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Hotel Zürserhof – Wohlfühlen & Luxus am Arlberg

Ich bin Genießerin. In jeder Hinsicht. Ich liebe gutes Essen. Essen, bei dem man sich fragt, wie man je ohne diesen Geschmack im Mund leben hat können. Ich liebe warmes Wasser auf meiner Haut, vor allem wenn es sprudelt. Ich sauge gerne bewusst jeden Sonnenstrahl einzeln auf und wenn ich eine schöne Landschaft sehe, kann ich mich oft gar nicht mehr davon losreißen.
Ich bin Genießerin. In jeder Hinsicht. Und selten konnte ich rundum so sehr genießen wie im Hotel Zürserhof ***** am Arlberg, in welches ich für drei Nächte eingeladen wurde.

Das Zimmer

Wir fuhren durch Zürs und ich war schon ganz gespannt, wann ich das Hotel sehen würde. Tatsächlich kann man kaum daran vorbei fahren, denn das riesige Gebäude ist wirklich eine besondere Erscheinung. Innen ist es sehr traditionell eingerichtet und auch das Personal ist in Tracht gekleidet. Unser Zimmer bestand aus einem Schlafzimmer, einem begehbaren Kleiderschrank, einem Bad mit WC, einem separaten WC und einem Wohnzimmer mit Büro-Nische. Außerdem war es mit zwei Fernseher, einer Garderobe und einer Minibar ausgestattet. Als wir ankamen lagen das Wochenprogramm und die Spa-Taschen bereit und auch Schokolade und Früchte lagen auf dem Tisch. Zudem wurde das Zimmer nicht nur morgens zurechtgemacht. Jedes Mal nach dem Abendessen kamen wir in ein ordentliches Zimmer mit gedimmtem Licht und aufgeschlagenen Bettdecken und auch im Bad waren die kleinen Handtücher auf dem Boden zurechtgelegt worden.

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Der Service

Sämtliches Personal war stets überaus aufmerksam. Es war für uns ungewohnt, dass wir unser Gepäck nicht selbst ins Zimmer bringen „durften“ und uns wirklich um nichts zu kümmern brauchten. Wenn das Glas halbleer ist, wird es direkt wieder aufgefüllt und am Gang wird man immer sehr freundlich von sämtlichen MitarbeiterInnen begrüßt.
Beim Essen waren die Damen und Herren jeweils nur für wenige Tische zuständig, was es ihnen ermöglichte stets sehr aufmerksam zu sein. Unfreundlichkeit, wie man sie an anderen Orten nicht selten erlebt, gibt es hier nicht. Ebenso gibt es im Prinzip nichts, was sie dir nicht versuchen zu ermöglichen. Keine der Hauptspeisen spricht dich an? Kein Problem, auch ein Club-Sandwich kann serviert werden.
Außerdem muss hervorgehoben werden, dass sich die Gastgeberfamilie Skardarasy nicht irgendwo verkriecht, sondern sich immer wieder unter die Gäste mischt und sich somit auch persönlich versichert, dass jeder rundum zufrieden ist.

Das Essen

Ein Besuch im Hotel Zürserhof ist alleine schon wegen dem Essen ein ganz besonderes Erlebnis.
Zum Frühstück gab es ein sehr vielfältiges Buffet, bei dem keine Wünsche offen blieben. Alleine schon die Auswahl an verschiedenen Sorten von frischen Säften war beeindruckend. Außerdem war es auch kein Problem Zusätzliches zum Buffet zu bestellen, z.B. Waffeln mit Zimt und Zucker.

Nach dem Frühstück waren wir so satt, dass es uns wirklich schwer fiel, zu Mittag schon wieder zu essen. Wenn das Essen jedoch bei wunderbarem Wetter auf der Sonnenterrasse serviert wird und bereits auf der Menükarte viel zu verlockend klingt, dann darf man sich dies auf keinen Fall entgehen lassen. Beide Male gab es ein Salat- und ein Vorspeisenbuffet von dem man sich bedienen konnte, bevor es mit dem eigentlichen Menü losging. Es folgte eine Suppe, eine Hauptspeise und eine Nachspeise. Alles liebevoll serviert und geschmacklich wirklich hervorragend.

