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Ein Tag in Brno

Nach Budapest, Prag und Bratislava, beschloss ich die Nähe Wiens zu unseren östlichen Nachbarländer wieder einmal auszunutzen und mit einer lieben Freundin und meinem Freund Brno zu erkunden. Denn tatsächlich ist Brno mit ca. 380.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Tschechiens und die Fahrt von Wien dauert mit dem Bus nicht einmal ganz zwei Stunden. Sehr empfehlen kann ich dabei ‚Student Agency‘. Für Hin- und Rückfahrt bezahlt man nur 16€, in den Bussen kann man sich Serien und Filme ansehen, Musik hören und es gibt kostenlose Heißgetränke (in Automatenqualität). Die Tickets kann man easy online kaufen und eine Stornierung inklusive Rückerstattung ist sogar bis zu einer Stunde vor Abfahrt möglich.

In Brno angekommen freuten wir uns, dass wir nicht -wie angekündigt- mit Regen zu kämpfen hatten. Kalt war es jedoch trotzdem und um halb 9 an einem Sonntag war die Stadt noch ziemlich ausgestorben. Wir suchten daher ein Café und gönnten uns ein kleines Frühstück, bevor die Stadt immer mehr zum Leben erwachte und wir mit der Erkundungs-Tour begannen.

Das Labyrinth unter dem Krautmarkt
Wir starteten mit einem Besuch des Labyrinths von Brno. Die Bezeichnung „Labyrinth“ fanden wir dabei ein wenig irreführend. Tatsächlich handelt es sich nämlich mehr um ein unterirdisches Museum der Geschichte der Stadt. Die Gewölbekeller sind jedoch auf jeden Fall wunderschön und die Ausstellungsstücke geben einen Einblick in das Brno der Vergangenheit. Das Labyrinth kann nur im Rahmen einer geführten Tour besichtigt werden, dauert ca. 45 Minuten und kostet für Studierende ca. 3€, Normalpreis ca. 6€.

Zelný trh 21

Kathedrale St. Peter und Paul
Nach dem Labyrinth sind wir auf gut Glück der ‚Kathedrale St. Peter und Paul‘ entgegen spaziert, die sich über der Stadt erhebt und daher kaum zu übersehen ist. Dabei sind wir an schönen kleinen Gärten vorbei gekommen, die sich vor der Kathedrale befinden und einen Blick auf den eher weniger schönen Teil von Brno freigeben. Die Altstadt bzw. das Zentrum der Stadt ist nämlich wirklich schön, hat tolle Gebäude und man fühlt sich sofort wohl. Weiter am Rand der Stadt stehen jedoch viele übertrieben bunte Hochhäuser, welche weniger sympathisch wirken.
Die Kathedrale ‚St. Peter und Paul‘ ist jedoch von außen sehr imposant. Auch ein kurzer Blick nach innen lohnt sich, auch wenn ich schon Kirchen gesehen habe, die mich mehr beeindruckt haben. Allen voran die Kathedrale in Valletta.

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Špilberk Castle
Das Schloss ‚Špilberk‘ sieht man praktisch von überall, da es auf einem kleinen Hügel steht. Ein Spaziergang hinauf lohnt sich nicht unbedingt wegen dem Schloss an sich, jedoch aber wegen des schönen Parks, der es umgibt und der Aussicht, die man von oben über die Stadt hat.

Špilberk 1

SKØG Urban Hub
Nachdem sowohl Theri auf ihrem Blog davon geschwärmt hat, als auch meine Freundin gemeint hat wir müssten da hin, war klar, dass wir dem ‚SKØG Urban Hub‘ einen Besuch abstatten würden. Zurecht. Vom Ambiente und der Einrichtung waren wir sofort total begeistert. Auf die Snacks mussten wir zwar ein wenig warten, jedoch schmeckten die hausgemachten Limonaden dafür umso besser. Sehr gerne hätte ich hier auch einmal an einem Samstagabend vorbei geschaut, da sich das ‚SKØG Urban Hub‘ abends vom hippen Café zur angesagten Bar verwandelt.

Dominikánské nám. 187/5

Freedom Square
Danach spazierten wir über den Freedom Square, welcher sich inmitten von zahlreichen Cafés und Geschäften befindet. Sogar am Sonntag hatten einige Läden offen und so wurde auch noch ein Shopping-Quickie in den Tagesplan integriert.

