„Whether you think you can, or think you can’t. You’re right.“ 
– Henry Ford

Ich suche stets die Geschichten. Geschichten, die für mich aus der Begegnung mit anderen Menschen entstehen. Geschichten, die sich zwischen den Zeilen ergeben.

Vor kurzem hat mich Pascal Hefti in sein neues Studio eingeladen, in welchem er sich den Traum vom Vollzeit-Fotografen erfüllen möchte. Als ich nach dem Besuch wieder ins Auto stieg, war mein erster Gedanke: So muss man es machen. Das eigene Ding durchziehen und einfach mit einer Selbstverständlichkeit daran glauben, dass es funktioniert.

Eigentlich sollte ich nicht jedes Mal vom Selbstbewusstsein anderer Menschen so überrascht sein.  Denn während ich gewisse Dinge zuerst hundert Mal abwäge, ob ich dies und jenes tatsächlich so oder so umsetzen kann, tun es andere einfach. Lassen sich nicht von der Konkurrenz einschüchtern. Glauben mit einer Leichtigkeit an sich und an das was sie tun.
Ein gutes Fähigkeitsselbstkonzept, würde man in der Psychologie sagen. Die Annahmen, welche man über die eigenen Fähigkeiten hat. Und tatsächlich ist ebendieses Fähigkeitsselbstkonzept zu einem großen Teil mit ausschlaggebend für den Erfolg.

Immer mehr wird mir dies bewusst. In den unterschiedlichsten Situationen. Dass dieser Glaube an die eigenen Fähigkeiten nicht nur Gerede ohne Inhalt ist. Im Studium, im Job, im Erfüllen der eigenen Träume, im Sport.

Früher habe ich mich beim Fußball spielen öfters dabei ertappt, wie ich mir gedacht habe: „Bitte kommt der Ball jetzt nicht zu mir, ich versau es eh nur.“ Eine solche Einstellung, diese permanente Angst vor Misserfolg -sie lähmt. Dass dann tatsächlich nicht mehr so viel gut gehen kann, ist quasi vorprogrammiert.
In diesem Sommer habe ich wieder angefangen zu spielen. Und ich habe beobachtet, wie viel mehr ich aus meinen eigenen Fähigkeiten heraus holen kann, wenn ich an sie glaube. Lockerer bin, Herausforderungen annehme anstatt mich von ihnen einschüchtern zu lassen. Denn wenn du auch nur den Bruchteil einer Sekunde an dir zweifelst, ist eine andere vor dir am Ball.

Einstellungen im Sport lassen sich oft auf viele andere Situationen im Leben übertragen. Vielleicht ist es also nicht der Ball, der uns gespielt wird. Vielleicht sind es neue Chancen, die uns zugeflankt werden. Von weitem, in hohem Bogen. Und der Moment, kurz bevor ich sie annehme, ist der entscheidende. Wende ich mich innerlich ab, ängstlich, ohne Zuversicht. Oder bin ich bereit, freue mich darauf Verantwortung zu übernehmen und zu zeigen was ich kann.

Ich will keine Angst mehr haben. Vor Bällen. Egal in welcher Form. Ich will sie annehmen und das Beste daraus machen. Glauben, dass ich es kann.
Nicht mehr vom Selbstbewusstsein anderer überrascht sein. Es sollte selbstverständlich sein.

VA

Fotos (c) by pascal-hefti.at

4 Comments

  1. Avatar patty sc 30. Oktober 2016 at 14:05

    Dein Beitrag ist wirklich toll geworden. Ich finde es auch immer sehr bewundernswert wenn Leute ihr Ding durchziehen und sich von niemandem von Ihrem Weg abbringen lassen. Seit ich meinen Blog schriebe fallen mir solche Dinge wesentlich einfacher. Früher habe ich auch sehr lange Fußball gespielt und mir ging es in einer Situation mal ganz ähnlich wie dir. In meiner Mannschaft habe ich mich immer sehr wohlgefühlt und auch tolle Leistungen gebracht, aber sobald ich dann in eine Auswahl kam in der wirklich nur top Spieler waren habe ich mich komplett unwohl gefühlt & geglaubt ich wäre eh die schlechteste. Mit der Zeit habe ich gelernt mit solchen Situationen besser umzugehen & sich am besten nur seine Stärken vor Augen zu halten, aber das ist nicht immer einfach 🙂

    Liebe Grüße 🙂
    Measlychocolate by Patty

    Reply
    1. Valeria Anna Valeria Anna - Site Author 5. November 2016 at 12:00

      Hallo Patty,

      vielen lieben Dank für deinen schönen Kommentar 🙂

      Liebe Grüße,
      Valeria

      Reply
  2. Avatar Anonym 11. November 2016 at 13:50

    Valeria du sprichst mir aus der Seele! Ich finde mich in deinen Zeilen wieder, als wären sie ein alter Freund der mir von der gegenüberliegenden Straßenseite zu winkt, wenn ich morgens das Haus verlasse. GLAUBE an sich selbst und an die eigenen Fähigkeiten ist das A und O um in dieser verrückten, schönen, lauten Welt nicht den Kopf zu verlieren.
    Alles Liebe und viel Leichtigkeit wünsch ich dir Valeria! LisaMarie

    Reply
    1. Valeria Anna Valeria Anna - Site Author 1. Dezember 2016 at 11:10

      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar 🙂
      Das wünsche ich dir auf jeden Fall auch!
      Liebe Grüße,
      Valeria

      Reply

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