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Dem Abendessen ging ein Aperitif an der Hotelbar mit Live Piano Musik voran. Schön gekleidet an einem Aperol-Spritz nippen, ein paar Cashewnüsse naschen und dabei dem Man am Klavier zuhören. Es gibt wohl keine bessere Einstimmung auf ein feines Abendessen.
Auch abends gab es ein Vorspeisenbuffet. Danach konnte noch eine zusätzliche Vorspeise vom Menü gewählt werden, darauf folgten die Suppe und die Hauptspeise. Bevor die Nachspeise serviert wurde, konnte man sich noch am großen Käse-Buffet bedienen. Für mich persönlich der Himmel auf Erden. Diese Auswahl ließ mein Herz schneller schlagen und wenn das andere Essen nicht auch so köstlich geschmeckt hätte, wäre ich wohl den ganzen Abend nur beim Käse-Buffet geblieben.
Am Abend gibt es außerdem mehrmals wöchentlich Themenabende. So zum Beispiel das Heurigen-Buffet, welches während unserem Aufenthalt auf dem Programm stand. Dabei fand ich vor allem die Vorspeisen-Auswahl an diesem Abend wirklich lecker, jedoch auch mit Sauerkraut und Kässpätzle kann man mich immer glücklich machen.

Alles in allem habe ich bestimmt noch nie drei Tage lang durchgehend so gut gegessen. Ich war fasziniert wie praktisch alles viel besser schmeckte als ich es gewohnt war. Sogar einfache Gerichte wie der Thunfisch-Salat vom Buffet. Besonders auch der Mozzarella war wirklich mit Abstand der Beste, den wir je irgendwo gegessen haben.

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Der Sport

Sport kommt im Hotel Zürserhof definitiv nicht zu kurz. Die Nähe zur Skipiste ist der erste große Pluspunkt für SportlerInnen. Im hoteleigenen Skistall gibt es für jedes Zimmer einen eigenen Abstellplatz. Von dort sind es nur noch einige Meter zu Fuß, bevor die Skier angeschnallt werden können und die erste kleine Piste zum nächsten Sessellift führt. Wer den Arlberg kennt weiß, dass das SkifahrerInnen-Herz hier definitiv glücklich wird und theoretisch kann man den ganzen Tag durchgehend fahren und muss dabei keine Piste zwei Mal sehen.
Vom Skigebiet kann man dann auch direkt zur Sonnenterrasse des Hotels fahren. Zum Mittagessen können hier die Skier abgestellt werden und wer mag, kann danach direkt wieder losstarten.
Beim Skifahren war ich größtenteils alleine unterwegs, da mein Freund nicht gerade der größte Skifahrer ist. Es hat jedoch trotzdem Spaß gemacht, das Wetter hätte nicht traumhafter sein können und bis Mittag war der Schnee auch noch sehr gut zum Fahren. Ich ging also so früh wie möglich auf die Piste, um den Schnee noch auszunutzen, danach ein feines Mittagessen auf der Terrasse zu genießen und am Nachmittag den Spa nicht zu kurz kommen zu lassen. Klingt nach einem perfekten Tag. War es auch!
Neben dem Skifahren kann man sich im Hotel Zürserhof jedoch auch anderweitig austoben. So zum Beispiel im eigenen Fitnessraum, während den Fitness-Stunden mit einem Trainer, in der Tennishalle oder einfach beim Tischtennis.

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Der Spa-Bereich

Ein weiteres Highlight im Hotel Zürserhof ist auf jeden Fall der großen Spa- und Wellness-Bereich. Dabei gibt es den Family-Spa für Kinder bzw. Familien und den modernen Aureus-Spa für alle ab 16 Jahren.