Poe Poe
Nachdem die Lust auf Süßes sehr groß war, freuten wir uns, gerade zufällig am Poe Poe vorbei zu schlendern. Es handelt sich hierbei zwar um eine Fast-Food-Kette, jedoch sind sowohl die Inneneinrichtung, als auch die Qualität der Crêpes und der frisch gepressten Säfte sehr überzeugend und das Preis-Leistungs-Verhältnis somit einfach unfassbar. (z.B. 1€ für ein Marmeladencrêpe, 1,80€ für ein Bananen-Nutella-Crêpe)
Dazu muss gesagt sein, dass in Brno die Preise für Essen und Trinken generell ein Traum sind.

Masarykova 3

Der Turm vom alten Rathaus
Zum Abschluss gingen wir noch die Treppen des 63m hohen Turms im alten Rathaus hinauf. Auch wenn es oben sehr eng und vielleicht für Menschen mit Höhenangst nicht unbedingt geeignet ist, bietet dieser Turm auf jeden Fall die beste Aussicht, die man auf Brno haben kann.
Eintritt für Studierende ca. 2€, Normalpreis ca. 4€.

Radnická 8

Der Bus brachte uns am Abend wieder sicher nach Hause und wir wurden von einem traumhaften Sonnenuntergang begleitet.
Insgesamt ist Brno eine sehr schöne kleine Stadt, die man, wenn man schon quasi ums Eck wohnt, auf jeden Fall gesehen haben sollte. Mehr als ein Tag braucht es jedoch meiner Meinung nach nicht, um die Highlights der Stadt zu erkunden.

VA

Zeit für den Geist im Hotel Zeitgeist

Ich wünschte mir Zeit. 
Ich bekam Zeit, fand Zeit, nahm mir Zeit.
Zeit mit meinem Freund und besten Freund.
Zeit für mich, Zeit für ihn, Zeit für uns.
Zeit für die Seele, den Geist und den Gaumen.
Zeit zum Wohlfühlen.

Zeit für gemütliches Ambiente, besten Service und Geschmackserlebnisse.
Zeit für Süßkartoffelspalten, die man sich so richtig auf der Zunge zergehen lassen kann.
Zeit für ein Steak und ein Steak-Sandwich, bei denen man das Gefühl hat, nie wieder etwas anderes essen zu wollen.
Zeit
zu entdecken, dass Chili-Cheddar wohl die zweite große Liebe meines
Lebens ist und ich sie gerne schon viel früher kennen gelernt hätte.
Zeit für eine riesige Nachspeisen-Portion und einen feinen Cocktail -keine Zeit zum Kalorien zählen.

Zeit für den Geist.

Ich bekam Zeit, fand Zeit, nahm mir Zeit.
Zeit einmal länger zu duschen als nur 3 Minuten, weil man Platz hat zum Walzer tanzen und zwei Duschköpfe gleichzeitig Kopf und Rücken massieren.
Zeit in ein frisch bezogenes Bett zu springen, welches so kuschelige Decken und Polster hat, dass man am liebsten darin versinken möchte.
Zeit zum Entspannen.

Zeit für den Geist.

Ich bekam Zeit, fand Zeit, nahm mir Zeit.
Zeit auszuschlafen.
Zeit ausgiebig zu frühstücken. Zuerst süß und dann salzig und dann wieder süß.
Zeit für Prosecco und Kaffee.

Zeit für den Geist. 

Zeit für mich, Zeit für ihn, Zeit für uns.
Zeit für die Seele, den Geist und den Gaumen.
Zeit zum Wohlfühlen.

VA

Hotel Zeitgeist Vienna
Sonnwendgasse 15, 1100 Wien

*ein großes Dankeschön an das Hotel Zeitgeist Vienna

Eat & Drink in London

Gleich einmal vorneweg – London ist teuer. Das sollte inzwischen eh bekannt sein. Besonders wenn der Pfund-Kurs gerade nicht so optimal für uns ist. Kleine Portionen für viel Geld sind keine Seltenheit und wer Qualität möchte, muss in den meisten Fällen auch ordentlich dafür bezahlen. Solange man sich davon jedoch nicht abschrecken lässt, kann man in London so richtig genießen. Und hin und wieder gibt es sie dann doch – die richtigen leckeren Köstlichkeiten zum guten Preis.

