valeriannala
meine Worte

Soll das wirklich alles sein?

Manchmal da drückt nicht nur der Schuh, da drückt irgendwie alles. Und nicht nur am Fuß, sondern überall. Einfach so ganz generell. Es ist als ob ein kleiner Geist um mich herumfliegen und mich absichtlich mit einer Nadel piksen würde. Einmal in den Arm, dann wieder ins Bein. Der will mir dann sagen, dass es so nicht weiter gehen kann. Dass irgendwas nicht passt.
Ich mag ja Bienen. Aber nicht wenn sie wie aufgewühlt in meinem Bauch herumschwirren. Wenn sie da irgendwie versuchen auszubrechen, aber keine Chance haben.
Mit der Gesamtsituation unzufrieden sein, obwohl alles passt. Das größte Schicksal der Immer-mehr-woller und davon aber auch bitte immer ganz schön viel. „Soll das wirklich alles sein?“ ist nicht nur ein Lied von Christina Stürmer auf ihrem Album, welches ich damals -Schande über mich- auf und ab gehört habe, sondern momentan unfreiwillig auch die Leitfrage in meinem lieben Hinterkopf.
Denn manchmal, da möchte man am liebsten ausbrechen. Wie Seth von OC auf einem kleinen Boot dem Sonnenuntergang entgegen segeln. Auf und davon. Aber nicht à la VOX bitte. Alles hinter sich lassen und ein Abenteurer sein. Ein Aussteiger. Suchen was man wirklich will, suchen wohin man wirklich will. Ein bisschen Verwirrung beseitigen, ein bisschen Durchblick schaffen.

Zuerst noch herumstudieren, dann arbeiten. 9 to 5 und 24/7, weil 8/7 ja heutzutage zu wenig ist. Manche fragen mich schon ob ich ans Kinder kriegen denke. Bitte was? Freiwillig nicht, nein. Die Ersten verrennen sich bereits in irgendwelchen Jobs. „Nein, keine Zeit mehr für Party, sorry!“ Die Ersten gehen ihren Elternpflichten nach. Und ich sitze hier, werde von Bienen und Geistern gepikst und weiß nicht was sie mir sagen wollen. „Renn los, pack’s an, dreh durch!“ So etwas in die Richtung wird es wohl sein. „Spuck endlich einmal diesem scheiß Schweinehund ins Auge und verpass ihm den Tritt seines Lebens!“ Ja, so etwas in der Art wollen die mir sagen. Denn das, das kann nicht alles sein. Denn irgendetwas brodelt da in mir, irgendetwas will da dringend heraus und das hat eindeutig nichts mit meinem Darm zu tun.

Soll das wirklich alles sein? Jetzt orientierungslos und dann 9 to 5. Dann 24/7 für irgendwas und irgendwen. Und irgendwo dazwischen das Leben liegen lassen. Kann es sein, dass man manchmal dem falschen Ziel hinterherjagt? Die kleinen richtigen Ziele, hinter den großen versucht zu verstecken?
Vielleicht sollte man mehr auf Geister und Bienen hören und dazu zuerst einmal Geistisch und Bienisch lernen.
Vielleicht sollte man öfters einmal dem Schweinehund in den Hintern treten.

Denn vielleicht ist das hier,…
…wirklich nicht alles was möglich ist.

VA

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6 Comments

  • Reply
    Barbara
    1. Dezember 2014 at 20:07

    <3 Danke dafür.

  • Reply
    Kristina D
    1. Dezember 2014 at 20:26

    Ein schöner Text.

    Liebe Grüße Kristina von KD Secret

  • Reply
    annosarusrex
    1. Dezember 2014 at 21:18

    teile deine gedanken völlig… immerzu. wie gern würde ich ausbrechen, endlich mein ding durchziehen und doch halten mich sachen davon ab, die mir irgendwie gar nichts richtig bringen, außer eine gewisse sicherheit derzeit. aber was will ich mit sicherheit? ich möchte keine sicherheit, ich möchte leben! leben, wie ich es für richtig halte! denn es ist mein leben! furchtbar, dass einem diese gedanken ständig im kopf herumgeistern aber man trotzdem nichts an seiner situation ändert. ich möchte es wirklich! und ich werde es versuchen! werde mein bestes geben, endlich das leben zu leben, das mir vorschwebt – egal was andere davon halten!
    ich hoffe du packst das auch!!!
    fühl dich gedrückt und in den popo getreten 😉
    liebste grüße,
    maze

    • Valeria Anna
      Reply
      Valeria Anna
      6. Dezember 2014 at 20:14

      Ich wünsche dir, dass das klappt und drücke dir ganz fest die Daumen :)!
      Dankeschön, ich trete dich zurück :P!

      Liebe Grüße,
      VA

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