Besonders den Aureus-Spa haben wir uns genauer angesehen und darin ein paar wunderbare Stunden verbracht. Nachdem wir eine kleine Führung bekommen hatten, zog es uns gleich in den Infinity Pool, welchen wir glücklicherweise auch ganz für uns allein hatten. Mit Blick auf den Schnee und vorbei fahrende SkifahrerInnen lässt es sich hier wunderbar entspannen. Eine sehr angenehme Wassertemperatur und die Whirlpool-Funktion brachten mich zum Strahlen und ich wollte den Pool gar nicht mehr verlassen.

Weiter ging es dann in die wunderschöne Panorama Lounge. Hier gibt es auf Wasserbetten und Liegen genügend Platz zum Entspannen, Lesen oder gar um kurz ein Nickerchen zu machen.
Im Aureus-Spa gibt es außerdem: Aromadampfbad, Finnische Sauna, Biosauna, Infrarotkabinen, Kaltwassertauchbecken, Kräuterfrischlufthof, Wasserfallgrotte, Kneipprondell und einen Lady-Spa mit eigenem Saunabereich. Zudem ist auch für das leibliche Wohl gesorgt, denn es stehen Wasser und (getrocknete) Früchte bereit. Man kann sich hier also durchaus länger die Zeit vertreiben.

Ein ganz besonderes Erlebnis war für uns dann am zweiten Nachmittag das Hamam, die Aromaölmassage und die Zeit die wir im Private Spa verbringen durften.

Wir konnten uns im Vorfeld unter ‚Hamam‘ nicht wirklich viel vorstellen und ließen uns einfach überraschen. Nur mit einem gewöhnungsbedürftiger „Einweg-Tanga“ bekleidet, wurden wir in den Hamam-Raum geführt und gebeten uns auf einen großen flachen Stein in der Mitte zu legen. Der Stein war bereits ein wenig ölig und es fühlte sich trotz der Härte ganz angenehm an darauf zu liegen. Während der weiteren Prozedur hielt ich die Augen geschlossen, um bestmöglich genießen zu können. Mehrere Male rann warmes Wasser über mich, danach hörte ich ein Geräusch, bevor ich spürte wie zart Schaum auf meinen Körper getupft wurde. Mit einem Schwamm wurde dann zuerst die Rückseite und danach die Vorderseite des Körpers massiert. Zwischendurch und danach rann wieder warmes Wasser über mich.
Ich fühlte mich ein wenig wie ein gestrandeter Fisch und gleichzeitig wie ein Neugeborenes. Denn auf der einen Seite lag man so ausgeliefert nackt und nass auf diesem harten Stein, auf der anderen Seite fühlte es sich jedoch so belebend und wohltuend an.
Später informierte ich mich ein wenig über Hamam, um das was ich hörte und fühlte zuordnen zu können. Das Geräusch war scheinbar ein Baumwollbeutel, welcher zuerst eingeseift und dann durch Schwenken mit Luft gefüllt wird. Der Schaum wird dann aus dem Gewebe des Beutels auf den Körper gestreift.

Mit einem sehr guten Gefühl schlüpften wir danach wieder in unsere Bademäntel und wurden zur nächsten Station begleitet. Hier bekamen wir noch eine angenehme Aromaöl-Massage und wurden danach mit Beeren-Smoothies, Obstkorb, Champagner, Nüssen, getrockneten Früchten und Tee überrascht. Eine ganze Stunde war der Private Spa dann noch für uns reserviert. Dieser besteht aus einem Bett zum Entspannen, einer Dusche, WC, Couch und Massageliegen sowie einer kleinen Sauna.

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Für alle, die das Ganze noch gerne in bewegten Bildern (auch von der Skipiste) sehen möchten, gibt es hier ein kurzes Video von meinem Aufenthalt im Zürserhof:

 

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal beim Hotel Zürserhof für die Einladung und die wunderschöne Zeit bedanken. In unserem Zimmer und generell im gesamten Hotel habe mich so wohl und zu Hause gefühlt, dass es mir schwer fiel, nach drei Nächten bereits wieder Abschied zu nehmen.