Hier eine kleine Sammlung an Eat & Drink Tipps. Freue mich auch über mehr Tipps von euch in den Kommentaren!

The Wolseley
Eine sehr edle Frühstückslocation haben wir uns mit dem ‚The Wolseley‘ ausgesucht. Reservieren würde ich hier empfehlen, da es sehr gut besucht ist. Der Cappuccino hat wirklich hervorragend geschmeckt und mit dem Essen waren wir ebenfalls sehr zufrieden. Auch die Atmosphäre ist sehr schön und außergewöhnlich, wenn man auf hohe Räume und elegante Details steht!
160 Piccadilly; U-Bahn Station: Green Park; Website

London Grind
Ich folge eigentlich kaum einem dieser „großen Instagrammer“, aber bei @iamgalla bin ich einfach hängen geblieben. Obwohl ich manchmal leicht aggressive Neidgefühle und pure Verzweiflung dabei nicht unterdrücken kann, liebe ich seine unglaublich tollen Fotos von seinen unzähligen Reisen um die Welt. Auf das ‚London Grind‘ bin ich durch ihn aufmerksam geworden und habe es gleich auf die Reise-Todo-Liste gepackt. Meine Reisepartner waren auch richtig angetan davon, nachdem ‚The Wolseley‘ vom Style her eher nicht so ihren Geschmack traf. Das ‚London Grind‘ ist eher modern eingerichtet, verströmt einen gewissen gemütlichen und jugendlichen Flair und hat auch eine tolle Speisekarte.
2 London Bridge; U-Bahn Station: London Bridge; Website

La Fromagerie
In der ‚La Fromagerie‘ gibt es -wie der
Name vermuten lässt- verschiedenste Käsesorten, jedoch aber auch andere
Feinschmecker-Spezialitäten zu kaufen. Neben einem Shop ist es jedoch
gleichzeitig auch ein Café, in dem wir uns ein leckeres Frühstück in Markt-Atmosphäre
gegönnt haben.
2-6 Moxon St; U-Bahn Station: Baker Street; Website

Franco Manca
Bereits bei unserem letzten London-Besuch begeistert hat uns ‚Franco Manca‘. Obwohl es sich um eine Kette handelt, schmeckt die Pizza hier echt einzigartig gut. Das Besondere ist sicherlich der Teig, jedoch ist auch das Gesamtpaket sehr schmackhaft.
Auch richtig lecker dazu ist die selbstgemachte Limonade! Zudem sind hier die Preise für London wirklich akzeptabel.
Reservierungen sind nicht möglich. Wir haben jedoch beide Male am eher frühen Abend locker einen Platz bekommen. 
Wir waren hier: 91 Old Brompton Road; U-Bahn Station: South Kensington. Mehr Adressen gibt’s auf der Website.

Beigel Bake
Gut gemeinte, aber weniger gut
umgesetzte Deko, ein recht trostloser Raum und eine Schlange bis fast
auf den Gehsteig. Und trotzdem sehr, sehr empfehlenswert, weil mich
diese Lachs-Cream Cheese-Bagle einfach vom Hocker gehaun‘ haben! ‚Beigl
Bake‘ ist bekannt und beliebt und das zurecht. Auch der Cheesecake war
echt lecker und mein Geldbeutel schrie zum ersten Mal in London
‚Halleluja‘. Ich würde jedem der irgendwie die Zeit dafür findet
wirklich empfehlen sich so einen (oder am besten gleich mehrere) Bagle to go zu gönnen. Ich zumindest
habe bisher zuvor noch nie so gute gegessen!
159 Brick Ln; Zug-Station: Shoreditch High Street – 24h geöffnet

The Nordic Bakery
Wenn man gerade in der Nähe vom Piccadilly Circus ist, aber trotzdem lieber in Ruhe ein wenig abseits ein Frühstück genießen möchte, kommt die ‚Nordic Bakery‘ in Frage. Zwar waren wir von dem Essen nicht komplett begeistert, jedoch war der Karelian Pie mit Egg Butter für mich auf jeden Fall ein ‚first‘.
14A Golden Square; U-Bahn Station: Piccadilly Circus; Website

