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Amina: Von Bosnien nach Vorarlberg

Bosnien. 1990. Eine Frau, die beschließt sich nicht von den vorherrschenden patriarchalen Strukturen unterdrücken zu lassen, verlässt das Land. Sie ist 22 und lässt eine 4-jährige Tochter zurück. In der Schweiz will sie sich ein neues Leben aufbauen. Eine Wohnung finden. Arbeiten. Doch dort wird sie von der Polizei aufgegriffen und des Landes verwiesen. In Vorarlberg findet sie ihre neue Heimat. Mit dem Wunsch, aber den fehlenden Möglichkeiten, die kleine Tochter zu sich zu holen.

Diese kleine Tochter war Amina (Name geändert) Eine erwachsene Frau, die mir nun mit ihrem warmen Lächeln gegenübersitzt. Sie will mir ihre Geschichte erzählen. Andere Menschen dadurch erreichen. Ihnen helfen und zeigen, dass Kinder unter bestimmten Umständen einfach mehr Aufmerksamkeit und eine gute Bezugsperson brauchen.

4 Jahre war Amina, als sie in Bosnien zurückgelassen wurde. Dort lebte sie mit ihrer Großmutter und ihren Tanten unter einem Dach. Sie versuchte stets so brav wie möglich zu sein. Wollte niemandem zur Last fallen. Wann ihre Mama wieder auftauchen würde, wusste sie nicht. Und obwohl sie sich umgeben von ihrer Familie nie einsam gefühlt hat, war doch ständig dieses Gefühl der Traurigkeit da, keine Mutter in ihrem Leben zu haben.

Woman reading diary

 

„Ich hatte das Gefühl, dass ich an dem Tag als meine Mama ging, meine Kindheit verloren habe. Ich war kein Kind mehr.“

 

Zwei Jahre später ist der Krieg ausgebrochen. Da war ich gerade einmal 6. Und ich habe die Welt nicht mehr verstanden. Auf einmal war dieses komische Gefühl der Angst da. Wir haben Soldaten und Panzer gesehen und stundenlang Schüsse und Bombengeräusche gehört. Und man wusste nicht, wie nah es ist und ob es zu uns kommt oder nicht.

Ich habe mir dann schon als Kind immer gedacht, diese Welt muss ein bisschen verrückt sein. Wenn Menschen andere Menschen umbringen und keiner der Erwachsenen sagen kann, warum überhaupt.
Am Abend wurden die Matratzen im Wohnzimmer ausgelegt, das Essen war immer Polenta. Und Polentabrot. Das habe ich gehasst.

Im Herbst 1995 sind die Amerikaner gekommen, nachdem sie drei Jahre lang zugeschaut und immer wieder Waffen geschickt haben. Nach drei Jahren sind sie gekommen und haben die Helden gespielt. Und der Krieg war vorbei.
Nur kurze Zeit nach dem Ende des Kriegs, ich war gerade 9 Jahre alt, stieg meine Mama vor dem Haus aus einem alten Auto aus und fragte: „Wo ist mein Kind?“

Sie sagte sie wolle mich mitnehmen, nach Österreich. Zu meinem neuen Stiefvater und dem kleinen Stiefbruder.
Bosnien zu verlassen war für mich der zweite große Schock in meinem Leben. Ich habe nicht nur eine Person verloren, sondern alle.

 

„Ich habe mir Österreich so vorgestellt wie das Schlaraffenland, wo es alles gibt.“

 

In Österreich wohnten wir in einer Wohnung, in der man nicht weiß, wer nebenan wohnt. Einen Garten hatten wir keinen und auch keine Kühe. Es war alles ganz neu für mich.

Aber auch in Österreich war ich stets auf mein Verhalten bedacht. Ich muss brav sein, damit mich meine Mama liebhat. Das dachte ich zumindest. Mir war nicht bewusst, dass sie mich so oder so liebt und ich ihr nichts beweisen muss. Mit dem Stiefbruder war es auch schwer, weil ich immer so eifersüchtig auf ihn war. Und wenn ich einmal nicht brav war und meine Mama mit mir schimpfen musste, habe ich mir immer gedacht: Jetzt hast du mich 5 Jahre nicht gesehen, wie kannst du nur so mit mir tun? Das ist sicher, weil du mich nicht liebst. Sie ist mir oft noch wie eine Fremde vorgekommen, obwohl ich sie über alles geliebt habe. Ich wollte am liebsten wieder zurück nach Bosnien.

Der größte Schmerz jedoch war die Sorge um meine Familie in Bosnien. Ich habe gewusst, die haben es nicht so gut und nicht so schön wie ich hier. Darum fühlte ich mich auch nicht berechtigt glücklich zu sein.