 

Hotel Zürserhof
Zürs 75
6763 Zürs

*Ein großes Dankeschön an das Hotel Zürserhof.

Citytrip: Wien – Graz – Salzburg

Wie die meisten von euch vielleicht mitbekommen haben, war ich im Mai auf einem kleinen Roadtrip. Leider nicht in den USA und auch nicht in Australien, sondern einfach ’nur‘ hier bei uns in Österreich. Dass dies aber mindestens genauso schön sein kann, hat die Fahrt durch das Salzkammergut bewiesen.
Aber fangen wir von vorne an:

Am Freitagnachmittag machten mein Freund und ich uns auf den Weg zum Opel-Werk, um unseren wichtigen Begleiter für das Wochenende abzuholen. Das Werk befindet sich in Aspern, weshalb wir die Nähe zu Niederösterreich gleich ausnutzten und ich meinen Freund zu seinem Fußballspiel in Mannsdorf fuhr.
Ich wusste bereits im Vorfeld, dass mich ein Opel Adam erwarten würde, hatte jedoch keine Ahnung wie dieser dann live genau aussehen würde. Ich war jedoch sofort begeistert. Zwar ist die Farbe ein wenig gewöhnungsbedürftig, trotzdem machte er sowohl von innen als auch von außen eine sehr gute Figur. Da ich in Wien normalerweise kein Auto habe, komme ich nicht oft zum Fahren. Umso mehr hat es mich gefreut, wieder einmal durch die Straßen cruisen zu können. Noch dazu mit einem Auto, welches sich so angenehm fahren lässt wie der Opel Adam. Es sollte jedoch erwähnt werden, dass ich von unserem Auto in Vorarlberg nicht gerade verwöhnt bin und für mich jedes bessere Auto gleich purer Luxus ist.

Auf der Fahrt von Niederösterreich zurück ins Zentrum nach Wien, wurde ich dann langsam ein wenig nervös. Ich hatte schon viel darüber gehört, wie nervenaufreibend es wäre in Wien Auto zu fahren. Gott sei Dank waren dann aber nicht mehr gar so viele Autos unterwegs und ich konnte die Strecke bis zum ibis Wien City Hotel gut meistern.
Der erste Eindruck vom Hotel war sehr positiv. Im schlichten, aber sehr schönen und sauberen Zimmer erwartete uns eine kleine Begrüßungspost inklusive Mannerschnitten. Zum Frühstück gab es dann eine Auswahl an Käse, Wurst, Müsli, Kaffee, Eierspeise, Speck, Brot etc. -alles was man für ein klassisches Frühstück so braucht. Natürlich kann man ein Buffet selten mit einem à la carte Frühstück vergleichen, aber man konnte sich über die Qualität auf keinen Fall beschweren und vor allem die Waffelstation, bei der man sich selbst frische Waffeln zubereiten konnte, fand ich persönlich sehr überzeugend.