The Espresso Room
Ja, ich oute mich als Ich-lese-von-etwas-Besonderem-und-dann-muss-ich-da-unbedingt-hinfahren-auch-wenn-es-grad-nicht-100%ig-auf-der-Strecke-liegt-Reisemensch. Rundum diesen Geheimtipp ist sonst nämlich nicht gerade unbedingt viel los. Falls jemand jedoch in der Nähe sein sollte und richtig guten Kaffee bitter nötig hat – hingehen!
Ein mini-kleines Café, welches wirklich nicht viel mehr ist als ein „Room“ und eine fast schon familiäre Beziehung zwischen den Kunden und dem Typ hinter der Theke herrscht.
Kennt ihr solche Menschen, die euch einfach allein durch ihre Art das Gefühl geben, dass alles gut ist? Dass die Welt gut ist, die Menschheit, du gut bist und Weltfrieden nicht nur ein Gag aus „Miss Undercover“ ist? Danke dir, Kaffeemann!
31-35 Great Ormond St; U-Bahn Station: Russel Square

Camden Market
Der Camden Market in Camden Town ist
generell ein kleines Highlight, das man sich nicht entgehen lassen
sollte. Es handelt sich dabei um eine Ansammlung von verschiedenen
Märkten. Zum Teil einfach die Straße entlang und zum Teil aber auch in
Gebäuden oder unter Zelten mit verwinkelten Gängen. In einem Teil davon
gibt es auch einige Stände, bei denen man asiatisch, indisch, türkisch,
marokkanisch,… essen kann und eigentlich fast schon vom Durchgehen
satt wird, weil man ständig irgendetwas zum Probieren in die Hand
gedrückt bekommt.
U-Bahn Station: Camden Town; (Schreckliche) Website

Ebenfalls ähnlich (mit noch mehr Essen): Borough Market; U-Bahn Station: London Bridge; Website

Ihr habt noch nicht genug von London? Dann könnt ihr hier und hier noch weiterlesen!

VA

Ein Tag & 9 Highlights in Lissabon

Nachdem ich euch bereits mit vielen schönen Bilder von Furadouro und Porto und ein paar Tipps dazu versorgt habe, folgt heute mein Bericht über den wunderbaren Tag, welchen wir in Lissabon verbracht haben. Und ja, tatsächlich kann man bereits an einem einzigen Tag so richtig viel erleben und es sich gleichzeitig auch gut gehen lassen.

1. Das ‚Castelo de São Jorge‘ erklimmen
Ich hörte es wäre eine gute Idee einen Tag in Lissabon beim ‚Castelo de São Jorge‚ zu beginnen. Auch wenn im Sommer der Fußmarsch hinauf ziemlich schweißtreibend ist, wird man am Ende mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Ganz Lissabon liegt dir wortwörtlich zu Füßen und man kann sich einen ersten Überblick über die Stadt verschaffen. Auch die Burgruine selbst ist sehr interessant und kann gegen Bezahlung ausgiebig erkundet werden.

2. Durch ‚Alfama‘ spazieren
Unterhalb des ‚Castelo de São Jorge‘ liegt das historische Altstadtviertel Alfama. Perfekt, um nach dem Besichtigen der Burgruine ein wenig durch die Gassen zu schlendern, möglicherweise in einem der vielen kleinen Restaurants einzukehren oder einfach nur die Fassaden zu bestaunen.

3. Das ‚Mosteiro dos Jerónimos‘ besichtigen
Weiter ging für uns die Reise in den Stadtteil Belém, wo wir uns das eindrucksvolle Mosteiro dos Jerónimos nicht entgehen ließen. Das Gebäude beeindruckt sowohl von innen als auch von außen mit Liebe zum Detail.

4. ‚Pastéis de Belém‘ probieren (und noch einmal und noch einmal essen)
Ein Portugal-Urlaub ohne die kleinen Blätterteig-Törtchen mit Pudding ist eigentlich kaum vorstellbar. In Furadouro und auch sonst fast überall wurden sie mit dem Namen ‚Pastéis de Nata‘ oder einfach nur ‚Nata‘ angepriesen. Ursprünglich sollen sie jedoch schon vor langer Zeit von den Mönchen des ‚Mosteiro dos Jerónimos‘ zubereitet worden sein. Weil sich dieses in Belém befindet, heißen die bekanntesten dieser Törtchen noch immer ‚Pastéis de Belém‘ und werden in der gleichnamigen Patisserie neben dem Kloster in Massen an die -sogar Schlange stehenden- (hauptsächlich) Touristen verkauft.
Rua de Belém 84-92 

5. Frische Limonade genießen
An mehreren Orten in der Stadt standen kleine Wagen mit nicht mehr als dem wichtigsten Equipment für wunderbar erfrischende Limonade. Simples Rezept: Prickelndes Mineralwasser, genügend frischer Zitronensaft, Crushed Ice und ein bisschen Minzsirup. An einem überaus heißen Tag ist dies jedoch der Life-Saver schlechthin.

