendessen teilnehmen und das war die beste Entscheidung überhaupt.
Ich lernte zwei nette Schwedinnen kennen, das Essen war hervorragend und danach wurde auch noch Gitarre gespielt und gesungen. Genau so etwas liebe ich. Genau so etwas hatte ich gebraucht, um wieder Hoffnung zu schöpfen. Ich konnte meinen linken Fuß zwar nicht einmal belasten und auch der andere tat weh. Ich konnte zwar in diesem riesigen Schlafsaal wieder gar nicht schlafen, aber ich fühlte mich immerhin nicht mehr einsam. Ich war nicht mehr so sehr in Abbruchs-Stimmung.

Tag 4: Foncebadón – Ponferrada (27,1km)

„Wieder fragte ich mich, wie ich so bescheuert sein konnte mich so zu quälen. Das macht doch keiner.“

jakobsweg spanien

Ich hatte beschlossen für diesen Abend ein Hotelzimmer zu nehmen. Das Günstigste das es gab, aber ich brauchte einfach endlich einen Ort, an dem ich auch wirklich schlafen konnte. Die Müdigkeit machte meine Stimmung nämlich nicht unbedingt besser.
Die Aussicht auf ein eigenes Zimmer ohne laute Menschen war für mich der einzige Hoffnungsschimmer, an einem Tag, an dem ich bereits nach fünf Schritten merkte, wie schlecht es meinen Füßen ging. Wieder der Moment der Realisation der eigenen Grenzen. Und ich hätte am liebsten los geheult. Ich wollte das hier schaffen. Und es fehlte auch nicht an der Kraft oder der Kondition oder an sonst irgendetwas. Es waren einfach nur die Füße, die laut schrien: „Nein, es geht nicht!“. Und ich immer wieder: „Doch, es geht!“. Zwar langsam, wirklich langsam, aber es geht!
Ich traf eine deutsche Frau, die auch eher gemütlich unterwegs war und es ergab sich, dass wir ein sehr langes Stück gemeinsam gingen. Ich hatte das Gefühl, wir taten uns gegenseitig gut. Ich hatte das Gefühl, wieder einmal die richtige Person zur richtigen Zeit getroffen zu haben. Sie war auch alleine unterwegs und schien das Bedürfnis haben zu reden. Während ich an dieser Stelle unglaublich froh war, jemanden getroffen zu haben, der in meiner Geschwindigkeit ging und mich zudem wieder vom Schmerz ablenkte.
Immer mehr stellte ich fest, wie interessant diese Frau war. Trotz des großen Altersunterschieds war es durch und durch eine Begegnung auf Augenhöhe. Ich konnte aus den Gesprächen mit ihr sehr viel mitnehmen und bin froh sie getroffen zu haben. Wir verabschiedeten uns in dem Ort, in dem sie übernachtete und vermutlich werden wir uns nie wieder sehen. Aber trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, sind diese Begegnungen auf dem Weg so besonders. Solche Gespräche würden im „normalen Leben“ mit einer fremden Person wohl niemals so schnell zustande kommen.
Von da an bis nach Ponferrada war es dann wieder nur noch ein Kampf. Wieder fragte ich mich, wie ich so bescheuert sein konnte mich so zu quälen. Das macht doch keiner. Die letzten paar Meter bis zum Hotel waren die reinste Tortur. Ein Kampf von Körper gegen Geist. Jeder Schritt bestand nur noch aus 3 Zentimetern -ich übertreibe nicht. Als ich dann dort war, fragte ich mich, wie ich diesen langen Weg zurück legen hatte können. Noch am Abend zuvor war ich nur in der Lage gewesen zu humpeln.
Eines war für mich an diesem Abend jedoch klar: So konnte es nicht weitergehen. Den ganzen Tag nur leiden. Das bringt nichts.

Tag 5: Ponferrada – Villafranca del Bierzo (25km)

„Schlussendlich beschloss ich dann für mich, dass die Schmerzen in zwei Tagen weg sein würden. Und glaubte daran.“

Ich hatte endlich gut geschlafen. Ich ging los und nach ein paar Schritten wieder die Verzweiflung. Wieder Schmerzen. Ich ging langsam. Sehr, sehr langsam. Ihr wisst ja, aufgeben kam für mich nicht in Frage. Und wenn man das nicht will, dann muss man wohl oder übel Wege finden, um Kompromisse einzugehen.
Bereits im Hotel hatte ich eine kanadische Gruppe getroffen, die mir auch den ganzen Tag über wieder begegnete. Sie waren unglaublich nett und ich legte mit ihnen eine kleine Pause ein.
Irgendwann bemerkte ich, dass ich eigentlich ganz dankbar sein sollte. Dankbar dafür, dass ich gezwungen war langsam zu gehen. Wäre ich den ganzen Weg nur ohne Pausen durch gerannt, hätte mir das Ganze sicher nicht viel gebracht. Aber so machte ich die Pausen, ich genoss die Landschaft, ich gönnte mir ein gemütliches Frühstück, eine Cola auf dem Weg. Es war kein reines Leiden mehr. Auch wenn da trotzdem noch Schmerzen waren.
Immer mehr versuchte ich trotz allem einfach positiv zu sein. Schlussendlich beschloss ich dann für mich, dass die Schmerzen in zwei Tagen weg sein würden. Und glaubte daran. Das gab mir Kraft. Kraft, die ich dringend brauchte.

Tag 6: Villafranca del Bierzo – La Faba (22,9km)

„Die Freude darüber, dass ich endlich angekommen war. Nicht am Ziel. Am Weg.“

jakobsweg villafranca del bierzo jakobsmuschel brücke spanien

Mit einem positiven Gefühl startete ich in den Tag. Die Strecke war dieses Mal zwar nicht so schön, aber ich hatte zumindest nicht schon am Morgen Angst ich könnte den Weg aufgrund der Schmerzen nicht schaffen. Das letzte Stück war dann im Wald und es ging ziemlich steil bergauf. Bergauf kann ich gut, bemerkte ich in diesem Moment. Und zum ersten Mal seit zwei Tagen überholte ich doch tatsächlich mühelos andere Leute.
In der Herberge bekam ich glücklicherweise das letzte freie Bett und auf die Frage nach der Teilnahme am Gemeinschafts-Essen beantwortete ich sofort mit „JA!“.
Schon vor dem Essen überkam mich dann diese große Freude. Die Freude darüber, dass ich da war. Die Freude darüber, dass ich endlich angekommen war. Nicht am Ziel. Am Weg. Und die Freude darüber, dass ich mir sicher war, dass ich alles, wirklich alles, schaffen konnte.
Das 3-Gänge-Menü inklusive Wein war fantastisch und auch die Gesellschaft wieder toll. Man trifft hier so viele wunderbare Menschen und es herrscht einfach eine ganz eigene Atmosphäre, in der jeder mit jedem so umgeht, wie es eigentlich immer und überall passieren sollte. Es gibt hier keine komischen Fremden. Jeder ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Wegbegleiter.
Wir saßen dann danach auch noch länger draußen und genossen den Abend mit leckerem Wein. Ich konnte in dem 10-Bett-Zimmer zwar wieder nicht schlafen. Aber ich war glücklich. Und zum ersten Mal wusste ich auch ganz sicher: „Das hier, diese Reise, ist das Allerbeste, was du zum jetzigen Zeitpunkt machen hättest können!“

VA

Von Cairns nach Sydney – Der Guide für die Ostküste Australiens

Australien. Ein absolutes Traumziel. Gerade weil es so weit weg ist, reizt es viele von uns sehr, zumindest einmal im Leben nach Down Under zu reisen und die atemberaubenden Strände nicht nur immer auf Fotos zu sehen.
Letzten November ging es für mich los, wobei es nicht mein erstes Mal in Australien war. Damals war ich jedoch erst 15, es waren nur drei Wochen und bis auf Sydney und noch ein paar kleinere Orte in der Umgebung bekam ich nicht viel zu Gesicht. Deshalb war für mich schon lange klar: Ich muss wieder hin. Unbedingt.