 

„Ich habe mit 9 Jahren zum ersten Mal ein Kinderbuch in den Händen gehalten.“

 

Kinderbuch

Innerhalb von drei Monaten konnte ich richtig gut Deutsch. Als ich dann in die Schule gekommen bin, sind wir in die Bücherei gegangen und ich habe die ganzen Bücher gesehen und dachte ich bin im Paradies.
Ich habe über alles gestaunt. Über die Bücher und dass man in der Schule gesungen hat und Werkunterricht gehabt hat und Turnen und alles war so schön.

In der Hauptschule wollte ich dann einfach dazugehören. So wie alle anderen sein. Es war mir peinlich zu sagen, ich bin nicht von da. Zum Glück habe ich den Nachnamen von meinem Stiefvater übernommen. Und wenn ich nichts gesagt habe, hat es auch niemand bemerkt. Aber ich habe mich trotzdem anders gefühlt. Meine Eltern hatten auch kein Geld für Markenklamotten und in der Hauptschule war es sehr wichtig, was man anhatte und welchen Beruf die Eltern haben.
Mit 14 durften alle aus meiner Klasse ausgehen. Ich musste um 9 zu Hause sein. Alle haben sich am Montag erzählt was sie am Wochenende gemacht haben und ich konnte nie mitreden und so gehört man automatisch nicht dazu.
Wir hatten ein paar Mädchen in der Klasse, die waren die Coolen und sie haben von ihren Freunden erzählt und wen sie geküsst haben. Ich konnte damit aber noch nichts anfangen. Einmal hat jemand zu mir gesagt: „Schon klar, dass du keinen Freund hast mit so einer hässlichen Zahnspange und wie du immer angezogen bist.“ Und das glaubt man dann auch. Ich dachte mir: Scheiße, was ist, wenn sie recht haben?
Die Lehrer in der Hauptschule haben uns auch nichts fürs Leben vermittelt. Es ging nur um den Schulstoff. Es hätte mich mehr interessiert, wie ich besser mit anderen auskommen kann.

Von den Lehrern hat man gehört: „Jetzt habt ihr es noch gut, aber später kommt dann der Ernst des Lebens.“ Meine Mama hat immer gesagt, dass ich mich als Ausländerin noch mehr anstrengen muss. Ich habe von allen Seiten nur immer gehört: „Es wird schwer, schwer, schwer.“ Und dass ich langsam wissen muss, was ich mit meinem Leben machen möchte. Ich wusste nicht einmal wer ich bin, woher sollte ich wissen was ich einmal werden will? Ich bekam richtige Zukunftsängste.

 

„Ich habe mir gedacht hier in Österreich müsste eigentlich jeder überglücklich sein. Jeder müsste jeden Tag lachen und sich freuen. Weil man hier alles hat. Und da habe ich mich gefragt warum das eigentlich nicht so ist.“

 

Irgendwann kamen dann die ersten Gedanken, dass es besser wäre, wenn ich gar nicht da wäre.
Ich habe das immer überspielt, habe das unbeschwerte Mädchen gespielt. Ich dachte, dass ich die Einzige mit Problemen bin. Jeder kommt aus der perfekten Familie, jeder hat es schön. Keiner hat jemals über ein Problem erzählt. Da will man nicht die Einzige sein, die über Sorgen redet. Da spielt man halt mit.

Ich habe mich mehr und mehr gefragt was es für einen Sinn hat auf der Welt zu sein. Wenn ich eh nicht dazugehören kann.
Dann habe ich im Stillen für mich beschlossen, dass ich gehe. Dahin, wo ich hergekommen bin. Und damit meinte ich nicht Bosnien, sondern für mich war das damals Gott.

Mit 15 Jahren habe ich beschlossen: Ich nehme mir das Leben.

 

„Ich war so in Angst vor dem Leben.“

 

Ich habe so getan als würde ich in die Schule fahren und bin aber zwei Haltestellen weiter ausgestiegen. Meine Freundin hat mich gefragt was ich mache und ich habe gesagt ich habe meine Jause vergessen, ich gehe noch in die Bäckerei und komme später. Ich bin ausgestiegen und zu der Autobahnbrücke gegangen. Am liebsten hätte ich jemanden gehabt, der kommt und sagt: „Alles ist gut, du musst das nicht machen.“ Ich habe so geweint. Ich wollte das eigentlich gar nicht. Aber ich dachte ich muss. Und ich habe mich so alleine gefühlt. Durch das Weinen konnte ich gar nicht mehr klar denken. Ich war dann oben und es ist nicht lange gegangen bis ich hinuntergesprungen bin.

