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meine Worte

Die 4 Stimmen, die dich vom Erfolg abhalten und was du ihnen sagen solltest

Die Frage vor der jeder am meisten Angst hat, der gerade sein Studium, seine Lehre, seine Ausbildung abschließt oder genug vom momentanen Job hat, ist wohl „Und, was hast du jetzt mit deinem Leben vor?“.
Klar hat man sich selbst schon unzählige Male darüber den Kopf zerbrochen, dadurch schlaflose Nächte hinter sich und womöglich sogar die ein oder andere Träne vergossen. Aber von einem anderen so direkt damit konfrontiert zu werden ist eindeutig der worst-case.
Denn sich selbst kann man immer irgendwie hintergehen. Sich selbst kann man austricksen, Dinge verschieben, ausblenden, ignorieren. Aber wenn dann zwei oder gar mehr Augen erwartungsvoll auf dich gerichtet sind und nicht wieder aufhören zu starren bevor sie nicht eine plausible Antwort erhalten haben, dann fühlt man sich in die Ecke gedrängt. Auf frischer Tat ertappt.

Die bevorzugte Option wäre ein dramatischer Abgang mit hysterischem Geschrei à la „Lasst mich doch alle in Ruhe!“ und dann davon rennen. Stattdessen versucht man natürlich gefasst zu reagieren, die Contenance zu bewahren und in ruhigem Ton etwas zu labern, das man sich selbst zwar nicht wirklich abkauft, aber für die anderen gut und vernünftig klingt.
Manchmal haben wir zwei davon. Einen Traum-Plan im Herzen und einen Klingt-gut-für-andere-Plan im Kopf.

Die größten Träume will man nicht gleich jedem offenbaren, die schützt man wie ein zerbrechliches Glas. Es könnte sie dir ja sonst jemand aus der Hand reißen, auf den Boden schmeißen und dich mit den Scherben alleine zurück lassen.
Aber ein Traum, der ewig nur versteckt bleibt, kann sich nicht entfalten. Der bekommt keine Chance zu atmen, keine Gelegenheit zu wachsen. Denn wie kann man jemals umsetzen, was man sich nicht einmal auszusprechen wagt?

Doch egal was dieser Traum oder Plan vom Leben ist, den wir irgendwo in uns wahren, von diesen 4 Stimmen sollten wir ihn uns auf keinen Fall vermiesen lassen:

Die Stimme des Zweifels
Der Zweifel in dir sagt dir ständig, dass du etwas nicht kannst. Er zweifelt an deinen Kompetenzen, an deinen Ressourcen, an deiner Motivation. Er zweifelt an dir und deinen Möglichkeiten. Er hat die Vernunft und die Rationalität als Berater, rechnet dir nüchtern die Chancen auf einen Erfolg aus und liefert dir kalte Fakten. „Ich kann das nicht.“, „Ich schaff das nicht.“, „Ich glaube nicht, dass das je möglich ist.“ sind die entsprechenden Reaktionen darauf.
‚Dream big!‘ sollte jedoch immer der Leitsatz sein. Nicht ‚Dream reasonably!‘ oder ‚Dream rationally!‘. Dream big!
Du solltest dem Zweifler sagen, dass du kannst und willst, dass du bereit bist zu riskieren. All in. Jeder noch so schwere Weg beginnt mit dem ersten Schritt und wer nicht losgeht, kommt auch sicher nie an.

Die Stimme der Angst
Die Angst in dir ist fast noch schlimmer als der Zweifel. Sie beschert dir nicht nur Angst vor dem Scheitern, sondern auch Angst vor den Konsequenzen des Scheiterns. Angst davor, was andere über dich denken könnten. Angst, als Versager da zu stehen und Angst vor dem Ungewissen.
Angst aber lähmt dich und lässt dich auf der Strecke stehen, während du die Furchtlosen nur noch von hinten siehst. Angst kann dich fesseln und lässt dich dann nicht wieder los, so dass du unfähig bist auch nur einen Schritt nach vorne zu machen, weil du dir nicht sicher sein kannst wohin er geht.
Der Angst solltest du sagen, dass die Unsicherheit sicherer Bestandteil des Lebens ist. Du solltest ihr sagen, dass egal wie oft du scheiterst, das Bedauern es gar nicht erst versucht zu haben immer viel mehr schmerzen wird, als ein Sturz auf dem Weg zu dem was du wirklich erreichen willst.
Du solltest ihr sagen, dass das was die anderen über dich denken viel mehr sie betrifft als dich. Die Meinung irgendwelcher anderer wird sowieso nie die Quelle deines Glücks sein. Nie.

