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Frühstück im Café Stein

Die Temperaturen werden angenehmer. Im Park vor der Votivkirche genießen die Studierenden die ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen. Dies zu sehen versetzt mich immer sofort zurück in meine Studienzeit, denn nicht weit von hier befindet sich die Universität Wien. Vor kurzem bin ich gut gelaunt an ebendiesem Park vorbei spaziert. Jedoch nicht um in Erinnerungen zu schwelgen, sondern um dem nahegelegenen Café Stein einen Besuch abzustatten. Dieses durfte ich nämlich für Good Morning Vienna testen und somit entspannt ein feines Frühstück in perfekter Lage genießen.

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Die sehr vielfältige und umfangreiche Frühstückskarte lässt kaum einen Wunsch offen und macht die Wahl sehr schwer! Schlussendlich haben wir uns aber für das „Sonnenschein“ (vegan) mit Vollkornbrot, Humus, Paprika, Gurke, Avocado, Spinat, gegrillte rote Rübe, Zucchini, Kirschtomaten, Avocadocreme und warmem Porridge und das „Stein’s Liebling“ mit Toastbrot, Lachs, Limetten, Dill-Honig-Senf Soße, Eierspeise mit Schafskäse und Joghurt mit Mango-Püree und Granola-Müsli entschieden. Neben den neun Frühstückskombinationen gibt es auch eine große Auswahl an Ei-Gerichten. Zudem gibt es süße Speisen, einzelne Portionen Brot und Beilagen zum Kombinieren, sowie frisch gepresste Fruchtsäfte (Orange, Orange-Karotte, Karotte und Multivitamin).
Die Preise sind besonders was die Frühstückskombinationen betrifft (zwischen 3,90€ und 12,50€) sehr in Ordnung -vor allem im Vergleich zu vielen anderen Lokalen.

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Das Café ist sehr charmant eingerichtet und bietet insgesamt viel Platz zum Verweilen. Auch draußen kann man seinen Kaffee genießen und bei gutem Wetter gleichzeitig Vitamin D tanken.

Insgesamt ist das Café Stein ein wunderbarer Ort, um gemütlich und nicht allzu teuer zu frühstücken. Die Lage macht es besonders für Studierende attraktiv, jedoch scheint das Café von Familien bis zu Geschäftsleuten bei jeglichem Publikum sehr beliebt zu sein.

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Café Stein
Währingerstraße 6-8
1090 Wien

*Dankeschön an Good Morning Vienna für die Einladung

Shades Tours Vienna – Das Gesicht der Obdachlosigkeit in Wien

Ganz gespannt suche ich den Treffpunkt am Heldenplatz. In der Hand einer großen, gut gekleideten Frau sehe ich dann das Schild. Shades Tours Vienna. Barbara ist unser Guide. Und Barbara ist der beste Beweis dafür, dass Obdachlosigkeit tatsächlich jede(n) treffen kann. Der beste Beweis dafür, dass obdachlos nicht einfach gleichzusetzen ist mit männlich, versifft, stinkend und alkoholabhängig und wir deshalb mit unseren Vorurteilen sehr vorsichtig sein sollten.

Shades Tours – Entdeckung der facettenreichen Schattenseiten, so heißt es auf der Website. Gegründet wurde Shades Tours von Perrine Schober, welche Tourismusmanagement studiert hat. Während ihres Erasmus Semesters beschäftigte sie sich mit „Tourismus als volkswirtschaftliches Instrument zur Armutsbekämpfung“ und genau in diese Thematik lässt sich das später gegründete Shades Tours als Social Business auch sehr gut einordnen.
Die Touren thematisieren die Obdachlosigkeit in Wien und stellen gleichzeitig ein Geschäftsmodell dar, welches Obdachlosen hilft wieder in der Arbeitswelt Fuß zu fassen und sich als nützliches Mitglied der Gesellschaft zu erleben. Shades Tours ist für sie eine sinnvolle Tätigkeit und gleichzeitig eine hilfreiche Einnahmequelle.