dark lights night

 

„Es ist ein Wunder, dass ich jetzt hier sitze.“

 

Es sollte vielleicht nicht sein. Ich glaube man kann sich nicht einfach so aussuchen, wie man stirbt.
Ich bin im Spital aufgewacht, nachdem ich 7 Tage im Koma war. Ich habe kaum etwas gesehen, mein ganzes Gesicht war geschwollen. Ich weiß noch, dass meine Mama neben mir gesessen ist und ich zuerst nicht gewusst habe wo ich war. Meine Mama hat mich umarmt und geküsst und gesagt: „Alles wird gut, Ich bin da. Alles wird gut, mach dir keine Sorgen.“ Sie hat mich festgehalten und mir das immer wieder gesagt.

Die ersten drei Monate durfte ich nur liegen. Ich wäre beinahe gelähmt gewesen. Ich durfte nicht aufrecht sein, damit es verheilt. Ich war insgesamt fünf Monate im Krankenhaus und unglaublich froh, dass ich noch am Leben war.
Meine Mama war jeden Tag da. Sie hat mich aber nicht gefragt, warum ich es gemacht habe. Bis heute nicht.

Danach bin ich in die psychiatrische Abteilung gekommen. Auch dort hat mich keiner direkt angesprochen, warum ich gesprungen bin. Sie haben so getan als wäre das nicht passiert. Und ich habe mich immer gefragt „Hey, wieso fragt mich keiner?“ Ich hätte es mir gewünscht. Es hat auch niemand gefragt wie es in Bosnien war und was ich dort erlebt habe.

Oder wie die Beziehung zu meiner Mama ist. Ich war eine Nummer. Die Antidepressiva bekommen hat und Bäume gemalt hat, welche irgendwie interpretiert wurden.

 

„Unser Denken kreiert die Wirklichkeit.“

 

Ich habe mir immer gedacht, hoffentlich weiß niemand was ich gemacht habe. Hoffentlich sieht es mir niemand an. Ich habe mich geschämt dafür.

Jetzt denke ich mir: Vielleicht hat es das gebraucht. Um mich wieder auf den Boden zu holen. Heute liebe ich das Leben mehr denn je. Es besteht aus mehr als nur ernst sein, arbeiten, sich um das Geld sorgen machen und alles so schwernehmen.
Ich habe für mich festgestellt: Unser Denken kreiert die Wirklichkeit. Weil wenn ich ständig denke es ist schwer und ich bin nicht gut und nur mir passiert etwas Schlechtes, dann ist das auch so. Es liegt an jedem selbst, was er aus seinem Leben macht.

happy woman fall

Wenn ich heute über meine Träume und Ziele nachdenke, dann frage ich mich: Was könnte dich daran hindern dies zu erreichen? Ändere es! Und was könnte hilfreich sein? Dann tu es!

Ich glaube Teenager brauchen manchmal jemanden, der ihnen sagt: „Es wird alles gut und nimm es nicht so ernst!“ Außerdem sollte man mehr über Probleme reden können und auch einmal sagen können „Heute geht es mir nicht gut“ oder „Zu Hause ist es gerade nicht so toll“.

Ich hätte von Anfang an jemanden zum Reden gebraucht, wie ich als Kind nach Österreich gekommen bin. Da war ich alleine in meinem Heimweh, in meinem Schmerz. Da hätte man schon ansetzen sollen.
Wenn ich an all die Flüchtlingskinder denke. Was die alles erlebt und gesehen haben und jetzt ganz alleine damit sind…

 

Amina

Morena: Influencerin mit Speckröllchen & Selbstliebe

 

„Ich bin mittlerweile felsenfest davon überzeugt, dass es Makel gar nicht gibt. (…) Cellulitis, Dehnungsstreifen, lose Haut, Bauchspeck – all diese Sachen werden als Makel angesehen. Aber das nur, weil die Gesellschaft uns das so eintrichtert, um Geld zu machen.“ – Morena

Morena Diaz betrieb wahnhaft Sport und kontrollierte strikt ihr Essen. Sie schlitterte in eine Essstörung, kämpfte sich den Weg zurück in ein gesundes Leben und ist nun durch Instagram und ihren Blog ein großes Vorbild für viele. Ein Vorbild, weil sie es geschafft hat ihren Körper so zu lieben wie er ist. Weil sie es nicht nur sagt, sondern die Fotos auf denen sie sich selbstbewusst präsentiert, auch der Beweis dafür sind. Sie steht zu sich und ihrem Körper. Genau so wie er ist und möchte auch andere Frauen dazu motivieren gegen den Magerwahn und für mehr Selbstliebe zu kämpfen.