Die Anreise
Um Geld zu sparen, fiel die Wahl für den „Hauptflug“ auf Air China. 800€ für München -> Sydney und zurück inklusive Reiserücktrittsversicherung. Ein sehr fairer Preis. Dafür kann man sich aber sicher sein: You get what you pay for.
Als ich, um den Beginn der Reise zu feiern, gleich einmal Wodka-Orange bestellen wollte, sah man mich nur blöd an. ‚Bier oder Wein!‘, war die Antwort. ‚Dann halt doch ein prickelndes Wasser, bitte.‘ ‚Nein, wir haben nur stilles Wasser!‘, die Erwiderung der Flugbegleiterin.
Generell sah man während des gesamten Fluges niemanden vom Personal auch nur ein einziges Mal lächeln und beim Essen war das Beste eindeutig das Brötchen mit der Butter. Besonders amüsant fand ich, dass wir einmal zu Mittag die Wahl zwischen Meeresfrüchten mit Nudeln und Beef mit Reis hatten. Am Abend gab es dann entweder Beef mit Nudeln oder Meeresfrüchte mit Reis.
Die Bildschirme mit dem Unterhaltungsprogramm waren furchtbar veraltet und machten mich mit ihrem Joystick, der nur jeden 5. Klick erkannte, wahnsinnig.
Solange ich sicher von A nach B komme und dafür auch noch einen super Preis bezahle, kann ich aber über diese Mängel hinwegsehen. Was jedoch dann nicht mehr ganz so lustig war: die E-Mail 3 Wochen vor dem Rückflug. Aus: Sydney -> Shanghai, 4 Stunden Aufenthalt, Shanghai -> München wurde: Sydney -> Shanghai, 12 Stunden Aufenthalt, Shanghai -> Frankfurt, 4 Stunden Aufenthalt, Frankfurt -> München (35 min Flug).
Aber wie gesagt, wenn einem das Sparen wichtig ist, ist Air China sicher eine super Option (direkt über deren Seite buchbar). Wer jedoch mehr Budget hat und ein paar Nerven sparen will – lieber Alternativen in Betracht ziehen.

Unterwegs in Australien – Der Greyhound Bus
Auto, Camper oder Bus? Die Frage, die sich wohl viele stellen, wenn sie die Reise entlang der Ostküste Australiens planen. Da ich sehr schnell die Vorteile von Airbnb erkannte (hier nachlesen), konnte ich den Camper gleich einmal ausschließen.
Mein Cousin empfahl mir dann den Greyhound Bus und nach einer kleinen Recherche war die Entscheidung schnell gefällt. Ich fahre im Prinzip nicht ungern Auto, jedoch finde ich es auf jeden Fall entspannter nicht selbst stundenlang am Steuer sitzen zu müssen. Lieber genieße ich die Aussicht, schreibe, lese oder mache für ein paar Minuten die Augen zu. Zudem muss man sich keine Sorgen darüber machen, dass dem Leih-Wagen irgendetwas passieren könnte. Die lästige Parkplatzsuche fällt ebenso weg.
Das Ticket von Cairns nach Sydney im Hop-on-Hop-off-Stil hat 305€ gekostet. Das günstigste Auto welches ich damals gefunden habe um die 900€ für ca. einen Monat – der Tank kommt dann aber noch dazu. Mit dem Greyhound Ticket könnte man außerdem sogar noch länger reisen, solange man nur in eine Richtung unterwegs ist.
Selbstverständlich hat ein Bus auch seine Nachteile. Man ist um einiges weniger flexibel. Der Greyhound hält nämlich in den wichtigsten Orten, bleibt aber zwischendurch nicht stehen. Will man also einen bestimmten Spot zwischen dem einen und dem anderen Ort sehen, wird es relativ schwierig. Zudem fährt der Bus eine bestimmte Strecke nur ca. zwei Mal pro Tag. Aus diesem Grund, und weil die Busse meist doch ziemlich voll sind, muss man die Strecken immer bereits im Vorfeld buchen. Man kann die Buchung zwar noch ändern, jedoch muss man auf jeden Fall mehr planen, als dies mit dem Auto der Fall wäre.
Im Greyhound gibt es gratis WLAN. Dass dieses -wie viele sagen- nie funktioniert stimmt nicht ganz. Es kommt nämlich definitiv auf die Fahrt an. Manchmal hatte man nicht einmal eine Chance sich einzuloggen, manchmal funktionierte es jedoch ziemlich gut. An jedem Platz gibt es zudem die Möglichkeit das Handy zu laden. Die Sitze sind recht bequem und auch die 14-Stunden Fahrt über Nacht fand ich im Bus eigentlich ganz in Ordnung. Was mich gestört hat war, dass sie es mit der Klimaanlage meistens ziemlich übertrieben haben und es bei längeren Fahrten im Bus extrem kalt geworden ist. Ich würde im Greyhound also nie mit kurzer Hose sitzen – egal wie warm es draußen gerade ist.
Ich persönlich fand den Greyhound Bus eine gute Entscheidung. Das einzige große Manko war, dass ich dadurch hin und wieder auf Stopps verzichten musste, die ich mit dem Auto bestimmt eingelegt hätte.

australien greyhound bus

Halt #1: Cairns

Nach einem Abstecher nach Neuseeland (hier nachlesen) die Landung in Cairns. Es war spät am Abend und die Hitze des Tages trotzdem noch deutlich spürbar. Tropisch und eindeutig ein harter Kontrast zu Neuseeland, wo der Sommer noch nicht wirklich angekommen war. Am nächsten Tag dann die Erkenntnis, dass die Hitze untertags auf offener Straße beinahe unerträglich ist und man auch nicht wirklich vielen Leuten begegnet. Zudem erfuhren wir bald, dass gerade „Stinger Season“ war. Hätte man ruhig früher schon recherchieren können, dann wäre man nicht enttäuscht gewesen, dass baden an sämtlichen Stränden absolut nicht in Frage kam. Wenn dann nur in einem Stingersuit oder einem abgesperrten Bereich im Meer in welchem ein Netz gespannt war. Jedoch selbst dann war der Schutz vor giftigen Quallen nicht zu 100% gegeben.

Cape Tribulation (Daintree Rainforest, Port Douglas & 4 Mile Beach)
Wie bereits erwähnt – der größte Nachteil wenn man kein Auto hat ist: Wie kommt man an Orte, die abseits der Route liegen?
Diese Tatsache brachte mich schon beim ersten Halt der Ostküsten-Reise beinahe zum Verzweifeln. Ich wollte so gerne in den Daintree Rainforest und zum Cape Tribulation fahren, dafür aber nicht unbedingt eine dieser überteuerten Touri-Touren buchen.
Wie der Zufall es so wollte, schrieb genau an diesem Abend ein Typ in die Backpacker Australien Facebook-Gruppe, er würde am nächsten Tag zum Cape Tribulation fahren und sich über eine Begleitperson freuen.
Am nächsten Tag also die Fahrt zum Cape Tribulation. Die Strände und der Regenwald dort sind wirklich beeindruckend. Wer jedoch vor Ort irgendeine Krokodil-Bootstour oder ähnliches machen möchte, sollte dies früh genug buchen. Für uns blieb es dann beim Bestaunen der Strände (kein baden weil Krokodil-Gefahr) und einem Spaziergang durch den Regenwald mit einem Abstecher zu einem kleinen Badetümpel.
Hinweis: Für die kleine Daintree River Ferry 26$ einplanen.

