Für Herr der Ringe/Der Hobbit Fans ist das Hobbiton Movie Set in Neuseeland bekanntlich ein absolutes Muss. Bei einem Preis von 53€ für eine ca. zweistündige Tour überlegen sich manche im Vorfeld dann vielleicht aber doch, ob sich das Ganze auch wirklich lohnt.
Um euch, falls ihr in die glückliche Lage kommen solltet nach Neuseeland zu fliegen, diese Entscheidung zu erleichtern, folgt heute mein persönlicher Erfahrungsbericht dazu.

Saftiges Grün, eine unendlich wirkende Hügellandschaft, eine idyllische Atmosphäre und das Gefühl, dass diesem Ort niemand etwas anhaben kann und jegliches Böse meilenweit entfernt bleibt. Beim Betreten des Hobbiton Movie Sets fühlt man sich sofort in die Stimmung aus dem Film hineinversetzt. Die ganze Führung über summte ich im Kopf die beruhigende Hobbiton-Musik vor mich hin und ich hätte mir gewünscht sie wäre tatsächlich dagewesen.

Man startet die Tour entweder bei Matamata I-Site oder bei The Shire’s Rest. Für alle mit Auto ist es sicher sinnvoller gleich zu The Shire’s Rest zu fahren, ansonsten ist das Zentrum von Matamata wahrscheinlich die bessere Lösung. Zudem gibt es die Option sich vom ca. 60 km entfernten Rotorua mit dem Shuttle abholen zu lassen. Ich empfehle die Tickets im Voraus bereits online zu buchen, da vor Ort am Ticket-Schalter ziemlich viel los ist und man möglicherweise auf eine freie Tour warten muss.

Von The Shire’s Rest ist es nur noch eine kurze Busfahrt durch die Alexander Sheep Farm bis man am tatsächlichen Set von Hobbiton ankommt. Während der Busfahrt wird man durch ein Video mit den ersten Informationen versorgt. Auch der Farmbesitzer Russell Alexander kommt dabei zu Wort, welcher mit der Auswahl seiner Farm als Filmset wohl nicht mehr Glück haben hätte können. Entscheidend für die Wahl genau dieses Standortes war für den Produzenten neben der wunderschönen hügeligen Landschaft hauptsächlich der kleine See und der imposante große Baum direkt daneben.

Die Tour führte einen kleinen Weg entlang durch ganz Hobbiton. Die unterschiedlichsten Hobbit-Holes konnten bestaunt werden und immer wieder wurden wir mit Insider-Informationen versorgt, welche einen tiefen Einblick hinter die Kulissen der Filmproduktion erlaubten. Der Ausblick vom höchsten Punkt über ganz Hobbiton war traumhaft schön, besonders bei strahlendem Sonnenschein. Die Idylle aus dem Film ist definitiv nicht nur inszeniert, sondern tatsächlich genau so vorhanden. Mitten auf der Nordinsel Neuseelands.

Auch die Wiese auf welcher Bilbos Party stattfindet hatte Live sofort Wiedererkennungswert. Zum Schluss überquerten wir die bekannte Brücke auf dem Weg zum The Green Dragon Inn. Hier war für alle Tour-BesucherInnen ein Getränk inklusive. Bier, Cider und ein paar Softdrinks standen dabei zur Auswahl.

Den für mich schönsten Anblick gab es dann am Ende der Tour, als es wieder Richtung Bus ging. Der See, die kleine Wassermühle, die Brücke und wieder einmal das saftige Grün – wie gemalt und trotzdem vollkommen real.

Für mich hat sich die Tour auf alle Fälle gelohnt. Der einzige Nachteil waren die doch eher großen Gruppen und dass viele davon gleichzeitig unterwegs waren. Am Schluss musste ich den Rest meines Ciders noch ziemlich schnell hinunter leeren, weil wir schon aufbrechen mussten, da die nächsten Gruppen bereits im Anmarsch waren.

Klar, jeder will das Hobbiton Movie Set sehen und weniger Touren pro Tag hieße nicht nur weniger Geld für die Betreiber, sondern auch weniger Plätze für die BesucherInnen. Trotzdem hätte ich mir erwartet, dass es nicht ganz eine solche Massenabfertigung ist.

Eine interessante Info übrigens: anscheinend haben 30% der Hobbiton BesucherInnen zuvor weder eines der Bücher gelesen noch einen der Filme gesehen.

Trotz großem Trubel empfehle ich die Tour guten Gewissens weiter, weil sie einfach eine einmalige Erfahrung und das Hobbiton Movie Set an sich wirklich faszinierend ist. Wenn man sich danach noch einmal die entsprechenden Szenen ansieht, dann tut man dies außerdem mit einem ganz anderen Gefühl. Man lebt noch ein bisschen mehr mit und kann sich viel besser in alles hineinversetzen.

VA

2 Comments

  1. Avatar Christine 18. Dezember 2016 at 17:49

    Das sieht ja tatsächlich aus wie im Film! Sollte ich jemals nach Neuseeland kommen, was ich stark hoffe, muss ich da definitiv hin 😉

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    1. Valeria Anna Valeria Anna - Site Author 21. Dezember 2016 at 2:44

      Ja auf jeden Fall :)!

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