Aus Sicht der Tour-TeilnehmerInnen profitiert man bei Shades Tours von der Unmittelbarkeit. Denn über Obdachlosigkeit reden kann jeder schnell. Ganz anders ist es jedoch die Worte aus dem Mund eines Menschen zu hören, der nicht nur davon gehört/gelesen, sondern es tatsächlich auch erlebt hat.
Am Heldenplatz und bei vier weiteren Stopps erfuhren wir also aus erster Hand, wie das Leben eines Obdachlosen in Wien aussehen kann, welche Möglichkeiten es für sie gibt und wie facettenreich die Schicksale sind. Auch wurde immer wieder ausführlich auf Fragen eingegangen und die zwei Stunden vergingen wie im Flug. Für Einheimische, aber auch für TouristInnen ist es eine tolle Möglichkeit, Wien abseits der ausgetrampelten Pfade zu entdecken und sich gleichzeitig auch noch ein wenig zu bilden und interessante Menschen kennen zu lernen.

Nach der Führung hatte ich die Möglichkeit Barbara noch ein paar persönliche Fragen zu stellen. Besonders bewegt hat mich ihre Geschichte, weil wir uns immer so sicher sind, dass ein Studium uns jegliche Türen öffnet. Dass Obdachlosigkeit nur etwas für VersagerInnen ist, die ihr Leben nicht in den Griff bekommen. Es steckt jedoch viel mehr dahinter und so individuell wie Menschen mit Wohnungen sind, so individuell sind selbstverständlich auch jene, die kein Zuhause haben.

Barbara war selbstständig. Sie hatte ihre eigene kleine Galerie in Wien und ist zudem Akademikerin. Doch auch selbstständigen AkademikerInnen bleiben unerwartete Schicksalsschläge nicht erspart.

Ereignisse, die das Leben von heute auf morgen komplett verändern

Auf meine Brustkrebs-Diagnose und auf die Bekanntgabe des sehr umfangreichen Therapieplans folgte bald der notwendige Entschluss, mein Unternehmen aufzulösen. Gott Sei Dank ist mir dies ohne Schulden gelungen. Ich habe mich dann in Behandlung begeben und hatte zu dieser Zeit auch noch meine Wohnung. Ich habe von Monat zu Monat gelebt, habe gerade meine Miete bezahlen können, aber es ist nichts übrig geblieben. Gegen Ende der Behandlung hat der Inhaber meiner Wohnung beschlossen diese zu verkaufen. Ich hätte vor Gericht um eine Ersatzwohnung streiten müssen, hatte dazu aber weder die Ressourcen, noch die Kraft. Außerdem hatte ich kein Geld, um die Kaution und die Provision für eine neue Wohnung zu bezahlen. Und plötzlich stehst du da und hast keinen Platz mehr zum Schlafen.

Begonnen hat die Erfahrung nicht so gut, denn ich wurde Anfang Mai obdachlos. Das ist genau der Zeitraum, in dem das Winterpaket weg fällt. Das heißt, die Betten der Stadt Wien reduzieren sich von 1100 auf nur mehr 400. Die Betten waren zu dem Zeitpunkt komplett ausgelastet. Ich war komplett verzweifelt und habe dann zum Teil in Parks und zum Teil in Hostels übernachtet. Nach zwei Wochen gab es dann jedoch wieder Betten in den Schlafstellen. 

Der Alltag in der Obdachlosigkeit

Ganz wichtig für mich war, mir Strukturen zurecht zu legen. Ich habe wieder begonnen zu studieren und viel Zeit auf der Uni verbracht. Außerdem habe ich ehrenamtlich in Flüchtlingseinrichtungen gearbeitet. Zudem hatte ich einen Kulturpass, welchen Menschen mit geringem Einkommen erhalten können. Damit hatte ich in Wien Zugang zu jedem Museum, wo ich auch viel Zeit verbrachte. Ich wollte einfach so wenig Zeit wie möglich in den Tageszentren verbringen. Die Schicksale am Abend/in der Nacht mitzubekommen war mir genug. 
Ich habe also versucht mir in meinem Leben eine Struktur beizubehalten und dann habe ich im Radio von Shades Tours gehört und gleich zum Hörer gegriffen. Perrine Schober war sehr aufgeschlossen, wir haben uns getroffen und kurze Zeit später hat dann auch schon die Einschulung begonnen. Shades Tours hat mir geholfen Geld zusammen zu sparen. Inzwischen habe ich nach eineinhalb Jahren Obdachlosigkeit wieder eine Wohnung. Wir werden jedoch bei Shades Tours nicht einfach wieder rausgeschmissen, sobald wir wieder eine Wohnung haben. 