Auf dem Weg zurück legten wir noch einen Halt in Port Douglas ein. Ein wirklich schöner kleiner Ort mit dem 4 Mile Beach, welcher super zum Baden wäre – gäbe es da nicht die Quallen.
Meine Mum meinte dann im Nachhinein ich solle doch bitte nicht einfach zu irgendwelchen fremden Männern ins Auto steigen, generell sind Facebook-Gruppen jedoch sicher eine tolle Möglichkeit, um andere Reisende kennenzulernen und Mitfahrgelegenheiten zu finden.

australien cape tribulation australien cape tribulation australien cape tribulation australien cape tribulation

The Great Barrier Reef
Wir hatten einen Kontakt zu Vorarlbergern erhalten, die vor vielen Jahren ausgewandert waren und nun bei Deep Sea Divers Den arbeiten. Aus diesem Grund statteten wir der Tauchschule gleich am ersten Tag einen Besuch ab und kurze Zeit später hatten wir dann auch schon unseren Tagesausflug zum Great Barrier Reef gebucht.
Ich habe natürlich keinen Vergleich wie andere Anbieter so sind, jedoch war ich mit Deep Sea Divers Den auf jeden Fall zufrieden. Man hatte von Anfang an das Gefühl, dass alles sehr gut organisiert war und dass das Personal sich gut auskannte. Wir blieben an zwei unterschiedlichen Spots im Great Barrier Reef stehen, um zu tauchen/schnorcheln. Ein gutes Buffet zu Mittag war auch inklusive.
Ich war bisher erst einmal in meinem Leben schnorcheln. Das war mit 13 bei den Florida Keys. Jedoch konnte ich mich nicht mehr wirklich daran erinnern und es war selbstverständlich nicht vergleichbar mit dem Great Barrier Reef. Auch wenn es traurigerweise wirklich nicht mehr so bunt ist, wie man es noch von Bildern kennt und sich das immer vorstellt, so war es für mich doch unfassbar beeindruckend diese Unterwasserwelt 1 Stunde vom Festland entfernt so nah beobachten zu können.
Tipp: Auch wenn du noch nie seekrank warst, sicherheitshalber auf jeden Fall Kwells in der Apotheke holen und ca. eine halbe Stunde vor Abreise zu dir nehmen.
Deep Sea Divers Den: 319 Draper St, Parramatta Park QLD 4870, Australien

australien great barrier beef

Cairns Central – Shopping Center
Normalerweise bin ich absolut kein Fan davon auf Reisen Zeit in einem riesigen Shopping Center zu verschwenden. Uns fehlten jedoch noch ein paar Dinge, die wir besorgen mussten und zudem kann es eine unglaubliche Erleichterung sein, an einem so heißen Tag ein klimatisiertes Gebäude zu betreten. Aus gutem Grund waren dort drinnen mehr Leute als auf der Straße.
Cairns Central, 1 – 21 McLeod St, Cairns City QLD 4870, Australien

Cairns Esplanade Swimming Lagoon
Eine weitere, spaßigere Möglichkeit sich abzukühlen ist die Cairns Esplanade Swimming Lagoon. Quasi ein gratis Freibad an der Esplanade. Ganz ohne Quallen und Krokodile.
52-54 The Esplanade, Cairns City QLD 4870, Australien

australien cairns
Kuranda Scenic Railway

Lange habe ich mir überlegt, ob es sich lohnt mit der alten Eisenbahn in das kleine Dorf Kuranda zu fahren. Manche meinten ja, andere wiederum beschrieben Kuranda als übertrieben touristisch. Die Ticketpreise sind auch nicht ohne und an dem Tag an dem ich beschloss die Tour trotzdem zu machen, gab es dann keine freien Plätze mehr. Sollte so sein, dachte ich mir und ich habe bis heute nicht das Gefühl, dass ich sonderlich etwas verpasst habe. Wer Zeit und Geld dafür hat, kann es sich vielleicht trotzdem überlegen.
126-144 Bunda St, Cairns City QLD 4870, Australien

Nicht weit von Cairns entfernt findet man zudem noch die Josephine Falls, die Millaa Millaa Falls und die Babinda Boulders. Wäre ich nicht mit dem Greyhound Bus unterwegs gewesen und hätte ich die Möglichkeit gehabt, hätte ich mir diese drei Naturphänomene auf keinen Fall entgehen lassen.

Halt #2: Mission Beach

Nach Cairns folgte eine Nacht in Mission Beach. Es war mir bewusst, dass es kleiner Ort war. Es stellte sich jedoch heraus, dass es ein sehr, sehr kleiner Ort war, der im Zentrum nur aus ein paar Cafés bestand. Das Beste was man in Mission Beach machen kann ist definitiv ein langer Strandspaziergang. Auch ist es ein Skydive-Hotspot mit Landung am Strand. Wenn ich zu diesem Zeitpunkt schon gewusst hätte, dass ich einmal aus einem Flugzeug springen möchte, hätte ich es wahrscheinlich dort gemacht.

australien mission beach

The Shrub
Das The Shrub war eine Empfehlung unseres Airbnb-Hosts und ist auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn man in Mission Beach ist. Es befindet sich nur ein paar Meter vom Strand entfernt, ist ziemlich easy going und auf junge Leute ausgerichtet. Mit regelmäßig Live Music, Billard-Wettbewerben und der Backpacker-Night hat es immer etwas zu bieten.
44 Marine Parade, Mission Beach 4852, QLD, Australien

Halt #3: Townsville

Strand Night Markets
Von Mai bis Dezember gibt es jeden ersten Freitag im Monat in Townsville den Strand Night Market, über welchen wir eigentlich eher zufällig gestolpert sind. Auf einer großen Wiese präsentieren unterschiedliche Aussteller ihre Werke und auch für das leibliche wohl wird mit Food-Trucks gesorgt. Besonders weil es am Abend stattfindet, herrscht dort eine wirklich tolle Atmosphäre.
The Strand / Strand Park, Townsville

Castle Hill Lookout
Meiner Meinung nach ein Must do, wenn man in Townsville ist. Wenn es unbedingt sein muss, dann mit dem Auto, aber besser fühlt man sich auf jeden Fall, wenn man es zu Fuß hinauf schafft. Dabei ist der Weg zwar nicht sonderlich weit und im Prinzip wäre es auch nur durchschnittlich anstrengend. Die Hitze ist im Sommer jedoch eine große Herausforderung. Der Airbnb-Host Ben empfahl uns deshalb ganz früh am Morgen loszustarten und den Sonnenaufgang zu genießen. Das passte nicht so ganz in unseren Plan, weshalb wir uns für die Sonnenuntergangs-Variante entschieden. Ben meinte dann wir wären verrückt zu dieser Zeit bei der Hitze hinauf zu wandern. Schlussendlich war es dann zwar hart und man will am Gipfel direkt die Icebucket-Challange starten, der wunderschöne Ausblick und der Anblick, wie die Sonne sich langsam über die Stadt legt sind jedoch Belohnung genug.