6. Mit dem Tuc Tuc durch die City rattern
Tatsächlich ist das Fahren mit einem dieser Touri-Tuc Tucs eindeutig überteuert. Ich kann aber nur noch einmal erwähnen was für ein heißer Tag es war, weshalb uns die Fahrt nach Belém in einer überfüllten und vor Hitze kochenden Straßenbahn zu viel des Guten war und wir uns beim Rückweg für ein Tuc Tuc entschieden. Ein kleines Kind an Weihnachten schneidet schlecht ab, im Vergleich mit meiner euphorische Stimmung während uns der Wind eine kühle Brise ins Gesicht wehte, der Motor direkt unter unseren Hintern vibrierte und wir durch Lissabons Straßen düsten. Noch ewig hätte ich darin sitzen bleiben können. Ich glaube ich muss nach Thailand ;)!

7. Mit der „Graffiti-Bahn fahren“ (‚Elevador da Glória‘)
Nachdem wir uns bei der Endstation des Tuc Tucs noch ein wenig das ‚Bairro Alto‘ ansahen (wobei es sich hier wohl noch viel mehr lohnt am Abend vorbei zu schauen), legten wir mit der „Graffiti-Bahn“ die kurze Strecke vom ‚Bairro Alto‘ (genauer: ‚Miradouro de São Pedro de Alcântara‘ – toller Ausblick) zum ‚Praça dos Restauradores‘ zurück. Tatsächlich handelt es sich hier um den ‚Elevador da Glória‘ – eine von drei so genannten Standseilbahnen in Lissabon.

 
8. Mit dem ‚Elevador de Santa Justa‘ fahren (oder ihn einfach nur bestaunen)
Ein richtiger ‚Elevador‘ (=Aufzug) ist jedoch der ‚Elevador de Santa Justa‘. Die sehr lange Menschenschlange davor machte es für uns jedoch nicht sehr attraktiv tatsächlich mit diesem zu fahren. Trotzdem bietet er auch bereits vom Boden aus einen einmaligen Anblick.

 
9. Die ‚Rua Augusta‘ entlang schlendern
Abgeschlossen haben wir unseren Tagestrip nach Lissabon in der ‚Rua Augusta‘. Die breite Straße befindet sich im Zentrum der Stadt und ist zudem eine Fußgängerzone mit vielen Einkaufsmöglichkeiten, Straßenkünstlern und unzähligen Menschen die hier flanieren oder gemütlich einen Kaffee genießen.

Wer Lissabon noch nicht kennt, sollte es kennen lernen und ich selbst bin schon gespannt, was mich alles erwartet, wenn ich irgendwann einmal mehr als nur einen Tag dort verbringe.

Damit beende ich den nun 2-teiligen Reisebericht und kann euch aber verraten, dass es noch ein weiteres kleines Portugal-Extra hier auf dem Blog zu sehen geben wird :).

VA

Portugal & 1 Tag in Porto

Mit (einem Teil) der Family ging’s für mich Mitte Juli nach Portugal. Gewohnt haben wir in einem kleinen Örtchen namens Furadouro, in welchem wir so ziemlich die einzigen Touristen waren und den wunderschönen weißen langen und breiten Sandstrand nur mit ein paar Einheimischen teilen mussten. So viel nahezu unberührte Schönheit sieht man selten, wofür man dann auch in Kauf nimmt, dass eigentlich so gut wie niemand Englisch spricht und viele Restaurants nicht einmal eine Speisekarte besitzen. Dafür aber Fisch. Wunderbar leckerer Fisch, welcher oft direkt draußen an der Straße frisch gegrillt wird.

