Wie die meisten von euch vielleicht mitbekommen haben, war ich im Mai auf einem kleinen Roadtrip. Leider nicht in den USA und auch nicht in Australien, sondern einfach ’nur‘ hier bei uns in Österreich. Dass dies aber mindestens genauso schön sein kann, hat die Fahrt durch das Salzkammergut bewiesen.
Aber fangen wir von vorne an:

Am Freitagnachmittag machten mein Freund und ich uns auf den Weg zum Opel-Werk, um unseren wichtigen Begleiter für das Wochenende abzuholen. Das Werk befindet sich in Aspern, weshalb wir die Nähe zu Niederösterreich gleich ausnutzten und ich meinen Freund zu seinem Fußballspiel in Mannsdorf fuhr.
Ich wusste bereits im Vorfeld, dass mich ein Opel Adam erwarten würde, hatte jedoch keine Ahnung wie dieser dann live genau aussehen würde. Ich war jedoch sofort begeistert. Zwar ist die Farbe ein wenig gewöhnungsbedürftig, trotzdem machte er sowohl von innen als auch von außen eine sehr gute Figur. Da ich in Wien normalerweise kein Auto habe, komme ich nicht oft zum Fahren. Umso mehr hat es mich gefreut, wieder einmal durch die Straßen cruisen zu können. Noch dazu mit einem Auto, welches sich so angenehm fahren lässt wie der Opel Adam. Es sollte jedoch erwähnt werden, dass ich von unserem Auto in Vorarlberg nicht gerade verwöhnt bin und für mich jedes bessere Auto gleich purer Luxus ist.

Auf der Fahrt von Niederösterreich zurück ins Zentrum nach Wien, wurde ich dann langsam ein wenig nervös. Ich hatte schon viel darüber gehört, wie nervenaufreibend es wäre in Wien Auto zu fahren. Gott sei Dank waren dann aber nicht mehr gar so viele Autos unterwegs und ich konnte die Strecke bis zum ibis Wien City Hotel gut meistern.
Der erste Eindruck vom Hotel war sehr positiv. Im schlichten, aber sehr schönen und sauberen Zimmer erwartete uns eine kleine Begrüßungspost inklusive Mannerschnitten. Zum Frühstück gab es dann eine Auswahl an Käse, Wurst, Müsli, Kaffee, Eierspeise, Speck, Brot etc. -alles was man für ein klassisches Frühstück so braucht. Natürlich kann man ein Buffet selten mit einem à la carte Frühstück vergleichen, aber man konnte sich über die Qualität auf keinen Fall beschweren und vor allem die Waffelstation, bei der man sich selbst frische Waffeln zubereiten konnte, fand ich persönlich sehr überzeugend.

Die Zotter Schokoladenmanufaktur in Riegersburg
Nach dem Frühstück ging es direkt weiter Richtung Graz. Mit guter Musik und ein paar Gesangseinlagen verging die Zeit dann auch ziemlich flott. Der erste Halt war jedoch nicht Graz selbst, sondern die Zotter Schokoladen Manufaktur. Gleich einmal vorweg: Ich empfehle absolut jede/r Schokoladenliebhaber/in diese ca. 16€ zu investieren. Am besten sollte man davor aber nicht allzu viel essen. Vor allem nichts Süßes! Denn neben einem kleinen Einführungs-Dokumentationsfilm über Herr Zotter, seine Familie und die Herkunft der Kakaobohne, ist die restliche Tour ein reines Vergnügen für den Gaumen. Man beginnt mit der Verkostung von noch eher weniger schmackhaften puren Bohnen, probiert sich dann durch allerlei flüssige Schokolade von weiß bis ganz dunkel und bitter. Später kommen dann Gänge, die eine einzige Aneinanderreihung von Probiersäulen sind. Jede erdenkliche Schokoladensorte kann hier gekostet werden. Erdbeere, Waldbeere, Vollmilch, 70%ige, 80%ige, Nougat, Banane,… Und meine Favoriten: Joghurt und Cashew Nougat. ‚Kosten‘ ist dabei aber eigentlich fast schon unpassend. Sich damit vollfressen trifft es eher.
Später kommt man dann zu einem größeren Raum mit tollem Ausblick und der Möglichkeit eine der Trinkschokoladen zu probieren. Beide entschieden wir uns für Zimt-Banane. Damit ja keiner (oder eher keine) danach jammert und tauschen möchte. Es war auf jeden Fall eine gute Entscheidung, denn obwohl wir eh schon eine Schoko-Überdosis intus hatten, war diese Trinkschokolade einfach ein Traum. In diesem Raum konnten zudem auch noch einmal ganz exotische Schokoladensorten probiert werden, von denen ich mir die außergewöhnlichen Namen nicht merken konnte. Irgendetwas mit Hanf, Blüten und ähnlichen Dingen.
Danach gab mein Freund auf. Schwächling.
Ich verspürte -wohl zum ersten Mal in meinem Leben- auch nicht mehr sonderlich den Drang weiter Schokolade zu essen. Aber da es noch einmal einen Gang mit Spezialitäten gab, probierte ich zumindest noch diese, die mich vom Namen her richtig überzeugten. Schließlich hat man nicht alle Tage ein All you can eat Schokoladen Buffet vor sich.
Das Schild Running Chocolate vor dem letzten Gang entlockte meinem Freund ein „Oh Gott!“ und auch mein Magen kapitulierte. Nichts ging mehr. Und somit gingen wir mit vollen Schoko-Bäuchen und ganz viel Glücksgefühlen wieder zurück zum Auto.