Australien Townsville Castle Hill Australien Townsville Castle Hill

Rockpool – The Strand
Auch in Townsville gibt es einen öffentlichen Pool, der mit Meerwasser gefüllt und regelmäßig gereinigt wird (jeden Mittwoch, deshalb dann geschlossen). Eine schöne Alternative zum Meer, wenn man keinen Stingersuit hat.
The Strand, Townsville

australien townsville rockpool

Magnetic Island
Ein Ticket für die Fähre nach Magnetic Island kostet hin- und retour um die 30$. Der Transfer dauert nur ca. 25 Minuten und die Fähren fahren regelmäßig den ganzen Tag über. Auf Magnetic Island gibt es unzählige Touren die man buchen kann, die jedoch natürlich alle seinen Preis haben. Wir sind es darum auf der Insel eher gemütlich angegangen. Mit dem öffentlichen Bus kommt man gut zu den wichtigsten Punkten. Es gibt sehr viele Wanderwege und wäre es an diesem Tag nicht so furchtbar heiß gewesen, hätten wir uns sicher auf den Weg gemacht, um vielleicht auch einen Koala in freier Wildbahn zu erleben (von denen es auf der Insel viele geben soll). Insgesamt fand ich Magnetic Island zwar sehr schön, würde es jedoch nicht als Must bezeichnen. Generell ist es sicher interessanter, wenn die Temperaturen angenehmer sind und man unterschiedliche Wanderrouten ausprobieren kann.

australien magnetic island

Halt #4: Airlie Beach

Whitsundays & Whitehaven Beach
Wer kennt sie nicht, die unbeschreiblich schönen Fotos vom Whitehaven Beach? Alleine schon wegen diesen, beschließen viele sich auf den Weg nach Australien zu machen. Daher ist eine Whitsundays Segel-Tour auf jeden Fall Pflicht! Ob ein- oder mehrtägig muss dabei jeder für sich entscheiden und ist natürlich auch eine Frage des Geldes. Ich persönlich fand den eintägigen Trip schon wirklich toll. Wir waren mit Cruise Whitsundays auf dem  Segel-Katamaran Camira unterwegs. Getränke (auch Bier, Sekt und Wein) und Essen waren inklusive. Wir legten wieder einen Stopp zum Schnorcheln ein und hatten auch am Whitehaven Beach genügend Zeit. Der Strand ist wirklich außergewöhnlich schön und es ist faszinierend, dass der Sand -egal wie sehr die Sonne darauf brennt- einfach nicht heißt wird. Ich hätte ewig in meinem Stingersuit im Meer an diesem Strand sitzen können.
Hinweis: Nicht bei jeder Tour ist auch der Aussichtspunkt (welcher von Postkarten etc. so bekannt ist) dabei. Dieser nennt sich Hill Inlet Lookout und wem es wichtig ist dort hinzukommen, der sollte sich im Vorfeld informieren, ob er auch wirklich mit dem Boot angefahren wird.

australien whitsundays whitehaven beach australien whitsundays whitehaven beach

Skydive
In Airlie Beach (bzw. in der Nähe davon), habe ich dann meinen Skydive gemacht. Eine unglaubliche Erfahrung, über die ich jedoch schon ausführlicher geschrieben habe (hier nachlesen).

Halt #5: Hervey Bay

Fraser Island
Hervey Bay hat an sich nicht sonderlich viel zu bieten, ist jedoch neben Rainbow Beach einer der Orte um eine Fraser Island Tour zu starten. Auch auf jeden Fall ein Muss, wenn man an der Ostküste Australiens unterwegs ist. Ich habe über Fraser Free die eintägige Explorer Premium Tour gebucht und war sehr zufrieden damit. Der Guide war unglaublich sympathisch und wusste über alles Bescheid. Zudem legten wir alle wichtigen Stopps ein und es war ein sehr intensiver und abwechslungsreicher Tag. Am meisten hat mich jedoch sowieso die Natur an sich fasziniert. Dass eine gesamte Insel einfach nur aus Sand bestehen kann, dass sogar sämtliche Straßen aus Sand sind und es mehrere natürliche Süßwasserseen auf Sanddünen gibt, ist einfach nur unglaublich. Einen Baby-Dingo habe ich auch gesehen – von dem niedlichen Aussehen der Tiere sollte man sich jedoch nicht blenden lassen und auf jeden Fall Abstand bewahren.

australien fraser island australien fraser island australien fraser island australien fraser island

Halt #6: Rainbow Beach

Carlo Sandblow
Der eine Tag in Rainbow Beach wurde ausgenutzt, um einen kleinen Spaziergang zum Carlo Sandblow zu machen. Wieder einmal ein Ort, um einfach nur über die Natur zu staunen. Eine riesige Sanddüne -auf der einen Seite der Blick aufs Meer, auf der anderen ins Landesinnere. Der Wind wirbelt den Sand auf, verwuschelt die Haare. Dort herumzurennen war ein wirklich befreiendes Gefühl.
Hinweis: Besonders schön, wenn man sich gleich auch noch den Sonnenuntergang ansieht.

australien carlo sandblow australien carlo sandblow

Halt #7: Maroochydore / Mooloolaba

Es stellte sich die Frage, wo ich an meinem Geburtstag sein wollte und was sich gerade gut mit den restlichen Destinationen verbinden ließ. Schlussendlich wurde mein Geburtstag in Maroochydore bzw. Mooloolaba gefeiert. Bei diesem Stopp stieg sonst niemand aus dem Greyhound Bus aus und auch sonst wird in Backpacker-Kreisen eher selten darüber gesprochen. Es schien eher ein Urlaubsort für Australier zu sein. Die Strände sind jedoch der Wahnsinn und beim Spazieren an der Promenade entlang kommt richtiges Urlaubsfeeling auf. Ich habe den Halt auf keinen Fall bereut und wäre wohl alleine schon damit zufrieden gewesen, noch tagelang die unglaublichen Wellen an den mehr oder weniger leeren Stränden zu beobachten.

australien maroochydore meer

Karma Waters Restaurant
Wer auf das Budget achtet, sollte in Australien Restaurants eher meiden. Am Geburtstag darf es dann aber doch etwas Besonderes sein und die Wahl fiel auf das Karma Waters. Für alle, die sich etwas gönnen möchten -auf jeden Fall eine Empfehlung!
5 Venning St & The Esplanade, Mooloolaba QLD 4557, Australien

Halt #8: Brisbane

In Brisbane habe ich mich auf Anhieb wohl gefühlt. Ich habe keine Ahnung woran das genau lag, aber die Stadt hatte für mich einen ganz besonderen Charme.

australien brisbane

Jan Power’s Brisbane City Market
Ein schöner kleiner Foodmarket mit zum Teil auch Probier-Optionen. Jeden Mittwoch von 8am – 6pm.
Hinweis: Am Nachmittag, wenn der Markt langsam dem Ende zugeht, gibt es einige Sachen vergünstigt. Die Beeren z.B. wurden uns quasi hinterher geworfen.
George St (end of Queen Street Mall), Brisbane City QLD 4000, Australien

australien brisbane market
Mrs. Fields (Bakery – Cafe)
Mrs Fields ist eigentlich eine Kette und gibt es nicht nur in Brisbane. Hier sind wir jedoch zum ersten Mal darüber gestolpert und ich muss es einfach erwähnen, weil mir diese White Chocolate Macadamia Cookies und vor allem auch die Caramel Fudge Cookies danach tagelang nicht mehr aus dem Kopf gegangen sind und ich in Sydney und Melbourne gleich wieder zum nächsten Mrs. Fields gerannt bin. Klingt bescheuert, aber wenn es um Cookies geht scherze ich nicht. Also nicht hinterfragen, sondern einfach probieren!
Shop 106, Myer Shopping Centre, Elizabeth Street, Brisbane City

CityHopper / CityCat
Auf dem Brisbane River fahren Fähren, mit welchen man gemütlich den Fluss überqueren kann, um auf die andere Seite der Stadt zu kommen. Der CityHopper ist kostenlos, fährt dafür aber langsamer und weniger Stationen an als der CityCat.

australien brisbane

State Liberary of Queensland
Wer Zeit hat, kann einen kleinen Abstecher in die State Liberary of Queensland machen. Im Prinzip ist es „nur“ eine Bücherei, der Ausblick auf die Stadt und den Fluss ist jedoch schon etwas Besonderes und eine Steckdose und WLAN können manchmal auch ganz nützlich sein.
Stanley Pl, South Brisbane QLD 4101, Australien