Die Zotter Schokoladenmanufaktur in Riegersburg
Nach dem Frühstück ging es direkt weiter Richtung Graz. Mit guter Musik und ein paar Gesangseinlagen verging die Zeit dann auch ziemlich flott. Der erste Halt war jedoch nicht Graz selbst, sondern die Zotter Schokoladen Manufaktur. Gleich einmal vorweg: Ich empfehle absolut jede/r Schokoladenliebhaber/in diese ca. 16€ zu investieren. Am besten sollte man davor aber nicht allzu viel essen. Vor allem nichts Süßes! Denn neben einem kleinen Einführungs-Dokumentationsfilm über Herr Zotter, seine Familie und die Herkunft der Kakaobohne, ist die restliche Tour ein reines Vergnügen für den Gaumen. Man beginnt mit der Verkostung von noch eher weniger schmackhaften puren Bohnen, probiert sich dann durch allerlei flüssige Schokolade von weiß bis ganz dunkel und bitter. Später kommen dann Gänge, die eine einzige Aneinanderreihung von Probiersäulen sind. Jede erdenkliche Schokoladensorte kann hier gekostet werden. Erdbeere, Waldbeere, Vollmilch, 70%ige, 80%ige, Nougat, Banane,… Und meine Favoriten: Joghurt und Cashew Nougat. ‚Kosten‘ ist dabei aber eigentlich fast schon unpassend. Sich damit vollfressen trifft es eher.
Später kommt man dann zu einem größeren Raum mit tollem Ausblick und der Möglichkeit eine der Trinkschokoladen zu probieren. Beide entschieden wir uns für Zimt-Banane. Damit ja keiner (oder eher keine) danach jammert und tauschen möchte. Es war auf jeden Fall eine gute Entscheidung, denn obwohl wir eh schon eine Schoko-Überdosis intus hatten, war diese Trinkschokolade einfach ein Traum. In diesem Raum konnten zudem auch noch einmal ganz exotische Schokoladensorten probiert werden, von denen ich mir die außergewöhnlichen Namen nicht merken konnte. Irgendetwas mit Hanf, Blüten und ähnlichen Dingen.
Danach gab mein Freund auf. Schwächling.
Ich verspürte -wohl zum ersten Mal in meinem Leben- auch nicht mehr sonderlich den Drang weiter Schokolade zu essen. Aber da es noch einmal einen Gang mit Spezialitäten gab, probierte ich zumindest noch diese, die mich vom Namen her richtig überzeugten. Schließlich hat man nicht alle Tage ein All you can eat Schokoladen Buffet vor sich.
Das Schild Running Chocolate vor dem letzten Gang entlockte meinem Freund ein „Oh Gott!“ und auch mein Magen kapitulierte. Nichts ging mehr. Und somit gingen wir mit vollen Schoko-Bäuchen und ganz viel Glücksgefühlen wieder zurück zum Auto.

Next Stop: Graz
Ich war noch nie in Graz. Okay doch. In der Bahnhofshalle und am Flughafen. Aber sonst war ich noch nie in Graz. Fast schon traurig. Weshalb wir dieser Stadt auf jeden Fall einen Besuch abstatten wollten. Wir parkten das Auto und schlenderten durch die Straßen. Das Wetter eignete sich perfekt, um sich gemütlich draußen hinzusetzen und ein kaltes Getränk zu genießen. Danach gingen wir zur Murinsel, welche ich mir etwas spektakulärer vorgestellt hatte und bestiegen anschließend die Treppen hinauf zum Uhrturm. Die Aussicht, der Turm an sich und die Gärten rundherum mit den wunderschönen Blumen haben mich auf Anhieb fasziniert, weshalb wir noch ein wenig dort oben auf einer Sitzbank verweilten.
Später holten wir das Auto wieder ab und fuhren zu Bekannten von meinem Freund, die ein wenig außerhalb von Graz leben. Da wir aufgrund der vielen Schokolade das Mittagessen ausfallen haben lassen, war dann am Abend der Hunger -zumindest ein bisschen- wieder da und wir wurden noch mit gegrilltem Fleisch, Grillwürsten, Salat und einem Eiskaffee verwöhnt. Wir genossen den gemütlichen Abend auf der Terrasse und als dann noch der riesige Vollmond am Himmel aufging war ich hin und weg. Schade, dass meine Kamera diese Stimmung niemals so gut festhalten konnte, wie sie tatsächlich war. Aber manche Momente sind vielleicht nur für das Jetzt gedacht und nicht für die Ewigkeit.
Erst spät erledigten wir den Check-in beim ibis Graz am Hauptbahnhof. Mir persönlich gefiel das ibis Wien City besser, obwohl die Zimmer von der Einrichtung her nicht sonderlich anders waren. Dafür fand ich das Frühstück in Graz eine Spur besser, was aber wohl an dem sehr leckeren Zopf lag, womit man mich immer glücklich machen kann.