Bei der Tour habe ich auf jeden Fall auch gelernt, dass Obdachlose in Wien wirklich schon sehr gut unterstützt werden. Barbara erklärte uns, dass im Grunde niemand hungern muss. Es sei allerdings selbstverständlich eine Holschuld, weshalb man sich auch darüber informieren und sich ein wenig in der Stadt bewegen müsse. Auf die Frage, was in Wien noch verbessert werden könne, meinte Barbara:

Zu überlegen ist sicher, wie es mit der Betten-Anzahl im Sommer aussieht. Es sind doch wirklich um einiges weniger als im Winter. In jedem Fall sollte die Stadt Wien auch das Housing First Prinzip weiter führen bzw. ausbauen. Bei Housing First werden Gemeindewohnungen zur Verfügung gestellt, um sie vor der Wartezeit -normalerweise 2 Jahre- an geeignete Personen weiterzugeben. Dadurch verkürzt sich also die Wartezeit bis zur eigenen leistbaren Gemeindewohnung. 

Barbaras Zukunft

Es ist schwierig zu sagen, wie meine Zukunft aussehen wird. Momentan mache ich eine Ausbildung zur Fremdenführerin, welche noch 1,5 Jahre dauert und ich hoffe, dass ich dadurch wieder zu Einkünften komme. 

Was ist momentan deine größte Angst?
Dass ich nie mehr Arbeit finde. Ja, die Arbeitssituation ist wirklich meine größte Sorge. 

 

Termine und Tickets (15€) gibt es auf shades-tours.com
Für Unternehmen und Gruppen ist sicher auch die Option gemeinsam in einer Sozialeinrichtung zu kochen interessant.

 

 

Räucherlachs und Egon Schiele – Frühstück und Führung im DO & CO Albertina

Kultur und Essen. Eine ganz wunderbare Kombination, wie ich finde. Weshalb ich mich sehr darüber freute, in Zusammenarbeit mit Good Morning Vienna das Frühstück&Führung-Konzept der Albertina testen zu dürfen.

Frühstück im DO & CO Albertina und eine Führung durch die Egon Schiele Ausstellung in der Albertina. Insgesamt für Frühstücks- und KunstliebhaberInnen also ein perfekter Vormittag!

Das Frühstück:

Ein wunderschöner großer Raum, liebevoll gedeckte Tische und ein Ausblick auf die wundervollen Gebäude der Innenstadt Wiens. Dazu kommen ein sehr aufmerksames und freundliches Personal und eine herrliche Frühstückskombination.

Das Frühstück zur Führung beinhaltet:
– Beinschinken von Thum
– Bergkäse & Camembert
– Irischer Räucherlachs
– 1 weichgekochtes Bio-Ei aus Freilandhaltung
– Frische Früchte
– Ofenfrisches Gebäck, Mini Croissant & Butter
– Marmeladen & Blütenhonig
– 1 Glas Beeren-Smoothie
– 1 Heißgetränk nach Wahl (Kaffee, Tee oder heiße Schokolade)

Das Schöne war, dass wir zu Beginn gleich nach Änderungswünschen gefragt wurden und es kein Problem war den Beinschinken gegen ein bisschen mehr Lachs zu tauschen und zusätzlich einen frisch gepressten Orangensaft zu bestellen. In dieser Form war für mich das Frühstück dann perfekt. Mit Lachs und gutem Käse kann man mich nämlich immer glücklich machen und Croissants und Smoothies sind für mich ebenfalls all time Favorites.

Die Qualität des Essens war wirklich hervorragend. Wie gesagt liebe ich Käse über alles und der Camembert war so unglaublich gut, dass ich ernsthaft traurig war, als ich ihn aufgegessen hatte und den restlichen von meinem Freund noch stibitzt habe. Auch der Orangensaft war eindeutig sehr frisch, das Bio-Ei genau so weich wie es sein sollte und mit Gebäck, Früchte, Butter, Marmelade und Kaffee waren wir ebenfalls sehr zufrieden. Genau das richtige Frühstück, um einfach zurückzulehnen und zu genießen. Besser hätte es wohl kaum sein können.