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GOMA – Gallery of Modern Art

Die Gallery of Modern Art ist kostenlos und wirklich sehr empfehlenswert. Keine klassische Gallerie, sondern wirklich sehr abwechslungsreich und kreativ gestaltet. Auch für Kinder ein Spaß!
Stanley Pl, South Brisbane QLD 4101, Australien

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Brisbane Greeters Tour
Ein Highlight in Brisbane war auf jeden Fall die kostenlose 4-stündige Tour, die wir mit Brisbane Greeters gemacht haben. (Meist pensionierte) Einheimische bringen dabei auf ehrenamtlicher Basis anderen Menschen die Stadt auf ihre Art und Weise näher. Wie gut die Tour ist, hängt selbstverständlich sicher immer von der Person ab, die sie macht. Unser Guide war jedoch eine außergewöhnlich tolle und motivierte Frau, die uns durch die gesamte Stadt führte und immer wieder Zusammenhänge zwischen ihrer eigenen Familiengeschichte und der Geschichte Brisbanes herstellte. Nach 4 Stunden zu Fuß in der Hitze, war unsere 5er-Gruppe erschöpfter als die Pensionistin, welche mit ihrem Elan wohl noch Stunden weitererzählen hätte können. Man spürte die Leidenschaft und ich würde die Tour auf jeden Fall wieder machen.
Kostenlos buchen bei: Visit Brisbane

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Red Cross Cafe & Shingle Inn
Auf unserer Greeters Tour wurden uns zwei Cafes in/neben der Brisbane City Hall gezeigt, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem beide einen ganz besonderen Charme haben.
Das vom roten Kreuz geführte Cafe mit einfacher Einrichtung, günstigen Preisen und einem Night Cafe Angebot für obdachlose Jugendliche und das historisch bedeutsame, prunkvoll eingerichtete Shingle Inn, in dem Küchlein auf einem Etagère serviert werden.

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South Bank Parklands

Einer der Gründe warum mir Brisbane so gefallen hat, waren bestimmt auch die South Bank Parklands. Es ist wunderschön hier entlang zu spazieren, in der Wiese ein Nickerchen zu machen oder in den öffentlichen Pools zu baden.

Mount Coot-tha Lookout
Mit dem 471er Bus kommt man von der Stadt direkt zum Mount Coot-tha Lookout. Selbstverständlich klappt das auch gemütlich mit dem Auto. Oben gibt es zwei Restaurants und eine Aussichtsplattform mit Blick über ganz Brisbane.

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Halt #9: Surfers Paradise

Von Surfers Paradise war ich persönlich nicht sonderlich begeistert. Klar, es gibt dort wieder einen schönen langen Sandstrand und unzählige Einkaufsmöglichkeiten, aber irgendwie ist das Ganze so unglaublich touristisch angelegt, dass es nach zwei Tagen auf jeden Fall auch schon wieder genug für mich war.

Skypoint Observation Desk
Auf Tripadvisor habe ich dann spontan doch noch etwas gefunden, das ich unbedingt machen wollte. Den Skypoint Climb am Q1 Tower. Geklappt hat das dann aber nicht ganz so wie ich wollte. Ich dachte nämlich, dass es beim Q1 Tower sowieso nur den Skypoint Climb gibt, sah dann vor Ort auch nur eine Kassa und war eh noch überrascht, dass der Preis mit 25$ zur Abwechslung einmal okay war. Voll auf das Abenteuer eingestellt, nun an der Spitze eines der höchsten Wohngebäude der Welt im Freien herumzuklettern, stieg ich in den Lift und fuhr nach oben. Alles was mich dort jedoch erwartete war eine 360° Panorama-Bar. Klar, die Aussicht war der Wahnsinn und ich bin froh, dass ich es gesehen habe. Wenn man jedoch etwas ganz anderes erwartet ist man dann doch ein wenig enttäuscht. Zudem sind 25$ für die Tatsache, dass man in maximal 10 Minuten alles gesehen hat doch wieder ganz schön viel. Vor allem wenn man alleine oben ist und nicht noch mehr Geld für einen Kaffee etc. ausgeben möchte. Hätte ich tatsächlich den Climb machen wollen, hätte es noch einmal 50$ zusätzlich gekostet. Außerdem war zu diesem Zeitpunkt für mich auch gar kein Platz mehr frei. Habt ihr also vor den Climb zu machen, solltet ihr euch auf jeden Fall früh genug informieren und einen Platz reservieren.
9 Hamilton Ave, Surfers Paradise QLD 4217, Australien

australien surfers paradise australien surfers paradise

Night Quarter
Nicht weit von Surfers Paradise in Helensvale gibt es einen ziemlich groß angelegten Night Market mit hauptsächlich Essen und auch Live Musik.
Jeden Freitag und Samstag von 4pm – 10pm. Eintritt: 3$.
1 Town Centre Dr, Helensvale QLD 4212, Australien

Halt #10: Byron Bay

Byron Bay ist das eigentliche Surfers Paradise und zudem auch ein Paradies für alle Chiller. In Byron Bay gelten eigene Regeln, viele spazieren Barfuß durch die Stadt und jeder scheint einfach nur gemütlich in den Tag hinein zu leben. So haben wir uns auch mit einer Kokosnuss an den Strand gelegt und dem Musikanten zugehört, der stundenlang gespielt hat. Entspannter geht es kaum.

australien byron bay beach australien byron bay beach

Cape Byron Walking Track
Was man sich in Byron Bay auch auf keinen Fall entgehen lassen sollte, ist der Spaziergang zum Leuchtturm. Ich habe generell in Australien diese Coastal Walks lieben gelernt. Man kommt oft aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, wenn sich an jeder Ecke eine neue atemberaubende Aussicht auftut. Auch die Liebe zu Leuchttürmen ist in Australien gereift. Somit war der Cape Byron Walking Track für mich also die perfekte Kombination und zudem hat man auf dem Weg auch gute Chancen Delphine zu sehen. Wir haben ein ganzes Rudel davon entdeckt.
Cape Byron State Conservation Area, Lighthouse Rd, Byron Bay NSW 2481, Australien

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Nimbin Tour
Von Byron Bay aus kann man von unterschiedlichen Anbietern eine Tour in das Nimbin Dorf buchen. Schlussendlich haben wir uns jedoch dagegen entschieden, da man einen ganzen Tag unterwegs ist, die Bewertungen nicht sonderlich gut waren und man scheinbar in Nimbin fehl am Platz ist, wenn man keine Lust auf kiffen hat. Wer nicht gleich eine Tour buchen will, sondern einfach nur einen Transport braucht, kann auch den Nimbin Shuttle nehmen.

Halt #11: Coffs Harbour

In Coffs Harbour hatten wir nur einen eintägigen Stopp. Ich war an diesem Tag zudem noch halb krank, weshalb ich nicht allzu viel machen wollte/konnte. Wir haben uns dann gemütlich die Stadt angesehen, waren mit unserem Airbnb Host im Pub Quiz und später noch im Kino. Die Strände in der Nähe sollen ganz toll sein und eine Attraktion ist auch der Big Banana Fun Park, welcher aber eher für Kinder geeignet sein soll.

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Halt #12: Port Macquarie

Port Macquarie ist wieder einer dieser typisch australischen Orte. Ich muss generell sagen, dass mich abgesehen von Sydney, Melbourne, Brisbane und Adelaide die Städte an sich nicht sonderlich überzeugt haben. Es sind immer mehr die Strände und das Drumherum für das es sich lohnt.