Furadouro ist zudem der ideale Ausgangspunkt für Tagesausflüge. Interessant ist, dass kleinere Orte wie eben Furadouro, aber auch z.B. Ovar, Aveiro und Torreira wie ausgestorben wirken und es teilweise auch tatsächlich sind. Unzählige wunderschöne alte Gebäude stehen leer und die „vende-se“-Schilder sind allgegenwärtig. Man fragt sich, wie so schöne kleine Fleckchen so verlassen sein können und merkt aber gleichzeitig wie die Antwort praktisch in der Luft liegt. Die wirtschaftliche Lage in Portugal sieht nun einmal nicht so rosig aus wie bei uns in Österreich und viele Menschen fühlen sich gezwungen ihr zu Hause zu verlassen, um an anderen Orten bessere Chancen auf einen Job zu haben. Die Häuser stehen dann verlassen herum, es finden sich keine Käufer und sie werden immer weniger bewohnbar.

Eine Stadt in der dann aber doch mehr los ist und auch den meisten ein Begriff sein wird ist Porto.

Nur ein Tag in Porto ist natürlich nicht genug, um es wirklich in seiner ganzen Vielfalt zu erleben, jedoch genug, um sagen zu können, dass es sich auf jeden Fall lohnt wieder einmal zurück zu kehren.

Was man in Porto -unter anderem- so machen kann:

Den Ausblick vom „Torre dos Clérigos“ aus genießen
Dieser
Aussichtsturm bietet nach kurzer Wartezeit einen richtig tollen Blick über die
gesamte Stadt. Aber Achtung: Wer enge Orte im Normalfall meidet oder
nicht gerne lange, dunkle Wendeltreppen nach oben geht, ist hier
eindeutig fehl am Platz!
Ort: R. de São Filipe de Nery

Den FC Porto besuchen

Für Fußballfans ist ein Stadion eines bekannten Clubs in einer anderen Stadt immer ein kleines Highlight. So ließen zumindest meine Brüder und ich uns das Stadion des FC Porto nicht entgehen und bekamen bei der geführten Tour Einblicke in die Geschichte des Clubs, in den Presseraum, die Garderoben, die Präsidentenlounge und zusätzlich noch viele interessante Insider-Facts.

Portwein trinken
In Porto verweilen, aber keinen Portwein genießen? Absolutes No-Go. Und auch wenn uns keine Zeit blieb einen der schönen Weinkeller zu besuchen, so gönnten wir uns in einer kleinen urigen Bar trotzdem ein Gläschen davon. Da ich ihn noch nie zuvor gekostet hatte, war es für mich noch einmal mehr ein besonderes Erlebnis. Der Portwein traf genau meinen Geschmack. Süß, fruchtig, irgendwie likörartig und auf jeden Fall süffig.

Mit der Tram 1 fahren und leckeren Fisch essen

Mit der urigen Tram Linie 1, welche die Strecke von Massarelos nach Passeio Alegre fährt, tuckerten wir ein paar Stationen aus der Stadt hinaus und landeten an einem sehr schönen Flecken am Fluss Douro. Nicht weit von dort entfernt, fanden wir ein kleines typisch portugiesisches Fisch-Restaurant in welchem wir für 5,50€ herrlichen Fisch mit Kartoffeln, ein Getränk und einen Kaffee bekamen. Wer sich also außerhalb des touristischen Stadtkerns aufhält, kann hier echt günstig richtig gut essen.

Sich die „Se Cathedral“ ansehen
Die Kathedrale von Porto hat mich zwar von innen nur mäßig überzeugt, der Anblick von außen und der schöne Vorplatz sind jedoch empfehlenswert.
Ort: Terreiro da Sé

Am Fluss Douro entlang spazieren
An der Flusspromenade findet man ein Café/Restaurant nach dem anderen und man kann zudem riesige Brücken bestaunen wie beispielsweise die Ponte Dom Luis I.

Die „Livraria Lello e Irmão“ besichtigen
Die
Buchhandlung zählt zu einer der schönsten der Welt und soll angeblich
J.K. Rowling beim Schreiben von Harry Potter inspiriert haben.
Tatsächlich erinnert das Innere ein wenig an Hogwarts. Aufgrund der
großen Popularität der Buchhandlung, zieht es hier sehr viele Touristen
her und man muss sich den wunderschönen Anblick mit vielen anderen
herumwuselnden Menschen teilen. Trotzdem ist es einen kleinen Abstecher
wert!
Ort: R. das Carmelitas 144

Doch nicht nur Porto kann sich sehen lassen. Auch -oder gerade- Lissabon hat sehr viel zu bieten. Mehr dazu im nächsten Reisebericht!