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Die Führung:

Mit einem sehr vollen Bauch ging es dann zur Führung. Das DO & CO hat einen direkten Zugang zur Eingangshalle des Museums, weshalb wir auch gleich unsere Jacken im Café lassen konnten und keinen weiten Weg zurücklegen mussten.
Von einer sehr netten jungen Frau wurden wir dann mit Kopfhörern und einem kleinen Gerät ausgestattet. Während hinter mir ein Herr und eine Dame zu motzen begannen, wozu dieser technische Schnickschnack den nötig wäre, fand ich die Idee der zusätzlich Kopfhörer wirklich gut. Durch die Kopfhörer und das kleine Gerät konnten wir die Stimme der Führerin nämlich quasi mit uns herumtragen. Auch wenn man gerade ein paar Meter von ihr entfernt stand, hörte man sie als stünde sie direkt vor einem. Für andere MuseumsbesucherInnen sicher auch von Vorteil, da die Führerin so nicht herum schreien musste.

Die junge Frau führte uns sehr kompetent durch die gesamte Ausstellung und ich mochte ihre Art sehr gerne. Sie hatte eine unglaublich angenehme Stimme und erzählte Schieles Geschichte sehr liebevoll und authentisch. Fast so, als wäre sie selbst dabei gewesen.
Ich persönlich hätte mir eine vielleicht etwas kleinere Gruppe gewünscht, damit man sich gegenseitig nicht so im Weg steht. Durch die technische Unterstützung konnte dieses kleine Manko jedoch relativiert werden. Denn damit war es auch möglich sich langsamer oder schneller im Raum zu bewegen und trotzdem immer die erklärenden Worte zu hören.

Ich war bisher nie so wirklich begeistert von Egon Schiele. Meine Mum findet ihn ganz toll, soviel ich weiß. Ich jedoch verband mit ihm immer hauptsächlich Bilder von abgemagerten Menschen, welche für mich wenig ästhetisch aussahen. Trotzdem hat mir die Ausstellung wirklich gut gefallen. Außerdem habe ich bemerkt, dass mir solche persönlichen Führungen eindeutig besser gefallen als einfach nur durch ein Museum zu spazieren. Man kann sich die Bilder mit einem ganz anderen Hintergrundwissen ansehen und fühlt sich dadurch mit der Welt des Künstlers und seinen Gedanken viel mehr verbunden. Oft habe ich nämlich das Gefühl bei einer Kunstaustellung nicht wirklich hinein tauchen zu können. Und wenn man das nicht schafft, dann sind es vielleicht einfach nur (schöne) Bilder und mehr nicht. Erfährt man jedoch auch die Geschichten dazu, dann ist für mich ein Museums-Besuch ein ganz anderes Erlebnis.
Egon Schiele hat mich zwar nicht grundlegend überzeugt und ich werde nach wie vor eher ein Monet-Typ bleiben, trotzdem war die Ausstellung wirklich schön aufgebaut. Hin und wieder fand man auch Zitate von Egon Schiele auf die Wand geschrieben, was ich besonders schön fand. Ich durfte nämlich erfahren, dass er nicht nur zeichnete und malte, sondern auch sehr viele poetische Texte schrieb. Dies machte ihn für mich gleich auch viel sympathischer.

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Hard Facts Frühstück & Führung:

– Freitag bis Sonntag und Feiertags jeweils ab 09:00 Uhr Frühstück
– Führung im Anschluss ab 11:00 Uhr
– Preis: Frühstück, Eintritt und Führung: 31€ pro Person (21€ für ‚Freunde der Albertina‘)
– Anmeldung im DO & CO Albertina: Tel: +43 1 532 96 69 512 oder albertina@doco.com

 

DO & CO Albertina
Albertinaplatz 1
1010 Wien

*Vielen Dank an DO&CO Albertina für die Einladung

Frühstück direkt vor die Tür mit Hausbrot.at

Mein Bruder meinte vor kurzem, dass während dem Studium der Lieferservice wohl sein bester Freund werden würde. Und tatsächlich ist es für ein Landei aus Vorarlberg in Wien zu Beginn so, als wäre man im Essens-Himmel gelandet. Gefühlt von zwei auf zweihundert Möglichkeiten. Besonders praktisch, wenn man vor lauter lernen nicht zum Kochen kommt oder im Kühlschrank wieder einmal gähnende Leere herrscht. In Wien verhungert man nicht so schnell, egal wie faul oder zu beschäftigt man gerade ist.
Einziges Manko der bisherigen Lieferservice-Landschaft? Das Frühstück. Und somit meine absolute Lieblingsmahlzeit. Wie oft sind mein Freund und ich am Wochenende schon mit knurrenden Bäuchen im Bett gelegen und haben uns gewünscht, jemand würde uns ein schönes großes Frühstück vor die Tür stellen. Damals sind wir bei unserer Recherche auf nicht viel gestoßen. Ein guter Frühstücks-Lieferservice schien eine Marktlücke zu sein.
Eine Lücke, welche Hausbrot.at nun ziemlich gut zu füllen versucht.