Tacking Point Lighthouse
Auch in Port Macquarie haben wir einen schönen Coastal Walk gemacht. Der Strand direkt vor unserer Wohnung war der wunderschöne, kleine Flynns Beach, bei dem es sich auf jeden Fall lohnt sich den Sonnenaufgang anzusehen und mit ein wenig Glück Delphinen ‚Guten Morgen‘ zurufen zu können. Vom Flynns Beach sind wir dann auf dem kleinen Weg der Küste entlang bis zum Tacking Point Lighthouse gegangen, von wo man wieder einmal einen wunderbaren Ausblick hat.
Lot 2 Lighthouse Road, Port Macquarie NSW 2444, Australien

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Kängurus beim The Retreat Village
Am letzten Tag in Port Macquarie machte unser Airbnb Host mit uns eine kleine Tour mit dem Auto und zeigte uns das beeindruckende Villenviertel. Außerdem meinte sie, sie kenne einen guten Ort, um Kängurus in freier Wildbahn zu erleben. Wir vermuteten, dass wir mit Glück vielleicht eines sehen würden und waren dann ganz überwältigt, dass sich am Rande des „Seniorendorfes“ gleich so viele Kängurus tummelten.
3 Lincoln Rd, Port Macquarie NSW 2444, Australien

australien kängurus australien kängurus

Koala Hospital
Auch Koalas bekommt man in Port Macquarie zu Gesicht. Wenn man Glück hat, laufen sie sogar manchmal einfach direkt vor einem über die Straße. Wir haben sie jedoch leider nur im kleinen Koala Hospital gesehen.
Lord St, Port Macquarie NSW 2444, Australien

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Poco Loco (Mexican Restaurant)
Da Weihnachten war, machten wir essenstechnisch wieder eine Ausnahme und suchten uns ein Restaurant in der Nähe unserer Unterkunft. Ich liebe mexikanisch und fand im Poco Loco sowohl die Nachos zur Vorspeise als auch die mexikanische Pizza zur Hauptspeise unglaublich lecker. Die Bedienung war zudem super nett.
53 Pacific Dr, Port Macquarie NSW 2444, Australien

Flynns Book Cafe
Ebenfalls in der Nähe unserer Unterkunft sind wir zufällig auf Flynns Book Cafe gestoßen. Eine kleine Bücherei mit Second Hand Books, welche gleichzeitig ein Café ist. Wirklich äußerst charmant, vor allem für LiteraturliebhaberInnen.
1/4 Flynn St, Port Macquarie NSW 2444, Australien

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Halt #13: Newcastle

Auch in Newcastle sollte man nicht zu viel Zeit in der Stadt selbst verschwenden, sondern sich lieber auf die Küste fokussieren.

Newcastle Memorial Walk
Was man auf jeden Fall machen sollte ist der Memorial Walk mit großartigem Ausblick. In der Nacht ist dieser außerdem beleuchtet, was noch einmal eine ganz besondere Atmosphäre schafft.
24 Memorial Dr, The Hill NSW 2300, Australien

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Newcastle Ocean Baths / Merewether Ocean Baths
Trotz der unerträglichen Temperaturen sind wir gefühlt die gesamte Küste von Newcastle entlang spaziert. Abkühlung kann man sich in einem der mit Meerwasser gefüllten Pools verschaffen.
Newcastle Ocean Baths: Shortland Esplanade, Newcastle East NSW 2300, Australien
Merewether Ocean Baths: 5 Henderson Parade, Merewether NSW 2291, Australien

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Six Degrees – Drinks an der Waterfront
Nach einem langen Spaziergang an der Sonne haben wir den Tag mit kühlen Drinks am kleinen Hafen ausklingen lassen.
150 Wharf Rd, Newcastle NSW 2300, Australien

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Halt #14: Sydney

Unsere Reise entlang der Ostküste endete in Sydney. Da dieser Beitrag jedoch sowieso schon sehr umfangreich ist, werde ich die Sydney-Tipps in einen eigenen packen.

Abschließend noch ganz wichtig: Esst euch wenn ihr in Australien seid unbedingt durch das Tim Tam Sortiment (die besten Kekse) und gönnt euch so viele Milky Bars mit gerösteten Coconut Flakes wie ihr könnt! Kein Scherz.

Die Route im Überblick:

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Für alle, die das Ganze jetzt noch im Schnelldurchlauf in bewegten Bildern sehen möchten:

Hotel Zürserhof – Wohlfühlen & Luxus am Arlberg

Ich bin Genießerin. In jeder Hinsicht. Ich liebe gutes Essen. Essen, bei dem man sich fragt, wie man je ohne diesen Geschmack im Mund leben hat können. Ich liebe warmes Wasser auf meiner Haut, vor allem wenn es sprudelt. Ich sauge gerne bewusst jeden Sonnenstrahl einzeln auf und wenn ich eine schöne Landschaft sehe, kann ich mich oft gar nicht mehr davon losreißen.
Ich bin Genießerin. In jeder Hinsicht. Und selten konnte ich rundum so sehr genießen wie im Hotel Zürserhof ***** am Arlberg, in welches ich für drei Nächte eingeladen wurde.

Das Zimmer

Wir fuhren durch Zürs und ich war schon ganz gespannt, wann ich das Hotel sehen würde. Tatsächlich kann man kaum daran vorbei fahren, denn das riesige Gebäude ist wirklich eine besondere Erscheinung. Innen ist es sehr traditionell eingerichtet und auch das Personal ist in Tracht gekleidet. Unser Zimmer bestand aus einem Schlafzimmer, einem begehbaren Kleiderschrank, einem Bad mit WC, einem separaten WC und einem Wohnzimmer mit Büro-Nische. Außerdem war es mit zwei Fernseher, einer Garderobe und einer Minibar ausgestattet. Als wir ankamen lagen das Wochenprogramm und die Spa-Taschen bereit und auch Schokolade und Früchte lagen auf dem Tisch. Zudem wurde das Zimmer nicht nur morgens zurechtgemacht. Jedes Mal nach dem Abendessen kamen wir in ein ordentliches Zimmer mit gedimmtem Licht und aufgeschlagenen Bettdecken und auch im Bad waren die kleinen Handtücher auf dem Boden zurechtgelegt worden.

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Der Service

Sämtliches Personal war stets überaus aufmerksam. Es war für uns ungewohnt, dass wir unser Gepäck nicht selbst ins Zimmer bringen „durften“ und uns wirklich um nichts zu kümmern brauchten. Wenn das Glas halbleer ist, wird es direkt wieder aufgefüllt und am Gang wird man immer sehr freundlich von sämtlichen MitarbeiterInnen begrüßt.
Beim Essen waren die Damen und Herren jeweils nur für wenige Tische zuständig, was es ihnen ermöglichte stets sehr aufmerksam zu sein. Unfreundlichkeit, wie man sie an anderen Orten nicht selten erlebt, gibt es hier nicht. Ebenso gibt es im Prinzip nichts, was sie dir nicht versuchen zu ermöglichen. Keine der Hauptspeisen spricht dich an? Kein Problem, auch ein Club-Sandwich kann serviert werden.
Außerdem muss hervorgehoben werden, dass sich die Gastgeberfamilie Skardarasy nicht irgendwo verkriecht, sondern sich immer wieder unter die Gäste mischt und sich somit auch persönlich versichert, dass jeder rundum zufrieden ist.

Das Essen

Ein Besuch im Hotel Zürserhof ist alleine schon wegen dem Essen ein ganz besonderes Erlebnis.
Zum Frühstück gab es ein sehr vielfältiges Buffet, bei dem keine Wünsche offen blieben. Alleine schon die Auswahl an verschiedenen Sorten von frischen Säften war beeindruckend. Außerdem war es auch kein Problem Zusätzliches zum Buffet zu bestellen, z.B. Waffeln mit Zimt und Zucker.