Morena Diaz Bikini

Von der Essstörung zur bedingungslosen Selbstliebe

Morena: Der Auslöser war definitiv als ich gemerkt habe, dass ich mit meiner ungesunden Lebensweise nicht mehr weiter machen konnte. Die Essattacken, unter denen ich litt, kamen anfangs selten vor und wurden dann mit der Zeit mehr und mehr. Irgendwann war ich soweit, dass ich nicht nur eine Essattacke in der Woche hatte, sondern praktisch jeden Tag, manchmal sogar mehrere täglich. Bei jeder Essattacke litt ich wahnsinnig darunter und nahm mir jedes einzelne Mal vor, endlich damit aufhören zu wollen. Irgendwann konnte ich wirklich nicht mehr und entschied mich, irgendetwas ändern zu müssen. Zur gleichen Zeit wurde mir das Buch „intuitiv Abnehmen“ empfohlen. Als ich das gelesen habe, wurde mir vieles bewusst. Es hat mich darin bestärkt, der Essstörung den Kampf anzusagen und so lernte ich ganz langsam, wieder auf meinen Körper zu hören. Ich erlaubte mir nach und nach alle Lebensmittel, die ich mir verboten hatte und versuchte, auf mein Hunger- und Sättigungsgefühl zu hören. Klar ging es nicht gerade von heute auf morgen besser, aber mit der Zeit habe ich gelernt, dass ich mehr bin als mein Gewicht und mein Aussehen und dass die bedingungslose Selbstliebe das Rezept für ein glückliches Ich ist. Also habe ich weiter gekämpft und herausgefunden, was mich glücklich macht.

Paradoxe Bewunderung & unterirdische Kommentare

Ich bin zufällig über Instagram auf Morena gestoßen und war sofort begeistert von ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Botschaft. Gleichzeitig zeigte mir jedoch der Umstand, dass Morena als besonders mutig gefeiert wird, wie gestört unsere Gesellschaft tatsächlich ist. Denn Morena ist nicht ansatzweise dick. Sie hat ganz normale Rundungen. Ganz normale Speckröllchen, wie sie nun einmal so gut wie jede(r) im Sitzen hat.
Eine Frau mit ganz normalem Körper wird also als mutig und bewundernswert gefeiert, wenn sie sich in der Öffentlichkeit so zeigt wie sie ist und dazu steht. Ich finde sie auch mutig und bewundernswert, denke mir jedoch gleichzeitig wie paradox das Ganze doch ist.

Noch paradoxer wird es jedoch, wenn man gewisse Aussagen bezüglich Morenas Körper liest. Denn auch immer mehr Medien werden auf sie aufmerksam. Manche LeserInnen-Kommentare unter den Beiträgen? Traurig.
Neben einem kindischen ‚Boa ist die dick mann.‘-Kommentar, gab es noch ganz andere „Highlights“: ‚Eigentlich ein hübsches Mädel. Es ist schade, dass sie ihren Körper so verwahrlosen lässt.‘ und ‚Die Dame sollte ihre Ernährung umstellen und mal Sport machen. Es sieht sehr ungesund und krank aus.‘ Ein weiterer sprach von 20kg Übergewicht, was mich mehr als nur schockierte.
20 Kilo Übergewicht. Ungesund und krank. Das Einzige was ungesund und krank ist, ist was unsere Gesellschaft aus vielen Menschen gemacht hat.

Morena: Ja, das (die negativen Kommentare) lese ich ab und an. Jedoch überwiegen die lieben Kommentare und das zählt für mich. Ich lasse mich mittlerweile nicht mehr von diesen beleidigenden Worten runterziehen weil ich selbstbewusst und stark genug bin, diese zu ignorieren. Ich möchte einzelne aber hin und wieder thematisieren um zu zeigen, dass es immer Gegner im Leben geben wird, man sich jedoch nicht von denen abbringen lassen soll.

Morena Diaz Lachen

Morena als Vorbild in der Online-Welt und im Klassenzimmer

Morena ist durch ihren Beruf als Lehrerin auch abseits des Internets in einer Vorbild-Funktion.

Morena: Ja, ich habe solche Themen auch schon einmal im Unterricht angesprochen, als Bedarf da war. Da ich aber relativ junge Kinder habe und merke, dass der Bedarf in meiner jetzigen Klasse nicht da ist, spreche ich es auch noch nicht an. Ich versuche aber ein positives Vorbild in dieser Hinsicht zu sein und esse auch mal Schokolade in der Pause oder gehe praktisch immer ungeschminkt zur Arbeit. Die Kinder werden vor allem in diesen Jahren geprägt, auch das Umfeld macht viel aus. Wenn ich auch indirekt positiv beeinflussen kann, mache ich das ganz bewusst und manchmal vielleicht auch unbewusst.

