valeriannala
meine Worte

Under pressure – Mit Druck zum Erfolg! Oder nicht?!

Jeder will erfolgreich sein und jeder Zweite scheint uns sagen zu können wie das funktioniert. Karriere-Magazine und Online Ratgeber sind voll von „immer mehr, immer schneller, immer besser“ und die „30 unter 30“ lachen dir bedrohlich aus dem Bildschirm ins Gesicht.
„Haha und wo bist du?“. „Verdammt ja, und wo bin ich?“. Immer noch irgendwo zwischen post-pubertärem „Was fang ich nur mit meinem Leben an?“ und Quarterlife Crisis-ähnlichem „Scheiße, ich muss jetzt endlich etwas mit meinem Leben anfangen!“
Warum wohl schießen Start-ups gerade wie Pickel bei einem Teenager an jeder erdenklichen Stelle hervor? Warum wohl investieren viele mehr Zeit in ihren Instagram-Account als in ihre Beziehung? Warum wohl reden ab einem bestimmten Alter fast ausschließlich alle nur noch darüber wie ihre großen Karrierepläne für die Zukunft aussehen und mit welchem Geschäftsmodell sie den großen Durchbruch schaffen wollen?
Mir kommt vor, die 20er sind ein Battle um VIP Plätze bei der obercoolsten, fanciest Fashionshow des Lebens. Und da steckt man dann automatisch irgendwie mitten drin und wenn man nicht gerade mit Chiller-Genen gesegnet ist, beladet man sich mit richtig schön viel Druck. Unter dem man entweder wöchentlich einmal panisch schreiend gegen eine Wand rennt oder im worst case sich einfach selbst so sehr lähmt, dass man gar nichts mehr zustande bringt.

„More people want 15 seconds of fame than a lifetime of meaning an purpose. Because. what’s popular is more important than what’s right.“
(Quelle – klick!)

Jeder will erfolgreich sein und jeder Zweite scheint uns sagen zu können wie das funktioniert. Wir arbeiten mehr, wir arbeiten härter, wir machen 1000 Dingen auf einmal und nicht Wenige verkaufen ihre Seele für den schnellen Ruhm. Tun nur das was objektiv gesehen Erfolg bringt und nicht das was für sie wirklich Bedeutung hat. Dadurch wird man zum inhaltsleeren Monster und fragt sich warum zur Hölle man immer noch nicht glücklich ist, obwohl man doch schon alles hat.
Wir, die Generation Y, wollen nicht nur mehr unsere Brötchen verdienen. Wir wollen Lachs dazu. Und Oberskren bitteschön. Die Grundbedürfnisse sind gestillt und jetzt will jeder mehr. Am besten noch mehr als jeder andere mehr hat.

Schön für die, die ganz genau wissen wo sie hin wollen. Weniger für jene, die bei der Frage „Ja und was machst du dann danach?“ immer noch beinahe schon reflexartig zusammenzucken.
Vielleicht geht es aber darum, Erfolg einfach einmal komplett anders zu definieren und alles und jeden auszublenden, der meint dir auf irgendeine Art und Weise vorschreiben zu müssen wann du wer bist und wann du etwas erreicht hast. Weil man sowieso immer schon jemand ist und nicht erst zu werden braucht. Weil selbstauferlegter Druck dich in die falsche Richtung drängt. Weil Erfolg, der nicht mit deinen Werten überein stimmt auf Dauer nicht glücklich machen kann.

Erfolgsbesessene Zombies überall, die sich vermehren wie bei ‚The Walking Dead‘ -weil so etwas tatsächlich ansteckend ist.
Und irgendwie muss man dann abwägen. Zwischen dem was nur glänzt und dem was tatsächlich auch Gold ist.
Und irgendwie muss man dann die Balance finden. Zwischen dem krampfhaften Versuch, alles auf einmal zu bekommen und dem langsamen annähern an bedeutungsvolle Ziele.
Nur so kann man sich treu bleiben.

Step by Step. Zum Erfolg.
Und nebenbei heraus finden was dieser subjektiv auch tatsächlich bedeutet.

VA

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7 Comments

  • Reply
    Lea
    14. September 2015 at 14:22

    wow, da muss ich dir jetzt einfach mal sagen ganz großes Kompliment für diesen Post! Du triffst den Nagel damit auf den Kopf und hast mich wirklich zum Nachdenken gebracht..
    Leider habe ich auch oft das Gefühl, dass unsere Generation dadurch bestimmt wird (und da schließe ich mich selbst nicht aus). Die Frage ist nur, wie jeder einzelne die "Lösung" für sich findet und welche das für die verschiedenen Menschen ist…
    Liebe Grüße
    Lea
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    • Valeria Anna
      Reply
      Valeria Anna
      16. September 2015 at 8:11

      Dankeschön 🙂
      Ja genau, so ist es!

      Liebe Grüße,
      VA

  • Reply
    Pinki Wink
    16. September 2015 at 9:51

    Da kann ich einfach nur zustimmend nicken. Ich weiß auch nicht, wann es nötig wurde, immer der erste, beste, tollste und erfolgreichste von allen zu sein. Und wenn man sieht, wie viele mittlerweile mit Depressionen, Burnout oder anderen psychischen und physischen Krankheiten zum Arzt müssen, dann dürfte doch wohl klar sein, dass gehörig was schief läuft.
    Liebe Grüße an dich

    • Valeria Anna
      Reply
      Valeria Anna
      17. September 2015 at 16:05

      Genau so ist es leider!
      Liebe Grüße auch an dich,
      VA

  • Reply
    Theresa
    17. September 2015 at 10:05

    hallo 🙂
    ein wirklich schöner post und allgemein sehr gelungener blog
    ich mag es, wenn beiträge ernste probleme ansprechen und nicht nur das typische, oberflächliche blabla beinhalten

    Ich denke, mit dem Erfolg ist es wie mit dem Geld. Es gibt immer jemanden der mehr davon hat. Es ist also eine endlose Suche nach etwas, dass man letztendlich nicht bekommen kann.

    lg

    • Valeria Anna
      Reply
      Valeria Anna
      17. September 2015 at 16:06

      Vielen lieben Dank 🙂
      Du hast recht, das trifft es wohl ziemlich gut!

      Liebe Grüße,
      VA

  • Reply
    Ronja S.
    3. Oktober 2015 at 11:15

    Ein wirklicher toller Text liebe Valeria. Ich konnte mich da doch in einigem wiederfinden. Insbesondere der "Quater Life Crisis"- bis vor zwei Wochen wusste ich gar nicht, dass es sie gibt. Aber anscheinend stecke ich mittendrin 🙂 Es gefällt mir aber ganz gut hier, im sich neu finden und neue Wege gehen. Step by step. Das ist irgendwie auch gerade mein Motto.
    Liebe Grüße,
    xx Ronja
    http://www.sothisiswhat.com
    { CREATE THE LIFE YOU LOVE }

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