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Dank meiner Zusammenarbeit mit Good Morning Vienna durfte ich Hausbrot.at testen und eine Bestellung meiner Wahl zu mir nach Hause kommen lassen. Schon beim Durchstöbern des Onlineshops war ich positiv überrascht, da die Auswahl wirklich groß ist. Gebäck, Süßes, Milch & Eier, Aufstriche, Säfte, Tee & Kaffee, Porridge und auch belegte Brote. Bis auf die Butter haben wir so ziemlich alles gefunden was das Herz begehrt – noch dazu schön übersichtlich sortiert. Da mein Bruder auf Besuch war und wir außerdem viele unterschiedliche Produkte testen wollten, hatten wir schlussendlich eine ordentliche Bestellung, auf die ich mich schon unglaublich gefreut habe.

Es war Samstag und die ganze WG schlief noch. Es fühlte sich für mich also ein bisschen so an wie Weihnachten in den USA. Ich wurde von alleine wach, weil ich schon so gespannt war, ging die Treppen hinunter, schaute um 08:00 Uhr vor die Wohnungstüre und tatsächlich – da standen zwei ziemlich große Päckchen mit lauter frischen Produkten. Bequemer geht’s wohl kaum. Kurze Zeit später war da ein gedeckter Tisch an einem entspannten Samstagmorgen.
Der Butterzopf war dann ziemlich schnell weg und auch vom Rest blieb nicht viel übrig. Besonders hervorheben möchte ich unbedingt das Joseph Brot, welches wohl tatsächlich das beste Brot Wiens ist, den leckeren Butterzopf von ‚Geier‘, den richtig frischen Orangensaft und eine der besten Marmeladen, die ich je gegessen habe: Himbeerzauber von Trausners Genusswerkstatt.

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Alles in allem freue ich mich sehr, dass Hausbrot.at nun die Lieferservice-Landschaft Wiens bereichert und ich hoffe, dass sie sich auf diesem Niveau weiterentwickeln!

Falls ihr auch gerne einmal Frühstück direkt vor die Tür geliefert bekommen wollt, hier die wichtigsten Infos:
– Zuerst sollte man sich auf Hausbrot.at registrieren.
– Es erfolgt dann eine Zustellprüfung, um sicher zu gehen, dass an diese Adresse in den frühen Morgenstunden geliefert werden kann. Die Zustellprüfung dauert maximal zwei Werktage.
– Das Frühstück muss bis 15 Uhr des vorangehenden Werktages im Webshop bestellt werden. Alternativ auch per Mail oder Telefon. Einzelne Produkte können sogar noch bis 20:00 Uhr bestellt werden.
– Alle Produkte werden direkt vor die Wohnungstür geliefert. Montag bis Freitag bis 06:30 Uhr und am Wochenende und an Feiertagen bis 07:30 Uhr. Geliefert wird nach Wien, Mödling, Brunn am Gebirge, Perchtoldsdorf und Leopoldsdorf.

 

*ein großes Dankeschön an Hausbrot.at für die Produkte

Frühstück im ‚Café Drechsler‘

Kalt war es. Einer dieser grauen, windigen Tage in Wien. Als ich auf einen Freund wartete, um mit ihm in die Wärme des Café Drechslers zu flüchten. Bereits schon einmal habe ich auf dem Blog über einen Besuch im Café Drechsler berichtet. Da dies jedoch bereits über zwei Jahre her ist, habe ich in Zusammenarbeit mit Good Morning Vienna sehr gerne noch einmal vorbei geschaut. Schließlich hat man eine Frühstückskarte nach nur einem Mal ja auch noch nicht durchgetestet.