Nach dem Frühstück waren wir so satt, dass es uns wirklich schwer fiel, zu Mittag schon wieder zu essen. Wenn das Essen jedoch bei wunderbarem Wetter auf der Sonnenterrasse serviert wird und bereits auf der Menükarte viel zu verlockend klingt, dann darf man sich dies auf keinen Fall entgehen lassen. Beide Male gab es ein Salat- und ein Vorspeisenbuffet von dem man sich bedienen konnte, bevor es mit dem eigentlichen Menü losging. Es folgte eine Suppe, eine Hauptspeise und eine Nachspeise. Alles liebevoll serviert und geschmacklich wirklich hervorragend.

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Dem Abendessen ging ein Aperitif an der Hotelbar mit Live Piano Musik voran. Schön gekleidet an einem Aperol-Spritz nippen, ein paar Cashewnüsse naschen und dabei dem Man am Klavier zuhören. Es gibt wohl keine bessere Einstimmung auf ein feines Abendessen.
Auch abends gab es ein Vorspeisenbuffet. Danach konnte noch eine zusätzliche Vorspeise vom Menü gewählt werden, darauf folgten die Suppe und die Hauptspeise. Bevor die Nachspeise serviert wurde, konnte man sich noch am großen Käse-Buffet bedienen. Für mich persönlich der Himmel auf Erden. Diese Auswahl ließ mein Herz schneller schlagen und wenn das andere Essen nicht auch so köstlich geschmeckt hätte, wäre ich wohl den ganzen Abend nur beim Käse-Buffet geblieben.
Am Abend gibt es außerdem mehrmals wöchentlich Themenabende. So zum Beispiel das Heurigen-Buffet, welches während unserem Aufenthalt auf dem Programm stand. Dabei fand ich vor allem die Vorspeisen-Auswahl an diesem Abend wirklich lecker, jedoch auch mit Sauerkraut und Kässpätzle kann man mich immer glücklich machen.

Alles in allem habe ich bestimmt noch nie drei Tage lang durchgehend so gut gegessen. Ich war fasziniert wie praktisch alles viel besser schmeckte als ich es gewohnt war. Sogar einfache Gerichte wie der Thunfisch-Salat vom Buffet. Besonders auch der Mozzarella war wirklich mit Abstand der Beste, den wir je irgendwo gegessen haben.

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Der Sport

Sport kommt im Hotel Zürserhof definitiv nicht zu kurz. Die Nähe zur Skipiste ist der erste große Pluspunkt für SportlerInnen. Im hoteleigenen Skistall gibt es für jedes Zimmer einen eigenen Abstellplatz. Von dort sind es nur noch einige Meter zu Fuß, bevor die Skier angeschnallt werden können und die erste kleine Piste zum nächsten Sessellift führt. Wer den Arlberg kennt weiß, dass das SkifahrerInnen-Herz hier definitiv glücklich wird und theoretisch kann man den ganzen Tag durchgehend fahren und muss dabei keine Piste zwei Mal sehen.
Vom Skigebiet kann man dann auch direkt zur Sonnenterrasse des Hotels fahren. Zum Mittagessen können hier die Skier abgestellt werden und wer mag, kann danach direkt wieder losstarten.
Beim Skifahren war ich größtenteils alleine unterwegs, da mein Freund nicht gerade der größte Skifahrer ist. Es hat jedoch trotzdem Spaß gemacht, das Wetter hätte nicht traumhafter sein können und bis Mittag war der Schnee auch noch sehr gut zum Fahren. Ich ging also so früh wie möglich auf die Piste, um den Schnee noch auszunutzen, danach ein feines Mittagessen auf der Terrasse zu genießen und am Nachmittag den Spa nicht zu kurz kommen zu lassen. Klingt nach einem perfekten Tag. War es auch!
Neben dem Skifahren kann man sich im Hotel Zürserhof jedoch auch anderweitig austoben. So zum Beispiel im eigenen Fitnessraum, während den Fitness-Stunden mit einem Trainer, in der Tennishalle oder einfach beim Tischtennis.

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Der Spa-Bereich

Ein weiteres Highlight im Hotel Zürserhof ist auf jeden Fall der großen Spa- und Wellness-Bereich. Dabei gibt es den Family-Spa für Kinder bzw. Familien und den modernen Aureus-Spa für alle ab 16 Jahren.

Besonders den Aureus-Spa haben wir uns genauer angesehen und darin ein paar wunderbare Stunden verbracht. Nachdem wir eine kleine Führung bekommen hatten, zog es uns gleich in den Infinity Pool, welchen wir glücklicherweise auch ganz für uns allein hatten. Mit Blick auf den Schnee und vorbei fahrende SkifahrerInnen lässt es sich hier wunderbar entspannen. Eine sehr angenehme Wassertemperatur und die Whirlpool-Funktion brachten mich zum Strahlen und ich wollte den Pool gar nicht mehr verlassen.

Weiter ging es dann in die wunderschöne Panorama Lounge. Hier gibt es auf Wasserbetten und Liegen genügend Platz zum Entspannen, Lesen oder gar um kurz ein Nickerchen zu machen.
Im Aureus-Spa gibt es außerdem: Aromadampfbad, Finnische Sauna, Biosauna, Infrarotkabinen, Kaltwassertauchbecken, Kräuterfrischlufthof, Wasserfallgrotte, Kneipprondell und einen Lady-Spa mit eigenem Saunabereich. Zudem ist auch für das leibliche Wohl gesorgt, denn es stehen Wasser und (getrocknete) Früchte bereit. Man kann sich hier also durchaus länger die Zeit vertreiben.

Ein ganz besonderes Erlebnis war für uns dann am zweiten Nachmittag das Hamam, die Aromaölmassage und die Zeit die wir im Private Spa verbringen durften.

Wir konnten uns im Vorfeld unter ‚Hamam‘ nicht wirklich viel vorstellen und ließen uns einfach überraschen. Nur mit einem gewöhnungsbedürftiger „Einweg-Tanga“ bekleidet, wurden wir in den Hamam-Raum geführt und gebeten uns auf einen großen flachen Stein in der Mitte zu legen. Der Stein war bereits ein wenig ölig und es fühlte sich trotz der Härte ganz angenehm an darauf zu liegen. Während der weiteren Prozedur hielt ich die Augen geschlossen, um bestmöglich genießen zu können. Mehrere Male rann warmes Wasser über mich, danach hörte ich ein Geräusch, bevor ich spürte wie zart Schaum auf meinen Körper getupft wurde. Mit einem Schwamm wurde dann zuerst die Rückseite und danach die Vorderseite des Körpers massiert. Zwischendurch und danach rann wieder warmes Wasser über mich.
Ich fühlte mich ein wenig wie ein gestrandeter Fisch und gleichzeitig wie ein Neugeborenes. Denn auf der einen Seite lag man so ausgeliefert nackt und nass auf diesem harten Stein, auf der anderen Seite fühlte es sich jedoch so belebend und wohltuend an.
Später informierte ich mich ein wenig über Hamam, um das was ich hörte und fühlte zuordnen zu können. Das Geräusch war scheinbar ein Baumwollbeutel, welcher zuerst eingeseift und dann durch Schwenken mit Luft gefüllt wird. Der Schaum wird dann aus dem Gewebe des Beutels auf den Körper gestreift.

Mit einem sehr guten Gefühl schlüpften wir danach wieder in unsere Bademäntel und wurden zur nächsten Station begleitet. Hier bekamen wir noch eine angenehme Aromaöl-Massage und wurden danach mit Beeren-Smoothies, Obstkorb, Champagner, Nüssen, getrockneten Früchten und Tee überrascht. Eine ganze Stunde war der Private Spa dann noch für uns reserviert. Dieser besteht aus einem Bett zum Entspannen, einer Dusche, WC, Couch und Massageliegen sowie einer kleinen Sauna.

