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The Happy Show – diese 10 Zitate werden dich nicht glücklicher machen

„The Happy Show“ ist eine Ausstellung von Stefan Sagmeister, welche aktuell noch bis 28.3. im MAK Wien zu sehen ist. 10 Zitate daraus möchte ich euch heute vorstellen und ein bisschen meine Gedanken dazu spielen lassen.
(Ach ja und wer in Wien ist – hingehen!)
Now is better.

Jetzt und nicht irgendwann. Jetzt und nicht morgen.
Dass früher alles besser war ist eine Lüge und wenn nicht, dann ist jetzt trotzdem das Einzige was ich habe.
Warum also nicht gleich jetzt mein Leben in die Hand nehmen. Warum nicht jetzt glücklich sein und nicht erst wenn alle möglichen Umstände um mich herum verändert sind. Weil nie alles so perfekt ist, wie wir uns vorstellen dass es sein muss, damit man endlich glücklich sein kann.
Es liegt sehr viel an uns. In uns. Denn egal wie erfolgreich, egal wie schlank, egal wie reich – wir können immer noch irgendetwas finden an dem mir etwas auszusetzen haben. Etwas das zuerst beseitigt werden muss, noch ein Dorn im Auge auf dem Weg zum Glück ist. Glück ist aber kein Ziel. Es soll ja bleiben und nicht nur erreicht werden, oder?!
Ich kann ständig sagen: „Ich bin erst glücklich wenn … und wenn …. und wenn ….!“
Aber: Now is better.

 

Everybody always thinks they are right.

Ich habe mir länger über diesen Satz Gedanken gemacht. Und er trifft zu. Und irgendwie dachte ich mir dann, dass es auch einen simplen Grund gibt, warum er zutrifft. Ich sage ja im Normalfall nicht etwas, behaupte etwas, vertrete etwas, von dem ich denke dass es falsch ist. Jeder hat eine andere Wahrheit, die für ihn die richtige ist und wenn das so ist, wenn „recht haben“ subjektiv wird, haben plötzlich alle recht.
Auch wenn ich felsenfest davon überzeugt bin, dass Rassismus scheiße ist, gibt es Menschen die mit Leib und Seele gegen alles sind was „fremd“ ist. Ich glaube ich habe recht, weil ich es schlecht finde menschenverachtend zu sein. Aber sie wiederum glauben sie haben recht, weil sie die „Kultur wahren“ oder was ihnen sonst noch alles so einfällt. Wer hat jetzt recht?

„Schreib ihr einfach noch einmal wie du das gemeint hast und erklär es ihr! Du hast ja recht, dass das nicht in Ordnung ist so wie das abläuft!“
„Tja, aber sie versteht es nicht! Everybody always thinks they are right.“
Witzig, dass ich genau diesen Satz ca. 3 Stunden nachdem ich die Ausstellung besucht hatte so stark spüren musste.

 


Over time I get used to everything at start taking it for granted.

Er sagt, „Ich liebe dich“ klingt von einer neuen Bekanntschaft viel aufregender, als von der Person mit der man schon lange zusammen ist. Ich weiß prinzipiell was er meint, worauf er hinaus will. Aber in diesem speziellen Fall kann ich ihm nicht zustimmen, weil ich kein Kompliment und keine schönen Worte von irgendjemand lieber höre als von meinem Freund.
Ich weiß aber, dass es vielen so geht und ich weiß auch, dass mir in manch anderen Bereichen genau dies immer wieder bewusst wird.
Man gewöhnt sich irgendwie an alles und alles was man hat ist dann die Grundvoraussetzung, die Basis, die gegeben sein muss. Wenn etwas fehlt, dann fällt das auf.
Im Moment fallen mir so viele Dinge ein, die ich gerne erreichen würde, wo ich gerne hin würde, was ich unternehmen möchte und irgendwie momentan nicht kann. Und oft verliere ich dann den Fokus. Auf das was vor mir liegt. Auf das was ich schon erreicht habe und worauf ich stolz sein kann.
Es ist immer Luft nach oben, aber manchmal darf man den Weg, den man schon hinter sich gelegt hat nicht außer Acht lassen. Die Kämpfe, die Zeit, das Herzblut, die Menschen, die einen an diesen Ort gebracht haben, an dem man nun ist. An dem man ganz bestimmt nicht nichts hat, sondern immer noch mehr als viele andere.

Feel others feel.

Empathie. Wie viel freundlicher die ganze Welt doch mit ein klein wenig mehr Empathie aussehen würde. Es sollte sich jeder einen richtig großen Schluck davon nehmen, wenn nicht gleich à la Obelix in die gesamte Brühe fallen.
Viele der schlechten Nachrichten, mit denen wir über TV, Zeitungen und Internet täglich überschüttet werden, würde es in dieser Form nicht geben.
Feel others feel. Fühl nicht nur dich selbst, sondern fühl auch, was andere fühlen. (Bis zu einem bestimmten Grad, selbstverständlich.)

If I don’t ask I won’t get.