Die Fahrt durch das Salzkammergut
Viele Wege führen nach Salzburg. Wir entschieden uns für den schönsten. Vorbei an den malerischen Seen, mitten durch das strahlende Grün. Und weil das Wetter wieder nicht besser hätte sein können, legten wir einen kurzen Halt am Fuschlsee ein. Schuhe aus, die Füße ins Wasser. Ins eiskalte Wasser wohlgemerkt. Aber wenn dich draußen die Hitze plagt, ist so eine Erfrischung ja ganz angenehm.

Next Stop: Salzburg
Weiter ging die Fahrt Richtung Salzburg. Dort angekommen erfolgte sogleich der Check-in ins Mercure Salzburg City, welches so ganz nach meinem Geschmack war. Große Lobby, sehr freundliche Damen an der Rezeption, wunderschöne, saubere Zimmer mit tollem Bad. Eindeutig mein Favorit unter den drei Accor Hotels. Der Unterschied von den drei Sterne Hotels zum vier Sterne Hotel war ersichtlich. Für kurze Städtetrips, bei denen man sowieso hauptsächlich unterwegs ist, sind die ibis Hotels völlig zu empfehlen. Sie sind gut ausgestattet, das Personal ist sehr hilfsbereit und es gab bei uns auch in den Zimmern nichts zu meckern. Wer sich gerne ein bisschen mehr Luxus gönnt, fährt mit den Mercure Hotels jedoch noch besser.
Ich war auch noch nie wirklich in Salzburg. Naja, doch. Als Kind. Aber ich kann mich praktisch gar nicht mehr daran erinnern. Was mich eigentlich wundert, weil mein zweiter erster Eindruck von der Stadt ein außerordentlich positiver war und ich mich frage, warum ich nicht schon früher einen Salzburg-Trip unternommen habe.
Wir schlenderten durch die Stadt und ich verliebte mich spätestens in der Goldgasse. Wir suchten uns ein Restaurant fürs Mittagessen. „Spargel muss es dort geben!“, war meine einzige Bedingung. Gestärkt machten wir uns dann auf den Weg zur Festung Hohensalzburg. Bevor wir uns aber auf die Besichtigung derer konzentrieren konnten, mussten noch die ersten Hochrechnungen der Bundespräsidentschaftswahl am Handy gestreamt werden. Ein wenig aufgewühlt sahen wir uns dann die Festung an und waren von der Aussicht auf dem Turm begeistert. Strahlender Sonnenschein, nur ein paar helle Wolken am Himmel und unter uns die Stadt, die Berge, der Fluss, das Grün.
Im Anschluss an die Besichtigung der Festung schlenderten wir noch durch den Park vom Schloss Mirabelle. Später holten wir uns noch ein Eis (Sorte Mozartkugel für mich!) und gingen dann wieder Richtung Hotel.

Schloss Hellbrunn, Strömender Regen und das Wahlergebnis
Nach einer Nacht im Mercure Salzburg City machten wir uns auf den Weg zum Schloss Hellbrunn. Von außen sieht es sehr schön aus, die Ausstellung drinnen war jedoch weniger überzeugend. Obwohl das Wetter leider nicht mehr ganz so toll war wie die Tage zuvor, sahen wir uns die Wasserspiele an. Scheinbar war ich hier auch schon als Kind, aber wie gesagt – ich erinnere mich kaum und sowieso ist die Wahrnehmung als Kind immer irgendwie eine komplett andere. Die Wasserspiele waren aber sehr nett und besonders als Familie sollte man sie sich auf jeden Fall ansehen.
Danach machten wir uns auch schon wieder auf den Heimweg. Der Regen ließ dann nicht mehr lange auf sich warten und zeigte sich in seiner vollen Pracht. Während ich versuchte im strömendem Regen überhaupt noch irgendetwas von der Autobahn zu sehen, aktualisierte mein Freund sekündlich die Twitter-Meldungen zur Bundespräsidentschaftswahl und versuchte den ORF-Stream zum Laufen zu bringen. Die Erleichterung ließ lange auf sich warten.
Trotz Regen schafften wir es sicher wieder zurück nach Wien und ich bekam den ‚anstrengenden Wiener Verkehr‘ dann doch noch so richtig zu spüren.
Nicht sonderlich gerne verabschiedete ich mich dann vom kleinen Cityflitzer am Opel-Werk.