„Kill diets“

Besonders jetzt, da der Frühling zurück ist und der Sommer mit großen Schritten näher kommt, sind die Frauenzeitschriften wieder voll davon. Diäten und Abnehmtipps ohne Ende. Quasi die Einstiegsdroge für jede Essstörung. Der Auslöser für jeden kritischen ‚Bin ich okay so?‘-Blick in den Spiegel. Ja, da draußen verdienen tatsächlich viele gutes Geld mit unseren Selbstzweifeln. Mit diesen Makeln von denen wir gar nicht wüssten, dass sie welche sind, wenn es uns nicht irgendjemand eingeredet hätte.
Neben diesen ganze Diät-Plänen ist es daher eine schöne Abwechslung Morena auf Instagram mit einem Becher Eis in der Hand posen zu sehen oder zwischendurch einmal zu lesen: ‚Ich esse einfach intuitiv.‘ Weil intuitiv das Beste ist. Sich nicht komplett einschränken. Alles mit Maß. Auf den Körper hören wann er Hunger hat und was er gerade braucht. Ausgewogen. Die Balance finden, die Körper und Seele glücklich macht.

Morena: Ich esse eigentlich ganz normal. Normal ist relativ und kann für jeden was anderes bedeuten aber für mich bedeutet es, dass ich mir nichts verbiete und es jeden Tag anders aussieht. Ich fühle mich nicht mehr gezwungen jeden Tag Salat oder Gemüse zu essen. Wobei ich schon viel Wert darauf lege, über die gesamte Woche verteilt genug davon zu essen. Gesundheit ist mir wichtig aber übertreiben möchte ich es nicht, denn dann fängt der Zwang wieder an. Ich habe aber ein ziemlich hektisches Leben momentan und bin viel unterwegs, weshalb es manchmal auch einfach ein Sandwich sein muss. Ich esse immer mal wieder Schokolade. Eigentlich fast jeden Tag ein bisschen, aber so artet die Nascherei nicht mehr in Essattacken aus und das ist einfach die Balance für mich.
Mit dem Sport habe ich es ähnlich. Ich habe eingesehen, dass ich es für die Gesundheit mache und nicht um abzunehmen und da ist auch die Einstellung einfach so wichtig! Ich wechsle immer mal wieder ab, denn ohne diese Abwechslung wäre ich auf Dauer nicht motiviert. Ich gehe, wenn ich Zeit habe, 2-3x in der Woche ins Fitnessstudio. Kann aber auch sein, dass ich mal eine Woche überhaupt nicht dazu komme, weil mein Leben wie gesagt sehr hektisch ist. Mir macht das aber nichts mehr aus. Ansonsten gehe ich gerne Laufen und ab und an mal zum Squash. Aber mehr als 3x Sport insgesamt in der Woche liegt zeitlich definitiv nicht drin.

Morena Diaz Essen

Morena ist eines dieser Vorbilder, von denen ich mir mehr wünsche. Für mich, für alle anderen, für meine Tochter, wenn ich irgendwann einmal eine haben sollte.

Ich bin froh, dass ich Morena „gefunden“ habe. Ich bin froh, dass sie schon bald 50k Follower auf Instagram hat und jeden Tag Frauen inspiriert, motiviert, unterstützt und auffängt. Ich freue mich, dass sie mir hier ein paar Fragen beantwortet hat und wünsche ihr für die Zukunft weiterhin einen großartigen Erfolg mit dem was sie macht!

Morena: Der Grund, wieso die meisten von uns unzufrieden mit dem eigenen Körper sind ist, dass wir uns mit der Gesellschaft und / oder dem Schönheitsideal der Gesellschaft vergleichen. Wir haben ein Bild im Kopf und dieses Bild bringt uns dazu, uns minderwertig zu fühlen, was absolut doof ist. Das müsste nicht so sein. Wir sollten endlich alle begreifen, dass wir unterschiedlich sind und dass das okay ist und genau deshalb sollten wir uns nicht mehr vergleichen. Mit keinem Ideal und mit keiner Person. Aufhören damit! Selbstliebe ist meiner Meinung nach die Basis, um mit Glück und Erfolg und vor allem mit einem Seelenfrieden durch das Leben zu gehen.

 

Morenas Blog: m0reniita.com
Morenas Instagram: @m0reniita
Copyright aller Fotos liegt bei Morena Diaz.