VA

Reisebericht Malta #2

Nach Malta #1 folgt heute #2 meiner Erlebnisse und Eindrücke auf Malta. Näher eingehen will ich dieses Mal besonders auf die Hauptstadt Valletta und die Insel Gozo.
Valletta

Valletta ist eine unglaublich charmante Stadt und ich
war auf den ersten Blick hin und weg von den Fassaden der Häuser, den
schönen Gassen und den Auf- und Abs der Straßen. Alleine schon das „City Gate“, welches dich beim Eintritt in die Stadt als erstes begrüßt, hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
Überall gibt es
einladende kleine Restaurants und Bars mit Tischen in den Gassen oder auf den Plätzen. Der
frische Fisch in einem davon schmeckte köstlich.
Richtig begeistert war
ich von der St. John’s Co-Cathedral. Zuerst sind wir unwissend an ihr
vorbeispaziert, weil sie von außen auch wirklich unscheinbar aussieht.
Wenn man nach innen geht wird man jedoch überwältigt. Von einem
Goldrausch. Von einem Anblick, welchen man sonst in dieser Form
tatsächlich nur selten sieht. Pompöser geht’s nämlich kaum.
Auch zum Einkaufen findet man (hauptsächlich auf der „Republic Street“) einige Shops. Zwar nichts besonderes, aber die typischen Kleidungsgeschäfte sind auf jeden Fall vertreten. Mangelware hingegen sind klassische Supermärkte. Die Einkaufszentren (wie z.B. das „The Embassy“) sind leider wenig spektakulär. Es lohnt sich also mehr einfach durch die Gassen zu schlendern und auf Entdeckungstour zu gehen.

Gozo

Wie schon im ersten Teil des Reiseberichts erwähnt, liegt nördlich der Insel Malta, die etwas kleinere Insel Gozo, welche ebenfalls zur Republik Malta gehört. Da unser Hotel sich ganz im Norden von Malta befand, war der Hafen, von welchem die Schiffe nach Gozo fahren, nicht weit entfernt. Ca. jede halbe Stunde kommt man dort für 5€ hin- und retour. Die Fahrt dauert ungefähr 25 Minuten und es lohnt sich auf jeden Fall auch dieser kleinen Insel einen Besuch abzustatten. Einen Tag fand ich dafür zudem völlig ausreichend.
Normalerweise bin ich kein allzu großer Fan von diesen roten Touri-Hop-on Hop-off Bussen. Da es auf Gozo jedoch nur 12€ für einen ganzen Tag gekostet hat und der Bus bequem und ohne Umwege alles Wichtige abklappert, entschieden wir uns für eine Tour mit diesem. Das Reiseführer-Audio-Band war zwar furchtbar schlecht gesprochen und aufgenommen, trotzdem war es ganz nett, oben auf dem Doppeldecker im Freien zu sitzen, die Gegend zu betrachten und sich von den Infos durch die Kopfhörer berieseln zu lassen.
Auf Gozo findet man tolle kleine Orte und ich habe mich (wie auch schon in Valletta) vollkommen in die Fassaden der Häuser verliebt. Auch die Kirchen auf Gozo ragen wunderschön in die Höhe und um ein wenig zu baden ist die ‚Ramla Bay‘ mit dem rötlichen Sandstrand einfach nur herrlich.

Die Woche auf Malta habe ich in vollen Zügen genossen und auch wenn die Insel (bzw. die Inseln) nicht sonderlich groß ist, gibt es doch einige schöne Fleckchen, bei welchen es sich auf jeden Fall lohnt sie zu erkunden.

VA

Reisebericht Malta #1

Malta stand bisher eigentlich nicht so auf meiner Reise-Todo-Liste. Nicht weil ich etwas Schlechtes darüber gehört hätte, sondern weil Malta für mich einfach nicht so geläufig war wie andere Reiseziele. Umso schöner ist es dann, wenn dich die Suche nach einem Schnäppchen in ein neues Land führt, welches im Nachhinein betrachtet auf jeden Fall eine Reise wert ist.