Es war ein aufregender Kurztrip. Für meinen Geschmack aber auch viel zu kurz. Weil Graz und Salzburg definitiv mehr Zeit verdient hätten und ich generell nicht zurück in den Alltag wollte.
Aber jetzt heißt es noch einmal durchbeißen. Die Masterarbeit hinter mich bringen und den Auszug aus meiner Wohnung stressfrei zu überstehen, damit ich dann erleichtert in den Sommer starten kann, wo die nächste Reise auf mich wartet!

VA

*ein großes Dankeschön an Opel und Accor Hotels

Zeit für den Geist im Hotel Zeitgeist

Ich wünschte mir Zeit. 
Ich bekam Zeit, fand Zeit, nahm mir Zeit.
Zeit mit meinem Freund und besten Freund.
Zeit für mich, Zeit für ihn, Zeit für uns.
Zeit für die Seele, den Geist und den Gaumen.
Zeit zum Wohlfühlen.

Zeit für gemütliches Ambiente, besten Service und Geschmackserlebnisse.
Zeit für Süßkartoffelspalten, die man sich so richtig auf der Zunge zergehen lassen kann.
Zeit für ein Steak und ein Steak-Sandwich, bei denen man das Gefühl hat, nie wieder etwas anderes essen zu wollen.
Zeit
zu entdecken, dass Chili-Cheddar wohl die zweite große Liebe meines
Lebens ist und ich sie gerne schon viel früher kennen gelernt hätte.
Zeit für eine riesige Nachspeisen-Portion und einen feinen Cocktail -keine Zeit zum Kalorien zählen.

Zeit für den Geist.

Ich bekam Zeit, fand Zeit, nahm mir Zeit.
Zeit einmal länger zu duschen als nur 3 Minuten, weil man Platz hat zum Walzer tanzen und zwei Duschköpfe gleichzeitig Kopf und Rücken massieren.
Zeit in ein frisch bezogenes Bett zu springen, welches so kuschelige Decken und Polster hat, dass man am liebsten darin versinken möchte.
Zeit zum Entspannen.

Zeit für den Geist.

Ich bekam Zeit, fand Zeit, nahm mir Zeit.
Zeit auszuschlafen.
Zeit ausgiebig zu frühstücken. Zuerst süß und dann salzig und dann wieder süß.
Zeit für Prosecco und Kaffee.

Zeit für den Geist. 

Zeit für mich, Zeit für ihn, Zeit für uns.
Zeit für die Seele, den Geist und den Gaumen.
Zeit zum Wohlfühlen.

VA

Hotel Zeitgeist Vienna
Sonnwendgasse 15, 1100 Wien

*ein großes Dankeschön an das Hotel Zeitgeist Vienna

Erfahrungsbericht: Therme und Hotel Loipersdorf

Wenn die Temperaturen draußen immer niedriger werden, gibt es nichts Schöneres um ein bisschen Zeit zu zweit zu genießen, als die Badehose und den Bikini einzupacken und loszudüsen. Nicht in den Süden (obwohl das zugegebenermaßen auch sehr verlockend wäre), sondern zu einer der vielen Thermenlandschaften, die der deutschsprachige Raum zu bieten hat. Für mich war es das erste Mal, dass ich gleich ein ganzes Wochenende dort verbracht habe und meiner Meinung nach wäre nicht einmal eine Woche zu lange gewesen. Dank Urlaubsguru, wo es wirklich immer tolle Wellness-Angebote gibt, konnten wir unter 100 Euro pro Person zwei Nächte inklusive Frühstück im Hotel Loipersdorf SPA & Conference genießen.