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Für alle, die das Ganze noch gerne in bewegten Bildern (auch von der Skipiste) sehen möchten, gibt es hier ein kurzes Video von meinem Aufenthalt im Zürserhof:

 

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal beim Hotel Zürserhof für die Einladung und die wunderschöne Zeit bedanken. In unserem Zimmer und generell im gesamten Hotel habe mich so wohl und zu Hause gefühlt, dass es mir schwer fiel, nach drei Nächten bereits wieder Abschied zu nehmen.

 

Hotel Zürserhof
Zürs 75
6763 Zürs

*Ein großes Dankeschön an das Hotel Zürserhof.

10 Wochen, 27 Wohnungen – Reisen mit Airbnb

Reisen kann teuer sein. Richtig teuer. Besonders in Ländern wie Australien und Neuseeland. Ich bin der Meinung, dass Geld in Reisen am allerbesten investiert ist. Trotzdem habe ich nach wie vor nur ein Studentenbudget, weshalb ich lieber länger reise und dafür weniger luxuriös, bevor ich nach einer Woche Pleite bin. Klar, wohne ich auch gerne halbwegs gut und will, dass es zumindest hygienisch ist. Genau dieser Schnittpunkt zwischen günstig und trotzdem richtig toll schafft Airbnb.
Wir waren zu zweit zehn Wochen in Australien und Neuseeland unterwegs und haben fast alle Unterkünfte über Airbnb gebucht. Während dieser Zeit waren wir in 27 unterschiedlichen Airbnb-Wohnungen. Bei 27 unterschiedlichen Hosts. Und eines weiß ich, ich würde es jederzeit wieder so machen!

Der Preis und Inklusivleistungen

Die Unterkünfte haben zwischen 25€-55€ pro Nacht gekostet. Das Ganze kann man dann aber noch durch zwei teilen, weil der Preis pro Zimmer gilt. Viele Backpacker zahlen in Hostels für Mehrbettzimmer zum Teil gleich viel und manche geben alleine für das Abstellen des Autos auf irgendeinem Campingplatz viel Geld aus und haben dort nichts außer einer Gemeinschaftsdusche und einem WC. Bei sehr vielen unserer Unterkünfte war im Preis sogar das Frühstück inklusive. Bei manchen ein richtig gutes! In Wellington wurden wir in ein Lokal zum Frühstück eingeladen und manche Hosts teilten ihren gesamten Kühlschrank nach dem Motto: Help yourself! Manchmal Netflix-Zugang, (bis auf drei Ausnahmen) immer Gratis WLAN, in einigen Wohnungen ein eigenes Bad und hin und wieder Extras wie einen Pool oder einen Tennisplatz sind weitere Vorteile.
Wenn du hier klickst, erhälst du außerdem für deine erste Reise einen Gutschein im Wert von 35€.

Die GastgeberInnen

Zwar lernt man in Hostels bestimmt mehr andere Reisende kennen. Jedoch hauptsächlich deutsche Backpacker. Das ist für manche vielleicht etwas Positives und für Alleinreisende sicher ein großer Vorteil. Ich persönlich mag es jedoch gar nicht, in einem fremden Land mit jedem Deutsch reden und mich nicht wirklich auf die dortige Kultur und die Menschen einlassen zu können. Airbnb Hosts sind Einheimische. Dies bringt mit sich, dass sie sich in ihrer Gegend super auskennen. Nicht selten haben wir tolle Tipps bekommen, auf die wir sonst vielleicht nie gekommen wären. Zudem konnte man sich logischerweise auf Englisch unterhalten und bekam den richtig australischen/neuseeländischen Lifestyle auch ganz anders mit. Man wohnt wie die Einheimischen. Bei und mit den Einheimischen. Ganz authentisch.
Wenn man Glück hat, landet man außerdem bei sehr liebenswürdigen Menschen.
Wie der eine junge Mann, der uns mit seinem Auto von A nach B brachte, der mit meinem Freund squashen ging und der uns gleich mit zum Pub Quiz im Ort nahm.
Wie die eine junge Frau, die uns von der Bushaltestelle abholte. Die uns zu Hause gleich drei verschiedene Biersorten anbot. Die uns mit zu ihren Freunden an den Strand nahm und uns wie selbstverständlich sehr persönliche Geschichten aus ihrem Leben erzählte.
Wie die eine ältere Frau, bei der wir Weihnachten verbrachten. Die uns am letzen Tag extra noch mit dem Auto herumkutschierte, damit wir nichts in der Gegend verpassen und ohne die wir bestimmt nie so viele Kängurus in freier Wildbahn gesehen hätten.
Wie der eine, der uns gleich auch noch ein Abendessen hingestellt hat. Geschmeckt hat es zwar nicht sonderlich, aber der Wille zählt. Sein Smoothie war dafür aber umso besser.
Wie das eine Paar, welches uns während des Erdbebens wie Familienmitglieder behandelt hat und uns zur Beruhigung warmen Bananenkuchen mit Vanilleeis serviert hat.

Die Schattenseiten

Obwohl ich alles in allem sehr begeistert bin von Airbnb, gab es auch ein paar wenige negative Erlebnisse:
– ein Bett voller Katzenhaare
– Kakerlaken, welche sich in Australien oft leider schwer vermeiden lassen
– eine Wohnung ohne eigenen Schlüssel und mit einer sehr seltsamen, unsympathischen Frau
– eine sehr schlechte Organisation seitens einer Gastgeberin wo zudem Frühstück und WLAN versprochen, aber tatsächlich nicht vorhanden waren
– drei Stornierungen – jedoch haben wir schnell Ersatz gefunden, weshalb es schlussendlich kein allzu großes Problem darstellte

Dies sind ganz ehrlich die einzigen Mankos, welche wir in 27 unterschiedlichen Airbnb-Unterkünften erlebt haben. Eine sehr akzeptable Bilanz, wie ich finde.
Zusammengefasst: Für mich persönlich ist Airbnb eine wunderbare Lösung. Auf jeden Fall mehr Luxus als Hostels oder Campingplätze, trotzdem viel günstiger als ein Hotel und auf jeden Fall eine ganz besondere Erfahrung. Vor allem weil ich persönlich es liebe neue Wohnungen kennen zu lernen und zu sehen wie andere Menschen leben.

Damit ihr einen Einblick bekommt, hier einige Unterkünfte, in welchen wir in Australien und Neuseeland übernachtet haben:

Sydney (Australien):

airbnb sydney

Wellington (Neuseeland):

airbnb wellington

Taupo (Neuseeland):

airbnb taupoairbnb taupo

Hamilton (Neuseeland):

airbnb hamilton

Cairns (Australien):

airbnb cairnsairbnb cairns

Airlie Beach (Australien):

airbnb airlie beachairbnb airlie beachairbnb airlie beach

Hervey Bay (Australien):

airbnb hervey bay

Sunshine Coast (Australien):

airbnb sunshine coast

Brisbane (Australien):

airbnb brisbaneairbnb brisbane

Surfers Paradise (Australien):

airbnb surfers paradiseairbnb surfers paradise

Byron Bay (Australien):

airbnb byron bay

Coffs Harbour (Australien):

airbnb coffs harbour

Port Macquarie (Australien):

airbnb port macquarie

Newcastle (Australien):

airbnb newcastle

Warrnambool (Australien):

airbnb warrnambool

Melbourne (Australien):

airbnb melbourneairbnb melbourne

(Ausblick von der Dachterrasse)

Australien und Neuseeland waren jedoch nicht meine ersten Erfahrungen mit Airbnb. Auch in London, Nizza, Malaga, Portugal und Prag war ich bereits sehr zufrieden damit, weshalb ich euch nur raten kann: Hier klicken, 35€ Gutschein bekommen, erste Reise buchen und sich über die Vorteile freuen!

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