Ein Satz, den ich mir wohl irgendwohin tätowieren lassen sollte, den ich aber inzwischen eh schon um einiges besser umsetzen kann als früher.
Eine gewisse „Scheiß egal!“-Einstellung ist hier von Vorteil.
Ich stelle mir immer das vor, was ich gerne hätte. Wenn ich dafür etwas Unangenehmes tun muss bzw. über meinen Schatten springen muss, um eine bestimmte Person zu fragen, denke ich immer daran was denn das Schlimmste ist, das passieren kann. Und oft ist das gar nicht so schlimm. Oft ist das sogar alles andere als schlimm.
Weil wenn ich nicht frage, bekomme ich es sowieso nicht. Wenn ich es aber tue, dann besteht immerhin die Möglichkeit und wenn dann sogar noch etwas Positives daraus resultiert ist das reiner Gewinn.
Ganz hilfreich ist es auch sich zu überlegen, was diese eine simple Frage, diese wahnsinnige Überwindung die man gerade verspürt und eine mögliche Absage denn in 10 oder 20 Jahren noch für eine gravierende Bedeutung hat. Meistens ist die Antwort: Nichts. Rein gar nichts. Darum: Go for it!

 

Being not truthful always works against me.

Wenn ich ganz ehrlich bin, dann bin ich meistens ganz ehrlich. Nur ‚meistens‘ weil niemand noch nie gelogen hat. Ich bin manchmal sogar etwas zu ehrlich. Gerechtigkeitsfanatikerin Nr. 1.
Und ich bin da ganz beim Herrn Sagmeister – ich finde schon eine kleine Notlüge aufrecht zu erhalten so furchtbar mühsam, dass ich es lieber gleich lasse. Könnte ja sein, dass die Person noch etwas nachfragt. Und mir zu merken, welche Geschichte ich mir denn ausgedacht habe und wie das jetzt mit dem Rest zusammen passt, das ist mir dann echt zu blöd. Noch dazu kommt das schlechte Gewissen. Hate it!

 

Everything I do always comes back to me.

Nicht nur ist Karma eine Bitch, sondern auch was man sät das erntet man. Was ich tue, macht mich aus. In was ich investiere, kann später Früchte tragen. Wo ich meine Prioritäten setze, dahin geht mein Weg. Im Grunde liegt es an mir. An dem was ich tue.

Trying to look good limits my life. 

Der Satz brachte mich zum Schmunzeln, weil ihn wohl jeder irgendwie nachvollziehen kann, ich aber eigentlich noch nie mit einer so simplen und treffenden Aussage konfrontiert wurde.
Ich bin mir selbst noch nicht ganz sicher wie genau ich es für mich interpretieren soll und inwiefern es in meinem Alltag zutrifft.
Wahrscheinlich limitiert ‚trying to look good‘ hauptsächlich meinen Nutella-Konsum und enge Hosen sind eigentlich auch nicht immer ganz so bequem -wenn wir schon dabei sind ehrlich zu sein.

 

Jammern ist dumm. Entweder ich handle, oder ich vergesse es.

So wahr und doch so schwer. Manchmal tut jammern nämlich gut. Es befreit und danach kann es wieder bergauf gehen. Das wäre wohl zumindest der Idealverlauf. Nicht selten dehnt sich das Jammern dann aber aus und man beschwert sich über Dinge, die man einfach „nur“ anpacken müsste und schon wäre das Problem kein Problem mehr.

Actually doing the things.

Dieser Satz schließt an den vorherigen an und ich möchte euch nicht vorenthalten wie das ganze Zitat lautet, da ich mich darin zu 100% wiederfinden konnte und bestimmt nicht die Einzige bin:

Actually doing the things I set out to do increases my overall level of satisfaction.
Immer wenn ich denke „Das sollte ich machen.“ oder „Das sollte ich ausprobieren.“ und es dann doch nicht mache, hinterlässt die unausgeführte Handlung eine leere Stelle in meinem Inneren. 
Außerdem entgeht mir das befriedigende Gefühl, ein Projekt abgeschlossen zu haben. 

Ich komme leider selbst auch absolut nicht gut damit klar, wenn ich etwas nicht mache, das ich mir vorgenommen habe.
Was dagegen helfen würde?

Actually doing the things!
Und nicht immer nur davon reden.
Denn das kann jeder.

 

VA

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2 Comments

  • Reply
    Edith Brandtner - Plötzlich Frei
    3. März 2016 at 8:58

    Toller Beitrag und sehr motivierend.
    Erinnert mich an die Oma Toppelreiter, die mit 90 Jahren den Jakobsweg gegangen ist. Eigentlich hatte sie sich nach dem Tod Ihres Mannes schon aufgegeben. Doch Ihre Enkel hatte sie mit strengen Worten wachgerüttelt, sodass sie heute glücklich ist und sogar Vorträge gibt.
    Gesagt hatte er: "Entweder du lebst oder du stirbst. Dazwischen gibt es nichts!"
    LG
    Edith

    • Valeria Anna
      Reply
      Valeria Anna
      3. März 2016 at 20:34

      Dankeschön!
      Das ist eine sehr schöne Geschichte – wie recht er hat!

      Liebe Grüße,
      VA

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