Die Anfahrt
Wer kein Auto besitzt und bei der Anreise aus Wien auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, kann zwischen Bus und Zug wählen. Auf der Homepage der ÖBB zeigt es zusätzlich sogar noch irgendeine wirre Kombination aus Bussen und Zügen an, die zwei unkomplizierteren Alternativen sind aber bestimmt A) mit dem Zug nach Fürstenfeld und von dort mit dem Taxi zur Therme oder B) mit dem Bus Linie G1 direkt von mehreren Stationen in Wien zur Therme. Der wackelt dann zwar vielleicht ein bisschen mehr als der Zug, aber er war für einen Studentenpreis von 18,50€ pro Fahrt für uns trotzdem die richtige Wahl.

Das Hotel
Mir fällt spontan wirklich kein einziger negativer Punkt zur Qualität des Hotels ein. Das Zimmer war sehr groß und sauber, Bademäntel, Handtücher und Pantoffeln erwarteten uns bereits und die Damen an der Rezeption waren überaus hilfsbereit und freundlich. Auch wenn ein chaotisches Mädchen wie ich es bin wieder einmal seine Zahnbürste vergisst, werden sofort zwei Ersatzzahnbürsten inklusive Zahnpasta zur Verfügung gestellt. Der hoteleigene SPA-Bereich ist mit 1x Dampfbad, 2x Sauna, einem Pool, Fitnessräumen, einem Beautybereich und Ruheliegen eher klein, um am Abend noch kurz vorbeizuschauen jedoch ausreichend. Untertags lohnt es sich aber auf jeden Fall der direkt zugänglichen Therme Loipersdorf einen Besuch abzustatten.
Wirklich hervorragend war das Frühstück. Ein riesiges Buffet, bei dem man sich wirklich eine Strategie überlegen musste, um tatsächlich alles probieren zu können und gleichzeitig aber nicht zu platzen. Es blieben absolut keine Wünsche offen und als willkommene Extras gab es am Buffet sogar auch noch Sekt und eine Saftpresse, bei der man sich selbst frisch gepresste Säfte zusammenstellen konnte. Auf den ersten Blick erkennbar zählte ich 10 Angestellte, die herumrannten und sich sehr gut um die Gäste und die Tische kümmerten.
Das Buffet am Abend hätte für uns pro Person zusätzlich noch 29€ gekostet, weshalb wir beschlossen in einem nahegelegenen Hotel à la Carte zu speisen. Das „4 Jahreszeiten“ wurde mit der grünen Haube ausgezeichnet, weil es regionale Produkte verwendet und sehr viel Wert auf Bio legt. Das schmeckt man auch, weshalb wir gleich beide Abende dort verbracht haben.

Die Therme
Der Zugang zur Therme muss -wenn nicht anders angegeben- noch einmal extra bezahlt werden. Alle Preise dazu findet ihr auf der Homepage. Wer es ein wenig ruhiger haben möchte und keine Kinder dabei hat, sollte auf jeden Fall zu einem Aufpreis noch das Schaffelbad dazu buchen. Der Zutritt ist dort erst ab 16 Jahren erlaubt, weshalb es um einiges weniger turbulent zugeht. Auch gibt es noch einige zusätzliche Becken und Saunen, in welchen man sich richtig entspannen kann.
In der Adventszeit gibt es abends direkt vor dem Haupteingang der Therme sogar einen minimini Weihnachtsmarkt mit Punsch und mit Turmbläsern oder Sängern, die am Wochenende mit Weihnachtsliedern die richtige Stimmung verbreiten.

Wer gerne einen Abstecher in die Therme Loipersdorf machen möchte und noch Fragen hat, kann mich jederzeit gerne kontaktieren.

VA