Ich fand es schön, wieder einmal im Café Drechsler zu sitzen. Denn dass ich seit dem ersten Besuch nicht mehr dort war, hat definitiv nichts mit dem Lokal zu tun, sondern vielmehr damit, dass es in Wien einfach eine unglaublich große Auswahl gibt und ich so gerne Neues ausprobiere.

Die Atmosphäre im Café Drechsler hat für mich etwas von ‚typisch Wien‘ und das mag ich sehr. Von Einzelpersonen mit Buch oder Laptop, über Geschäftsleute oder einfach nur Genießer, sieht man hier alles. Im Laufe des Vormittags hat sich das Café ziemlich gefüllt, die Nähe zum Naschmarkt macht es nämlich zusätzlich besonders attraktiv.

Beim Blick in die Speisekarte hatten wir wieder einmal die Qual der Wahl. Es gibt vier fertige Frühstückskombinationen, zusätzlich aber noch eine große Auswahl an kleinen Portionen, um sich das Frühstück selbst zusammen zu stellen. Auch findet man in der Frühstückskarte ‚kleine Speisen‘ wie Gulaschsuppe und Sacherwürstel – das Café Drechsler ist also auch als Katerfrühstücks-Location perfekt geeignet.

Meine Begleitung hat das große Wiener Frühstück inklusive Kaffee, Marmelade, Butter, weich gekochtem Ei, Schinken und Käse, 2x Gebäck und einem frisch gepressten Orangensaft (10,90€) gewählt. Ich habe mich für die Eggs Benedict (8,90€) und einen Grießkoch mit Himbeeren (4,20€) entschieden. Kaffee-technisch wollten wir einmal etwas Besonderes ausprobieren und haben somit einen ‚Salon Einspänner‘ (doppelter Mokka mit Schlagobers) und einen ‚Manner Kaffee‘ (Melange, Mannerlikör, Karamellsoße) bestellt.

Mein Kaffee war vielleicht ein Tick zu kalt, ansonsten war geschmacklich alles wirklich spitze. Auch wenn ich bisher Eggs Benedict immer nur mit Lachs anstelle von Schinken bestellt habe, so konnte mich die Variante mit Beinschinken tatsächlich auch sehr überzeugen. Der Orangensaft war sehr frisch und der warme Grießkoch verlieh dem Blick aus dem Fenster in die Kälte einen wohligen Beigeschmack.

Die Dame die uns bediente wirkte jedoch ein wenig verwirrt. Statt einem Kornspitz und einem Croissant wurden zwei Kornspitze serviert und auf eine spätere Frage nach dem Croissant wurde mit ‚Oh, haben Sie das noch nicht bekommen?‘ und dann mit ‚Wir haben nämlich gar keine mehr.‘ reagiert. Ich bekam aus irgendeinem Grund nur einen kleinen Orangensaft und bei meiner Grießkoch-Bestellung fragte sie drei Mal nach, was ich möchte. Vielleicht war sie neu oder hatte einfach keinen guten Tag. Ich fand es auf jeden Fall schade, da sonst wirklich alles super war und wir einen sehr entspannten Vormittag genossen haben.

Zusammenfassend:
Ambiente: Hat etwas von typischem Wiener Kaffeehaus-Stil. Wer das mag, mag das Café Drechsler!
Service: Ein wenig unaufmerksam und nicht ganz bei der Sache. Ich möchte dies wegen nur einem Besuch jedoch natürlich nicht verallgemeinern.
Auswahl: Klassisch und doch für jeden Geschmack etwas dabei.
Qualität der Speisen: Wir waren sehr zufrieden und der Gaumen wurde verwöhnt.

