Valeria Anna Lampert | Autorin. Psychologin. Publizistin.
meine Worte

Meer Momente

Ein Schritt nach dem anderen. Fußspuren im Sand. Leichtigkeit dein bester Freund. Vor dir nur die Weite. Ein Horizont voller Unendlichkeit. Kein Lärm, nur Rauschen. Dieses Rauschen der Wellen, welches zur Hintergrundmusik im Film deines Lebens wird.

Zumindest für jetzt.
Und das Jetzt ist das was zählt.

Mit jeder Welle kommt neues Leben. Zuerst zögerlich und dann mit voller Wucht. Wenn eine Welle bricht, ist das wie wenn 1000 Sorgen sich in Luft auflösen und sich als neue Chancen ausbreiten.
Man weiß nie wohin es führt. Man weiß nie wie weit das Wasser beim einen oder beim nächsten Mal vor hat den Strand unter Beschlag zu nehmen. Ein wildes Meer ist unberechenbar. Mächtig. Es gibt und nimmt. Nimmt und gibt. Manchmal bleiben Muscheln zurück, Steine in allen Formen und Farben. Manchmal nur der leichte Schaum und das Glitzern des Wassers.
Kleine Löcher im Sand blubbern faszinierend auch noch Sekunden nachdem das Wasser sie berührt hat.

Ist dir schon einmal aufgefallen, wie sich das Wasser im Sand ausbreitet, wenn man einen Fuß in die feuchte Stelle setzt? So als ob man den gesamten Strand verändern könnte. Mit nur einem Schritt. Und drei Schritte weiter hat das Meer schon deinen Abdruck erfasst. Die Beweise beseitigt, dass hier je irgendjemand entlang gegangen ist. Das Meer gibt und nimmt. Nimmt und gibt.

Ein Schritt nach dem anderen. Ein Horizont voller Unendlichkeit. Das Gefühl von unbegrenzten Möglichkeiten. Die Luft so erfrischend, der Wind so beflügelnd, die Wellen so berauschend. Das Meer unbegreiflich.
Du kannst singen und keiner hört dich, Glücksschreie gen Himmel richten und keiner belächelt dich, du kannst tanzen und hüpfen und dich einfach nur der Tatsache erfreuen, dass dieser Moment alles ist was du brauchst. Dieser Moment am Meer.

Und so hart wie das Wasser einer Welle auf die Oberfläche knallt, so gnadenlos schlägt es dich wieder in den Alltag zurück.
Das Rauschen immer noch wie Phantomschmerz in den Ohren, weil die Realisierung der permanenten Abwesenheit davon noch zu unangenehm ist. Der Geruch von salziger Freiheit schwindet und der unendliche Horizont wird zur nächsten Hauswand.
Gleichsam im Takt der Wellen bahnt sich die Sehnsucht an und wartet zögerlich darauf sich mit voller Wucht wieder in das Gefühl der Leichtigkeit zu verwandeln.
Der Leichtigkeit am Meer.

Fotos aufgenommen am Strand von Furadouro (Portugal)

VA

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6 Comments

  • Reply
    Maribel
    10. August 2015 at 10:30

    Einfach nur <3

  • Reply
    Kristy K
    14. August 2015 at 18:07

    Toller Post & wunderschöne Bilder 🙂
    Liebste Grüße,
    KRISTY KEY

  • Reply
    Nina S
    14. August 2015 at 21:10

    Wow die Bilder sind der Wahnsinn! Da bin ich auch schon ganz schön neidisch! Ich will auch unbedingt mal wieder an so einen schönen Strand ♥

    Liebste Grüße,
    Nina von http://good-morningstarshine.blogspot.de/

    • Valeria Anna
      Reply
      Valeria Anna
      15. August 2015 at 11:20

      Vielen Dank 🙂
      Ja ich will auch unbedingt wieder zurück 😀

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