Next Stop: Graz
Ich war noch nie in Graz. Okay doch. In der Bahnhofshalle und am Flughafen. Aber sonst war ich noch nie in Graz. Fast schon traurig. Weshalb wir dieser Stadt auf jeden Fall einen Besuch abstatten wollten. Wir parkten das Auto und schlenderten durch die Straßen. Das Wetter eignete sich perfekt, um sich gemütlich draußen hinzusetzen und ein kaltes Getränk zu genießen. Danach gingen wir zur Murinsel, welche ich mir etwas spektakulärer vorgestellt hatte und bestiegen anschließend die Treppen hinauf zum Uhrturm. Die Aussicht, der Turm an sich und die Gärten rundherum mit den wunderschönen Blumen haben mich auf Anhieb fasziniert, weshalb wir noch ein wenig dort oben auf einer Sitzbank verweilten.
Später holten wir das Auto wieder ab und fuhren zu Bekannten von meinem Freund, die ein wenig außerhalb von Graz leben. Da wir aufgrund der vielen Schokolade das Mittagessen ausfallen haben lassen, war dann am Abend der Hunger -zumindest ein bisschen- wieder da und wir wurden noch mit gegrilltem Fleisch, Grillwürsten, Salat und einem Eiskaffee verwöhnt. Wir genossen den gemütlichen Abend auf der Terrasse und als dann noch der riesige Vollmond am Himmel aufging war ich hin und weg. Schade, dass meine Kamera diese Stimmung niemals so gut festhalten konnte, wie sie tatsächlich war. Aber manche Momente sind vielleicht nur für das Jetzt gedacht und nicht für die Ewigkeit.
Erst spät erledigten wir den Check-in beim ibis Graz am Hauptbahnhof. Mir persönlich gefiel das ibis Wien City besser, obwohl die Zimmer von der Einrichtung her nicht sonderlich anders waren. Dafür fand ich das Frühstück in Graz eine Spur besser, was aber wohl an dem sehr leckeren Zopf lag, womit man mich immer glücklich machen kann.

Die Fahrt durch das Salzkammergut
Viele Wege führen nach Salzburg. Wir entschieden uns für den schönsten. Vorbei an den malerischen Seen, mitten durch das strahlende Grün. Und weil das Wetter wieder nicht besser hätte sein können, legten wir einen kurzen Halt am Fuschlsee ein. Schuhe aus, die Füße ins Wasser. Ins eiskalte Wasser wohlgemerkt. Aber wenn dich draußen die Hitze plagt, ist so eine Erfrischung ja ganz angenehm.