Café Drechsler
Linke Wienzeile 22/ Girardigasse 1
1060 Wien

VA

*Ein großes Dankeschön an Café Drechsler

Frühstück in ‚Landtmann’s Jausen Station‘

Schönbrunn muss man lieben. Ich könnte mir keinen Grund vorstellen, warum man dies nicht tun sollte. Egal ob es der faszinierende Anblick des Schlosses vom Haupteingang aus ist, die Wanderung zur Gloriette, der Ausblick von dort oben oder einfach das Schlendern durch den riesigen Park. Schönbrunn hat mich schon als kleines Kind immer begeistert und tut es heute noch. Dass sich hier in beinahe paradiesischer Umgebung auch eine wunderbare Frühstückslocation befindet, habe ich bis vor kurzem jedoch nicht gewusst.
Wohlfühloase. Ich glaube dieses Wort beschreibt Landtmann’s Jausen Station am allerbesten. Nachdem wir hier im Sommer bereits ein Good Morning Vienna Treffen hatten, durfte ich vor zwei Wochen noch einmal mit einer lieben Freundin vorbei schauen und mit ihr das Frühstücksangebot testen. Das Schöne an Landtmann’s Jausen Station ist, dass man sowohl draußen als auch drinnen richtig gemütlich sitzen kann. Mitten im Grünen. Der kleine Pavillon hat eine sehr hübsche Inneneinrichtung und auch rundherum ist alles sehr liebevoll hergerichtet. Inklusive eigenem Kräutergarten!

Ich habe mich für das Prinzessinnen-Frühstück mit Lachs, Frischkäse,
Toast, Erdbeeren, hausgemachtem Milchreis und einem frisch gepressten
Orangensaft entschieden. Meine Freundin probierte das
Langschläfer-Frühstück mit Eierspeise, Schnittlauchbrot, Semmel, Butter
& Marmelade. Zusätzlich haben wir uns noch ein Brioche-Kipferl
bestellt, welches sich als überdurchschnittlich groß, aber gleichzeitig
auch als überdurchschnittlich lecker entpuppte. Die verschiedenen
Frühstücksvariationen finde ich persönlich sehr ansprechend und es ist
auch wirklich für jeden etwas dabei. Die restliche Karte von Landtmann’s Jausen Station kann sich übrigens
auch sehen lassen. Besonders der Kaiserschmarrn soll angeblich sehr lecker
sein. Dafür war jedoch kein Platz mehr in unseren Bäuchen, weshalb ich nur noch eine sehr erfrischende
hausgemachte Melonen-Limonade probierte. 
Bedient wurden wir von zwei sehr sympathischen und freundlichen Herren und es gab auch an dieser Stelle nichts auszusetzen.

Zusammenfassend:
Ambiente: Kaum zu übertreffen. Eine Wohlfühloase im Grünen – wie schon erwähnt.
Service: Höflich und angenehm und wir mussten auf nichts lange warten.
Auswahl: Auf jeden Fall ausreichend. Neben den Frühstücksvariationen können auch einzelne Produkte zusätzlich bestellt werden.
Preise: Als einzigen Kritikpunkt könnte man die Preise sehen. Ein normaler Cappuccino für 4,90€ ist meiner Meinung nach ein wenig überteuert. Auch 15€ für z.B. das Prinzessinnenfrühstück ist an der Grenze, da die Portionen zwar ausreichend, aber auch nicht riesig sind und der Kaffee ja noch nicht inkludiert ist.
Qualität der Produkte: Uns hat alles wirklich hervorragend geschmeckt. Mir besonders das Brioche und der Milchreis! Zudem werden auch Bio-Eier für die Eier-Speisen verwendet.

Insgesamt ist ein Frühstück in Landtmann’s Jausen Station ein Rundum-Verwöhnprogramm und auf jeden Fall weiter zu empfehlen, wenn man sich wieder einmal etwas Gutes tun möchte. Auch besonders geeignet, wenn man Besuch in Wien hat oder die Stadt als TouristIn besucht.  Denn hier lässt sich Sightseeing und Entspannung pur perfekt kombinieren.




Landtmann’s Jausen Station
Schloss Schönbrunn
Kronprinzengarten
1130 Wien

(Frühstück bis 14:00 Uhr; Achtung: ab 18.12. Winterpause)

VA

*ein großes Dankeschön an Landtmann’s Jausen Station

Frühstück im ‚Café Z‘

Als Kind war es für mich immer das Allergrößte mit meinen Cousins bei meiner Uroma zu übernachten. Wir gründeten -inspiriert durch die Knickerbocker- unsere eigene Bande, stellten den riesigen Dachboden auf den Kopf und bauten uns eine Hütte. Wir verdienten Geld für unsere Banden-Kassa, indem wir von Haus zu Haus gingen und selbst gepflückte Blumensträuße verkauften oder unseren eigenen Flohmarkt aufbauten. Nur bei unserer Uroma durften wir am Morgen immer extra früh aufstehen, um uns Tom Turbo und Darkwing Duck anzusehen. Kurzum, bei Uroma fühlten wir uns wohl. Das war zu Hause. Hier waren wir sicher.