Malta allgemein

Malta ist ein sehr trockenes Land, hat ca. 425.000 Einwohner, die Amtssprachen sind sowohl Maltesisch als auch Englisch und es ist hauptsächlich die Gegend in und um die Hauptstadt Valletta bewohnt. Die kleine Insel Comino und die ein wenig größere Insel Gozo liegen nördlich von der Insel Malta selbst, aber gehören ebenfalls zur Republik Malta. Sie sind mit Schiffen und Booten sehr leicht von der größten Insel aus zu erreichen.

Strand & Meer

Kilometerlange Strände darf man sich auf Malta nicht erwarten. Vielmehr gibt es kleinere und größere Buchten, welche jede für sich einen ganz eigenen Charme versprühen. Die Strände sind sandig und das Wasser hat eine herrliche Temperatur und ist außerdem überdurchschnittlich klar und wirklich traumhaft schön. An den Wochenenden im Sommer wird davon abgeraten sich für einen Tag am Strand zu entscheiden, da die Einheimischen dann ebenfalls ihre Ausflüge machen. Trotz dieses Wissens wollten wir uns an einem Sonntag an einen der beliebtesten Strände chillen, was tatsächlich keine gute Idee war. Unter der Woche sind die Strände jedoch nicht allzu voll und die Atmosphäre ist ganz angenehm.
Die Liegen sind meiner Meinung nach mit 14€ für 2 + Sonnenschirm ziemlich teuer, weshalb wir lieber darauf verzichteten.

Strände Maltas:
– Golden Bay: einer der bekanntesten Strände; sehr schön, aber direkt unterhalb eines großen Hotels; gibt Möglichkeiten etwas zu essen oder zu trinken.
– Ghajn Tuffieha: direkt neben der Golden Bay, jedoch mit einem kleinen Fußmarsch verbunden; unverbaut und wird von vielen als der schönste Strand auf Malta bezeichnet.
– Paradise Bay: kleine schöne Bucht mit Bar/Restaurant.
– Mellieha Bay: der längste Sandstrand; sehr beliebt und man kann sehr weit ins hinein Wasser gehen bevor man nicht mehr stehen kann; prinzipiell schön und mit mehreren Bars, aber leider direkt neben einer Hauptstraße.
– Ramla Bay: (auf der Insel Gozo) wirklich sehr schöner Strand mit rötlichem Sand.
– Blue Lagoon: (auf der Insel Comino) haben wir nicht besucht, da es dort anscheinend auch unter der Woche ziemlich voll sein soll; ohne Menschenmassen wäre es dort aber (anscheinend) traumhaft.

Verkehr

Wir haben uns gegen einen Mietwagen entschieden. Unter anderem weil auf Malta Linksverkehr herrscht. Zudem wurde Malta in den Weiten des Internets ein gutes und günstiges Bussystem zugeschrieben. Blöd nur, wenn man sich die Wochenkarte um 6,50€ beim Fahrer kaufen will und es dann heißt, dass sich das System gerade vor kurzem geändert hat und nur noch Einzelfahrten um 2€ direkt im Bus erworben werden können. An bestimmten Orten mit Automaten (z.B. in Valletta) gibt es jedoch Karten die aufgeladen werden können, mit denen dann die Fahrten fast um die Hälfte billiger sind.  Prinzipiell kommt man auch tatsächlich mit dem Bus überall hin wo man hin möchte. Leider haben es die Busse dort aber nicht so mit der Pünktlichkeit, weshalb man sich nicht immer auf die Fahrpläne verlassen kann. Es gibt außerdem noch Sammeltaxis, die scheinbar privat geführt werden. Für fast eine Stunde Fahrt in der Nacht mit so einem Ding bezahlten wir zu zweit nur 10€.

Isle of MTV

Ich hätte den Reiseführer im Vorfeld tatsächlich besser durchlesen sollen. Dann wäre uns auch nicht fast das geniale Event „Isle of MTV“ (welches jährlich auf Malta stattfindet) durch die Lappen gegangen. Nur durch Zufall (bzw. durch eine Werbeaktion in Valletta) erfuhren wir nämlich davon und entschieden uns dann spontan am nächsten Tag hin zu fahren. Jason Derulo, Martin Garrix, Echosmith und noch ein paar mehr waren vor Ort und heizten 50.000 Zusehern so richtig ein. Auch wenn manches davon sonst vielleicht nicht so meine Musik ist, war es bei „Isle of MTV“ einfach  nur eine richtig fette Party und ich kam aus dem grinsen und hüpfen gar nicht mehr heraus.

VA