Next Stop: Salzburg
Weiter ging die Fahrt Richtung Salzburg. Dort angekommen erfolgte sogleich der Check-in ins Mercure Salzburg City, welches so ganz nach meinem Geschmack war. Große Lobby, sehr freundliche Damen an der Rezeption, wunderschöne, saubere Zimmer mit tollem Bad. Eindeutig mein Favorit unter den drei Accor Hotels. Der Unterschied von den drei Sterne Hotels zum vier Sterne Hotel war ersichtlich. Für kurze Städtetrips, bei denen man sowieso hauptsächlich unterwegs ist, sind die ibis Hotels völlig zu empfehlen. Sie sind gut ausgestattet, das Personal ist sehr hilfsbereit und es gab bei uns auch in den Zimmern nichts zu meckern. Wer sich gerne ein bisschen mehr Luxus gönnt, fährt mit den Mercure Hotels jedoch noch besser.
Ich war auch noch nie wirklich in Salzburg. Naja, doch. Als Kind. Aber ich kann mich praktisch gar nicht mehr daran erinnern. Was mich eigentlich wundert, weil mein zweiter erster Eindruck von der Stadt ein außerordentlich positiver war und ich mich frage, warum ich nicht schon früher einen Salzburg-Trip unternommen habe.
Wir schlenderten durch die Stadt und ich verliebte mich spätestens in der Goldgasse. Wir suchten uns ein Restaurant fürs Mittagessen. „Spargel muss es dort geben!“, war meine einzige Bedingung. Gestärkt machten wir uns dann auf den Weg zur Festung Hohensalzburg. Bevor wir uns aber auf die Besichtigung derer konzentrieren konnten, mussten noch die ersten Hochrechnungen der Bundespräsidentschaftswahl am Handy gestreamt werden. Ein wenig aufgewühlt sahen wir uns dann die Festung an und waren von der Aussicht auf dem Turm begeistert. Strahlender Sonnenschein, nur ein paar helle Wolken am Himmel und unter uns die Stadt, die Berge, der Fluss, das Grün.
Im Anschluss an die Besichtigung der Festung schlenderten wir noch durch den Park vom Schloss Mirabelle. Später holten wir uns noch ein Eis (Sorte Mozartkugel für mich!) und gingen dann wieder Richtung Hotel.

Schloss Hellbrunn, Strömender Regen und das Wahlergebnis
Nach einer Nacht im Mercure Salzburg City machten wir uns auf den Weg zum Schloss Hellbrunn. Von außen sieht es sehr schön aus, die Ausstellung drinnen war jedoch weniger überzeugend. Obwohl das Wetter leider nicht mehr ganz so toll war wie die Tage zuvor, sahen wir uns die Wasserspiele an. Scheinbar war ich hier auch schon als Kind, aber wie gesagt – ich erinnere mich kaum und sowieso ist die Wahrnehmung als Kind immer irgendwie eine komplett andere. Die Wasserspiele waren aber sehr nett und besonders als Familie sollte man sie sich auf jeden Fall ansehen.
Danach machten wir uns auch schon wieder auf den Heimweg. Der Regen ließ dann nicht mehr lange auf sich warten und zeigte sich in seiner vollen Pracht. Während ich versuchte im strömendem Regen überhaupt noch irgendetwas von der Autobahn zu sehen, aktualisierte mein Freund sekündlich die Twitter-Meldungen zur Bundespräsidentschaftswahl und versuchte den ORF-Stream zum Laufen zu bringen. Die Erleichterung ließ lange auf sich warten.
Trotz Regen schafften wir es sicher wieder zurück nach Wien und ich bekam den ‚anstrengenden Wiener Verkehr‘ dann doch noch so richtig zu spüren.
Nicht sonderlich gerne verabschiedete ich mich dann vom kleinen Cityflitzer am Opel-Werk.

Es war ein aufregender Kurztrip. Für meinen Geschmack aber auch viel zu kurz. Weil Graz und Salzburg definitiv mehr Zeit verdient hätten und ich generell nicht zurück in den Alltag wollte.
Aber jetzt heißt es noch einmal durchbeißen. Die Masterarbeit hinter mich bringen und den Auszug aus meiner Wohnung stressfrei zu überstehen, damit ich dann erleichtert in den Sommer starten kann, wo die nächste Reise auf mich wartet!

VA

*ein großes Dankeschön an Opel und Accor Hotels

2 Comments

  1. Avatar Tanja Gammer 3. Juni 2016 at 6:52

    Hallo,

    ein toller Road Trip 😉 unser Land ist ja auch besonders schön. Im Ibis Wien war ich auch und fand die Einrichtung sehr stylisch und das Frühstück passte auch. Die Zotter Manufaktur muss ich mir auch noch unbedingt ansehen Schokihimmel hmmm
    Ich bin ja gespannt und warte schon darauf, das nach dem Adam nun auch bald eine Eva kommen wird.
    Schöne Bilder und danke fürs Mitnehmen
    Liebe Grüße
    Tanja

    Reply
    1. Valeria Anna Valeria Anna - Site Author 5. Juni 2016 at 19:41

      Hey Tanja,

      ja also wenn du Schokolade nur halb so gerne magst wie ich, musst du auf jeden Fall hin :D!
      Opel Eva wäre natürlich auch noch cool, stimmt :).
      Dankeschön und sehr, sehr gerne 🙂

      Liebe Grüße,
      VA

      Reply

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