Und als ich den Teppich am Boden vom Café Z erblickte, war mein erster Gedanke: Omi. Denn genau so einer liegt auch bei ihr im Wohnzimmer.

Die Vielfalt ist das Besondere. Wenn man sich dank Good Morning Vienna durch die Landschaft der Frühstückslokale in Wien testen darf. In dem einen fühlt man sich wie eine Prinzessin, in dem anderen in die Kindheit bei Omi zurück versetzt.

Das Café Z ist von außen recht unscheinbar. Auch die Inneneinrichtung ist schlicht und klassisch. Kein großer Schnickschnack und ein bisschen Retro-Style. Ein besonderes Flair verpassen dem Ganzen die Schriftzüge ‚TOREI‘ ‚KONDI‘, sowie ‚MAYER‘ und ‚ANGEL‘, welche auch gleich ein Stück Geschichte des Cafés erzählen. Früher befand sich nämlich in diesen Räumlichkeiten die Konditorei Angelmayer.

Beim Durchblättern der Karte ist mir gleich positiv aufgefallen, dass auf der letzten Seite auf die Herkunft der Produkte hingewiesen wird. So heißt es: „Die Zutaten für die Speisen stammen Großteils aus biologischer Landwirtschaft (Eier, Getreide, Butter), wurden regional eingekauft oder selber geerntet.“ Außerdem kommt die Marille aus einem eigenen Garten auf der Schmelz und wird im Café zu Marmelade verarbeitet. Die Säfte und Limonaden kommen von Kleinbetrieben, das Brot von der Bäckerei Schrott und das Eis von der Eisdiele Daniel. Zudem wird die Energie von Ökostrom geliefert.

 

Die Frühstückskarte ist eher klein und klassisch. Sie besteht hauptsächlich aus Handsemmerl mit Butter, Marmelade/Honig, Spiegel- und Rührei und Schinken, Käse und Aufstrich. Ein Special sind hier eindeutig die hausgemachten Crêpes, welche es mit Ahornsirup, für Mutige jedoch auch zusätzlich zum Sirup mit Schinken und Spiegelei gibt.
Die Preise sind wirklich sehr in Ordnung. Die teuerste Kombi ist das ‚Café Z komplett‘ für 7,20€ mit Spiegel- oder Rührei, Handsemmerl mit Butter, Crêpe mit Ahornsirup und kleinem Smoothie.

Ich habe mich für ein Butterbrot mit Schnittlauch (1,80€) und ein Crêpe mit Ahornsirup (3,10€) sowie einen Smoothie (2,50€) entschieden. Meine zwei Begleiter nahmen jeweils das ‚Café Z komplett‘ und waren mit Geschmack und Qualität sehr zufrieden.
Ich persönlich fand den Smoothie zwar sehr erfrischend, jedoch ist er mit 0,12l doch sehr klein. Das Schnittlauchbrot war sehr lecker, vom Crêpe war ich jedoch so richtig begeistert. Ich habe wirklich selten so ein leckeres gegessen und hätte darum bestimmt noch zwei verdrücken können. Zum Schluss habe ich mir dann noch eine heiße Ingwer-Limonade gegönnt. Für die kalte Jahreszeit auf jeden Fall perfekt!

Zusammenfassend: 
Ambiente: Schlichte Einrichtung mit besonderem Retro-Flair. Die Sitzmöglichkeiten sind zum Teil (im vorderen Bereich) vielleicht weniger bequem als anderswo, jedoch fühlt man sich trotzdem wohl.
Service: Persönlich, unkompliziert und unaufdringlich.
Qualität: Sehr hochwertige Produkte, was man auch schmeckt! Somit auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Auswahl: Die Auswahl könnte ein wenig größer sein. Für Liebhaber des klassischen Frühstücks ist es ausreichend, ich persönlich habe jedoch Dinge wie Müslivariationen und mein heißgeliebtes Croissant vermisst. Dafür lohnt es sich alleine schon wegen den fantastischen Crêpes einmal vorbei zu schauen!

Café Z
Meiselstraße 2
1150 Wien
(Frühstück ganztags ab 10:00 Uhr. Montage und Feiertage sind Ruhetage.)

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*Ein großes Dankeschön an Café Z