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Die Stimme der falschen Bescheidenheit

Die falsche Bescheidenheit will, dass du dich niemandem aufdrängst. Sie will, dass du nicht zu sehr von dir überzeugt bist und Werbung für dich machst. Sie will, dass du dezent und unauffällig bleibst. Damit du nicht zu sehr zum Gesprächsthema wirst und nicht zu sehr möglichen Kritikern ausgesetzt bist. Außerdem könntest du ja gar als arrogant oder überheblich rüber kommen, wenn du zu sehr von deinen Zielen und deinen Fähigkeiten zur Erreichung derer überzeugt bist.
Du solltest der falschen Bescheidenheit sagen, dass Erfolg zwar viele Gesichter haben kann, aber eine große Portion an gesundem Selbstbewusstsein immer unerlässlich ist.
Wie kannst du jemanden überzeugen, wenn du es bei dir selbst noch nicht einmal geschafft hast?
Wie soll deine Idee oder dein Vorhaben irgendjemand gut finden, wenn du selbst nicht gerade richtig begeistert davon klingst?
Wie soll dich das Echo erreichen, wenn du dich nichts in die Welt hinaus rufen traust?

Die Stimme des Vergleichs
Der Vergleich weckt eine selbstzerstörerische Ader in dir. Er stachelt dich dazu an deine Leistung, deine Existenz oder deinen Traum immer in Relation zu irgendeinem Dritten zu sehen. Das führt dazu, dass du dich durcheinander bringen lässt, dass du deinen Fokus verlierst und nicht mehr richtig „bei dir“ bist. Zudem schafft es der Vergleich, dir den Zweifel, die Angst und die falsche Bescheidenheit in einer schrecklichen Kombination überzustülpen. Diese geballte Ladung wirkt dann ähnlich wie Chloroform und jeder Traum-Kidnapper hat die größte Freude damit.
Du solltest dem Vergleich sagen, dass du ihn nicht brauchst. Dass du sowieso niemals mehr als dein eigenes Selbst sein kannst und das auch nicht nötig ist. Dass es gut und recht ist was andere machen, du aber nur zum Ziel kommst, wenn du es auf deine Art und Weise machst. Sag ihm, dass es immer jemanden gibt der besser, weiter und erfolgreicher ist, das aber nicht heißt, dass deine eigenen kleinen Schritte dadurch weniger wert sind. Es ist eine Reise und kein Wettrennen.  

Deine Reise.
Dein Weg.
Dein Ziel.

VA

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19 Comments

  • Reply
    Sandy
    26. Januar 2016 at 21:56

    wow, sehr sehr toller text und schön geschrieben. ich kenne das gefühl nur zu gut und dass jemand mal darüber schreibt hilft mir unheimlich weiter!

    Sandy http://www.golden-shimmer.blogspot.de

  • Reply
    daamarco
    27. Januar 2016 at 8:45

    Danke Valeria für deine tollen und motovierenden Zeilen!

  • Reply
    Zunder
    27. Januar 2016 at 16:38

    So ein toller Text, daher habe ich diesen auch direkt via Facebook geteilt.

    Liebst, Elisa von http://www.elisazunder.de

  • Reply
    Melina Alt
    27. Januar 2016 at 19:01

    Toller Text und du hast so recht ♥
    Melina
    http://www.melinaalt.de

  • Reply
    Tina
    30. Januar 2016 at 13:44

    Toller Beitrag, ich kann verstehen was du meinst. Die Stimme der Angst und der falschen Bescheidenheit schreien mir ab und an regelrecht ins Ohr. Auch Zweifel will mitmischen, aber wenn man sich seinen Aufgaben stellt, ist man umso stolzer 🙂
    LG, Tina

    • Valeria Anna
      Reply
      Valeria Anna
      31. Januar 2016 at 15:17

      Dankeschön :)!
      Genau so ist es :)!

      LG,
      VA

  • Reply
    UniqueWhispers
    1. Februar 2016 at 14:53

    Ich denke jeder hat schon mal Bekanntschaft mit den Stimmen gemacht. Finde die Stimme des Vergleichs schon mit am tückischsten, sehe oft wie Freundinnen von mir davon geplagt werden, ist schon echt traurig.

    UniqueWhispers – Exploring my World

  • Reply
    Rita Sachse
    1. Februar 2016 at 17:31

    Stimmt, das Leben ist eine Reise und kein Wettrennen. Schöner Artikel, Danke!

  • Reply
    einnichtganzdichter
    4. Februar 2016 at 22:44

    Hätt nicht gedacht, dass ich mal einen Lifestyle Blog lese, aber das ist echt guter Content! Super Gestaltung und gehaltvolle Texte, gefällt mir sehr.

    • Valeria Anna
      Reply
      Valeria Anna
      5. Februar 2016 at 8:43

      Das ist für mich ein ganz besonderes Kompliment, welches mich sehr freut – vielen Dank.
      Ja, ich habe sowieso schon längere Zeit Probleme mit der Bezeichnung meines Blogs. Weil "Lifestyleblog" in Anbetracht dessen, was man damit verbindet, eigentlich nicht wirklich passt :).

  • Reply
    Anonym
    29. März 2016 at 8:48

    Du hast recht mit dem, was du schreibst! DEr Post ist unglaublich inspirierend und motivierend 🙂
    lg kim
    http://fullmoonthrills.wordpress.com

  • Reply
    Marie Celine
    30. März 2017 at 18:32

    Ein toller Text!
    Ich kann dir nur Recht geben.

    Allerliebst und noch einen schönen Abend, Marie Celine | http://marieceliine.blogspot.de/2017/03/fruhlingsgefuhle.html

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